????‍♂️ Christine Bauer-Jelinek: Die Grammatik der Macht – Wie Sie Ergebnis- und Beziehungssprache erfolgreich einsetzen

Bundestagung der Jungen Wirtschaft, 30.09.2017, Salzburg

Zum Vortrag in voller Länge

„Macht ist das Vermögen, einen Willen gegen einen Widerstand durchzusetzen.“

„Macht-Kompetenz ist der tabuisierte Teil der Sozialkompetenz.“

  • Ziel wäre, auch ordentlich und fair miteinander kämpfen können.
  • „Wie kann man einen Kampf führen, und wie kann man sich auch wieder versöhnen?“

Rückzug ist nicht immer Schwäche. 

Ich kämpfe auch, wenn ich das nicht Offensichtlich tue -> „verdeckte Kampftechniken“

  • List, Finte, Hinterhalt, Falle, Intrige, …
  • z.B. abwerten, manipulieren, …
  • Unbewusste Kampfansagen:
    • Vorwurf, Unterstellung, Fehlinterpretationen, Übergiff, Einmischung, Besserwissen, Überfürsorge, Unterlassung, Passivität, Gefühlsausbruch, zu nahe treten (Warum-Fragen)
    • Kämpfen ist tabuisiert, und findet dennoch ständig statt.

Machtfreier Raum Ist immer temporär: Alle Beteiligten wollen zufällig mal das Gleiche.

„Die Macht der Mütter“ ist stark. Das merkt man an den vielen Schwiegermutterwitzen.

„ Dass junge Männer sich um ihre Kinder kümmern wollen, das kann man am Straßenbild sehen.“

  • „Was noch nicht passt, ist die Altenbetreuung.“

Neue Chance: Situative Machtverteilung

  • Freie Wahl der Aufgaben von Frauen und Männern
  • Hat eher mit Charakter zu tun als mit dem Geschlecht
  • Können wir uns z.B. in der Familie so organisieren

Beziehungssprache (früher: „weiblich“) vs. Ergebnissprache (früher: „männlich“)

  • Beide Geschlechter müssen beide Sprachen beherrschen, im Privatleben und im Berufsleben.
  • Ergebnissprache wird oft schlecht beherrscht. Deshalb wäre „Fremdsprachentraining“ wichtig.
  • „Lernen Sie die Fremdsprache bei den Menschen, die Sie nicht leiden können.“ Denn die sprechen diese andere Sprache. 

Beziehungsmenschen

  • Für sie muss Beruf Berufung sein.
  • Haben oft einen leicht moralisierenden Touch. 
  • Guter Kontakt zur eigenen Befindlichkeit; sind gut in der Selbstreflexion
  • Haben genaue eigene Vorstellungen, streben nach Selbstverwirklichung
  • Fühlen sich für das Ganze verantwortlich: vorausdenken, absichern
    • Führt oft zu Überforderung.
    • Aufgabenteilung wäre angebracht.
  • Gutes Klima und interessante Tätigkeit wichtiger als Karriere und Geld.
  • Sehen ständig Verbesserungsvorschläge; kommen ununterbrochen mit Kritik.
    • „Man kann es ihnen nicht recht machen.“
    • Ist sehr lästig in Beziehungen und in Unternehmen.
    • Es ist wichtig, Verbesserungen gut zu kommunizieren.
  • Arbeiten umfangreiche Konzepte aus und sind enttäuscht, wenn es dann doch ganz anders kommt und sie nicht mit Lob überschüttet werden.

Ergebnismenschen

  • Haben immer ein quantifizierbares Ziel vor Augen.
  • Eigene Ziele im Fokus (nicht die des Unternehmen oder des Universums).
  • Rangordnung ist wichtig (Insignien der Macht); schätzen immer ab, auf welcher Hierarchiestufe der andere steht.
  • Lösungen werden als Angebot aufgezeigt: Er gibt drei Angebote, wartet, welches bevorzugt wird und arbeitet dann an diesem weiter.
  • Akzeptiert, dass etwas in der Schublade landet („Okay, hat keiner gebraucht, dann wird es nächstes Mal umso kürzer.“). Ist nicht frustriert, wenn er kein Feedback bekommt.
  • Kurze, klare Kommunikation; keine Diskussion („Wasser marsch!”).
  • Machen eher Karriere und strengen sich scheinbar nicht so an.
    • Trotzdem sterben sie tendenziell früher.

„Ich musste mir die Ergebniswelt erst langsam erarbeiten”, sagt CBJ über sich selbst.

  • Die Ergebnismenschen sind nicht krank und müssen nicht therapiert werden.
  • „Ich habe erkannt, welche Vorteile das Ergebnisdenken hat.“

Beziehungsmenschen vs. Ergebnismenschen ist noch nicht so detailiert publiziert.

  • Am ehesten noch in „Die geheimen Insignien der Macht“ (?)
  • Sprachlich in „Machtwort“

„Sie müssen immer wissen, mit wem Sie reden und was Sie sagen müssen.“

  • Die passende Sprache situativ richtig nutzen. 
  • Es geht nicht darum, männlicher oder weiblicher zu werden, sondern das zu erreichen, was man erreichen will.

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