Leo Hillinger: Konsequenz, Konsequenz, Konsequenz! (2017) 📙

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Meine Notizen

“Ich merkte, dass ich ein Verkaufstalent war: weil ich einen guten Schmäh hatte, weil ich die Leute überzeugen konnte, weil das Produkt in Ordnung war.” (S. 44)

Leo Hillingers “drei Primärtugenden — Konsequenz, Konsequenz, Konsequenz.” (S. 65)

Wenn du mitreden willst, musst du eine Ahnung haben. Ansonsten ist es besser, den Mund zu halten.” (S. 89)

Leo Hillinger hat investiertViel investiert. Er hat gewählt, wie groß sein Unternehmen sein soll und die Größe dann mit Fremdkapital hergestellt. Bis sein Unternehmen mit dem Umsatz in diese Größe “hineingewachsen” ist.

Auf mich musste damals wie heute keiner neidisch sein. Wenn jemand nur einen Monat mit mir mitfährt und mein Programm absolviert, braucht er zwei Monate Urlaub. Das ist nicht lustig. Ich hatte Praktikanten, die nach 14 Tagen ausstiegen, weil sie nicht mehr mithalten konnten: nicht schlafen, immer freundlich sein, immer Leistung bringen. Neun Monate im Jahr unterwegs sein. 20 bis 50 Vorträge halten in zwölf Monaten.” (S. 135)

Leo HIllinger sieht sich als der Eckstein, den die Bauleute verworfen haben. (S. 136)

“Nunmehr gibt es die Genossenschaft in Donnerskirchen nicht mehr, aber mich immer noch. “Du wirst nie ein Weinbauer, ich hingegen schon”, hatte mich ein Schulkollege bei einer Gelegenheit gedemütigt. Letzthin habe ich sein Weingut gekauft. Man sollte schon wissen, wohin man will, und diesen Weg auch mit größter Konsequenz gehen. Doch es ist unnötig, andere Personen niederzumachen. Jeder hat sein eigenes Leben, seinen eigenen Weg, jeder ist gleich viel wert.” (S. 145)

“Dass ich vor niemandem zu Kreuze kriechen musste, ist mir wichtig. Ich brauche mich bei niemandem bedanken, mir hat keiner geholfen. Mir ist extrem wichtig, dass ich keinen brauche. Dadurch kann ich die Struktur durchziehen, die ich für mein Leben im Kopf habe. Ich fühle mich nicht einsam, wenn ich sage, dass ich für mich alleine stehe.” (S. 164)

Leo Hillinger hatte Hilfe von einer exzellenten Marketing-Agentur. Aber sein Produkt war immer gut (sagt er). Das war ihm immer am wichtigsten: “Ich werde nicht müde, zu wiederholen: Das Produkt […] muss qualitativ hochstehend sein, dann kann man mit dem Marketing einiges bewirken. Gute Produkte verdienen gutes Marketing. Schlechte Produkte verdienen einen schnellen Tod.” (S. 197)

“So, wie ich [im Fernsehen] rüberkomme, bewege ich mich auf dem schmalen Grat zwischen Selbstsicherheit und Arroganz. (Arroganz ist Dummheit. Dumm bin ich sicherlich nicht.)” (S. 209)

“Undenkbar ist, dass das Weingut Hillinger in finanzielle Schwierigkeiten gerät, weil wir über die Jahre Reserven angelegt haben. Hillinger würde überleben, auch wenn einmal eine gesamte Ernte ausfällt.” (S. 213)

“Wer meine Weine nicht schätzt, kennt sie nicht. Oder er hat ein Problem mit mir. Ich muss kämpfen, um höchste Qualität zu rechtfertigen, und weiß gar nicht, warum ich es muss. Wahrscheinlich, weil man den Hillinger im Fernsehen sieht und auf ihn, seinen Erfolg, seine Karriere neidisch ist. Neid — das ist eines der wichtigsten Wörter in meinem Heimatland. In Österreich kann ich eine Lungenentzündung haben — dann neiden sie mir auch die. Österreich ist unter diesem Aspekt eine Katastrophe. Es fragt mich kein Mensch, wie viel ich arbeite und welches Risiko ich eingegangen bin oder eingehe. Keiner fragt nach, wenn es schlecht läuft. Ist der Erfolg da, kommt der Neid. Nicht, dass es in Deutschland besser wäre — dort ist es noch schlimmer.” (S. 226)


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