📌 Worum geht’s hier?

Dieser Blog ist mein persönliches Lerntagebuch.

Ich nehme mir hier jeden Tag etwas Zeit nachzudenken und festzuhalten, was ich heute gelernt habe bei meiner Arbeit als Gründungsberater, Wirtschaftspädagoge, Fachhochschul-Lektor und Lifestyle Entrepreneur.

Außerdem findest du über 250 Buch-, Vortrags- und Podcast-Notizen in meiner Bibliothek.

Viel Freude und Inspiration beim Stöbern!

Günter

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Notbremsung

Unlängst, als ich mit der Badner Bahn nach Wien gefahren bin, ist mir folgendes Hinweisschild aufgefallen:

Denken Sie an die Möglichkeit einer Notbremsung und benützen Sie stets die Haltegriffe.

Das gilt auch für uns Selbständige und Unternehmer*innen.

Besonders dann, wenn wir wieder mal Angst haben, ein Risiko einzugehen.

Bankrott gehen

Unlängst bei einem BWL-Seminar gehört:

Es ist besser, Bankrott zu gehen und zu wissen, warum,
als Gewinn zu machen und nicht zu wissen, warum.

Seither überlege ich, ob das stimmt.

Hängt wohl davon ab, was man unter „besser“ versteht.

1000

Der heutige Eintrag ist der eintausendste in diesem Lerntagebuch.

Ich habe mir überlegt, ob ich zu diesem Anlass etwas ganz besonders Schlaues bloggen soll. Weil eintausend Einträge, das ist schon etwas Besonderes, oder?

Ja und nein. Natürlich ist es gut und wichtig, Erfolge zu feiern. Aber beim Lernen kommt es nicht so darauf an, was man schon gelernt hat, sondern auf das, was man noch lernen wird.

Und so richte ich heute den Blick nicht nach hinten, sondern nach vorne – und freue mich auf meine nächsten 1000 großen und kleinen Aha-Erlebnisse.

Aus dem Stand

Wenn man gerade eine neue Fähigkeit erlernt und auf Anhieb damit Erfolg hat, heißt es vorsichtig zu sein. Gut möglich, dass dieser Erfolg ein reiner Zufall ist.

Eine Faustregel, ab wann man darauf vertrauen kann, die neue Fähigkeit wirklich zu beherrschen, hat mir unlängst eine Gründerin genannt:

Man braucht 15 Kund*innen, und bei 12 von ihnen muss man Erfolg gehabt haben.

Der Impuls

Ein Unternehmenskonzept ist nicht ausgegoren, bis man den Impuls in sich spürt: Jetzt bist du fertig. Jetzt bist du bereit. Jetzt geht’s los.

Das ist wie bei einem Baby: Es kommt dann auf die Welt, wenn es dazu bereit ist. Nicht vorher.

Manche Gründer*innen spüren den Impuls schon nach kurzer Zeit, bei manchen dauert es länger, und manche spüren ihn nie.

Es ist ganz egal, wie lange es dauert. Aber starte nicht, bevor du den Impuls in dir spürst.

Der Löffel des Unternehmers

Scott Galloway legt allen angehenden Unternehmer*innen eindrücklich ans Herz: Stellt euch auf viel Ablehnung, viele Zurückweisungen und viele „Neins“ ein: Neins von Kund*innen, Neins von Mitarbeiter*innen, Neins von Investor*innen.

Er bringt das auf folgende einprägsame Formel:

Being an entrepreneur just means you are willing to take out a big spoon and eat shit all the time.

Scott Galloway

Es mag sein, dass Scott Galloway damit übertreibt. Wäre nicht das erste Mal.

Aber nur für den Fall, dass er doch recht hätte:

Wärst du darauf vorbereitet?

Könntest du damit umgehen?

Der größte Feind

Wir hören nicht gern, wenn jemand etwas sagt, das uns durcheinanderbringt, das hinterfragt, was wir uns so schön zurecht gelegt haben. Kognitive Dissonanz, eh klar.

Das Problem: Wir schlagen auch Feedback, Gedanken, Ideen aus, die uns eigentlich gut tun würden – wenn wir unser Ego für einen Moment auf die Seite stellen könnten.

Das Ego, wahrscheinlich der größte Feind des Unternehmers. Ein viel stärkerer Gegner als der härteste Konkurrent.

Visualisierung

Visualisierung ist immer gut.

Aber meistens ist es spannender, etwas live zu visualisieren als mit einer starren Powerpoint-Präsentation. 

[Danke Eugen Gerein für diesen Tipp.]

Eine super Präsentation

Was laut Eugen Gerein eine großartige Präsentation von einer guten unterscheidet:

  1. Storytelling. Der rote Faden. 
  2. Emotionen werden angesprochen. 
  3. Sendungsbewusstsein. Dass man dafür brennt, und dass man wirklich etwas zu sagen hat. 

Unsere Möglichkeiten

Wir haben so viele Möglichkeiten. Wahrscheinlich mehr Möglichkeiten als in irgendeiner Epoche der Menschheit zuvor.

Warum nützen wir dann so wenige von ihnen?

Drei Missverständnisse

Unlängst hat meine Frau versucht, mir ein Problem mit der Betreuung unserer Tochter im Kindergarten zu erklären.

Es hat drei Anläufe gebraucht, bis ich kapiert habe, was eigentlich Sache ist.

Das Ungewöhnliche daran ist nicht, dass ich meine Frau dreimal falsch verstanden habe.

Das Ungewöhnliche ist, dass ich es bemerkt habe.

Respekt

Man darf ruhig Respekt haben vor der Gründung.

Angst ist nicht hilfreich, aber ein gewisser Respekt bewahrt uns davor, unüberlegte Dummheiten zu machen.

Wenigstens

Was man zu dieser unsäglichen Nachtzug-Fahrt von Berlin an Wien allerdings auch sagen muss:

Das Personal im Zug war ausgesprochen professionell und bemüht, im Rahmen ihrer beschränkten Möglichkeiten für die Passagiere das Beste aus der Sache zu machen.

Und meine Reklamation bei den ÖBB wurde innerhalb von 24 Stunden bearbeitet und der Schaden anstandslos gutgeschrieben.

Hier haben es die ÖBB sogar geschafft, meine Erwartungen zu übertreffen.

Versprochen ist versprochen

Unlängst bin ich mit dem Nachtzug von Berlin nach Wien gefahren. Aus einen Grund, den ich bis heute nicht kenne, hatte dieser Zug aber den Schlafwagen, den ich eigentlich gebucht hatte, einfach nicht. Einfach nicht da. Der Schlafwagen wurde durch einen Liegewagen ersetzt. Das bedeutete für mich: Statt des gemütlichen Einzelabteils im Schlafwagen, auf das ich mich gefreut hatte, ein Dreier-Abteil im Liegewagen mit zwei Mitreisenden, die das gleiche Schicksal ereilt hatte wie mich.

Die Stimmung unter den Fahrgästen war entsprechend schlecht. Eh klar: Die ÖBB hatten Ihnen ein Versprechen gegeben, und dieses Versprechen konnten sie nicht einlösen. Die Erwartungen der Kund*innen wurden nicht erfüllt. Das sorgt natürlich für Enttäuschung, für Ärger und schlechte Laune.

Wenn man etwas verspricht, muss man es halten. Das sage ich meinen Kindern und auch meinen Gründer*innen immer wieder. Das gilt für kleine Unternehmen genauso wie für die großen.

Thanksgiving 2022

Heute wird in den USA Thanksgiving gefeiert.

Auch für jedes Jahr ein Anlass, heute besonders dankbar zu sein.

Ich bin diesem Mal besonders dankbar für alle meine Lehrer*innen: den vielen (virtuellen) Mentor*innen, Autor*innen und Podcaster*innen, die mich täglich inspirieren. Aber auch meinen Kund*innen und Student*innen, von denen ich ebenso viel lerne wie sie von mir.

Und nicht zuletzt für meine Kinder, meine erbarmungslosesten Lehrer überhaupt.

Unterschätzt

Ich habe unlängst Dame gespielt – zum ersten Mal seit ca. 30 Jahren.

Mein Gegner hat mir die Spielregeln kurz erklärt, ich konnte mich leidlich gut erinnern, und damit ging’s auch schon los. Und was soll ich sagen: Ich habe meinen Gegner vernichtet.

Also Revanche. Und was soll ich sagen: Ich war siegessicher, an der Grenze zur Überheblichkeit. Daher habe ich viele kleine Fehler gemacht, war unkonzentriert und … mein Gegner hat kurzen Prozess mit mir gemacht.

Mein Learning: Man soll seinen Gegner nie unterschätzen – auch wenn er erst sechs Jahre alt ist.

Zinseszins-Effekt

Wir Menschen haben ein grundsätzliches Problem: Wir können uns nur ganz schwer unsere Zukunft vorstellen.

Deswegen ist uns auch nicht klar, wie wertvoll ein Investment ist, das vielleicht im Moment unangenehm und mühsam ist, das in unserer Zukunft aber einen Riesenvorteil bringen würde.

Klassisches Beispiel ist das Sparen, beispielsweise mit einem ETF-Sparplan: Das Setup ist anstrengend und braucht Zeit. Aber es lohnt sich über einen Zeitraum von zehn, zwanzig Jahren. Zigfach.

Oder die Idee, sich in seinem Business jeden Tag um nur 1% zu verbessern. Wer das ein Jahr lang macht, hat sich innerhalb eines Jahres fast 38 mal verbessert. Nicht 38% besser, sondern 38 MAL besser!

Das Problem ist halt: Wir verstehen den Zinseszins-Effekt nicht.

Und das gereicht uns immer und immer wieder zum Nachteil.

[Danke Camillo Patzl für diesen Gedanken.]

Das Rad neu erfinden

In unserem Streben nach Freiheit und Unabhängigkeit neigen wir Lifestyle Entrepreneure manchmal dazu, das Rad neu erfinden zu wollen.

Wir wollen uns alles selbst beibringen. Wir wollen uns unsere Strategien und Prozesse selbst erarbeiten.

Dabei ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß, dass andere den Weg bereits gegangen sind, den wir einschlagen wollen. Sie haben die Erfahrungen (und Fehler) schon gemacht, die uns noch bevor stehen.

Und trotzdem wollen wir das Rad neu erfinden. Weil wir beratungsresistent sind. Oder zu stolz, um um Rat zu fragen. Oder zu knausrig, um in Expertenwissen zu investieren. Oder alles gleichzeitig.

Unsere Selbständigkeit wird aber nicht dadurch leichter, dass wir es uns schwer machen.

[Danke Stefanie Kneisz für den Gedanken.]

Leveraged income

Passive income (passives Einkommen) ist der Traum vieler Edupreneure. Die Idee ist, dass wir einmal ein Produkt erstellen (meistens einen Online-Kurs) und dann damit Geld verdienen bis in alle Ewigkeit, ohne dass wir dazu einen weiteren Finger krümmen müssen.

In der Praxis funktioniert passive income mehr schlecht als recht. Nicht nur, dass auch Online-Kurse regelmäßig technische und inhaltliche Updates brauchen (zumindest, wenn sie gut sein und bleiben sollen). Auch unsere Kund*innen möchten lieber mit uns persönlich arbeiten als mit irgendeinem Online-Kurs. Deshalb sind mit persönlichen Angeboten auch viel höhere Preise zu erzielen als mit passiven.

Im besten Fall schaffen wir das, was Jack Butcher leveraged income nennt: Angebote, die wir weiterhin persönlich erbringen, aber die sich an mehr als eine Person gleichzeitig richten – im besten Fall sogar an sehr viele Menschen gleichzeitig. Also Angebote, wo wir zwar weiterhin Zeit gegen Geld tauchen, aber wo wir unsere eingesetzte Zeit mit einem Hebel versehen (leverage) und dadurch zu einem höheren Einkommen kommen können.

Die Jagd nach passive income halte ich für vergebene Liebesmüh. Aber leveraged income, das könnte unser Anspruch als Edupreneure sein.

Leistungsgesellschaft

Ich war lange ein Skeptiker der Leistungsgesellschaft. Ich fand es unmoralisch, unsere Kinder immer auf Leistung zu drillen, als ob das das einzig Wichtige im Leben wäre.

Ein Buch von Evi Hartmann hat aber meine Perspektive verändert.

Es gibt Menschen, die freiwillig mehr leisten, als notwendig. Die freiwillig mehr Verantwortung übernehmen, wo sich die meisten lieber wegducken. Die freiwillig Arbeit übernehmen – nicht, weil sie dabei etwas gewinnen können, sondern weil die Arbeit einfach gemacht gehört.

Für diese Menschen müssen wir eine Leistungsgesellschaft ermöglichen. Für diese Menschen muss gelten: Leistung muss sich lohnen! Wir sollten alles unternehmen, um diesen Menschen ein ungestörtes Arbeiten ermöglichen und ihnen nicht ständig Steine in den Weg legen.

In unserer Welt und in unserer Gesellschaft gibt es nämlich eine Menge Probleme zu lösen und sehr viel Arbeit zu übernehmen. Wir brauchen deshalb Menschen, die mehr tun als notwendig. Deren Ziel es nicht ist, mit so wenig Anstrengung wie möglich durchs Leben und möglichst früh in Pension zu gehen.

Für diese Menschen brauchen wir eine Leistungsgesellschaft.

Für alle anderen gibt es eh Netflix.

Nicht schwach

Sehr spannender Podcast von Seth Godin:

Wir Menschen verbringen viel Zeit damit, anderen Menschen zu signalisieren, dass wir nicht schwach sind.

Nicht schwach zu sein ist etwas anderes, als stark zu sein.

Stark zu sein bedeutet, dass man etwas seine Ressourcen so einsetzen kann, dass etwas Nützliches dabei heraus kommt.

Nicht schwach wirken zu wollen bedeutet hingegen, dass man seine Ressourcen dafür einsetzt, (vermeintliche) Bedrohungen durch andere Menschen abzuwehren.

Niemand will wie ein armer Schlucker, wie ein Knauserer, wie ein Idiot oder eine andere der vielen Formen dastehen, wie sich Schwäche ausdrücken kann. Wir Menschen sind über die Jahrhunderte sehr geschickt geworden darin, uns Strategien und Symbole zuzulegen, um unseren Mitmenschen zu signalisieren, dass wir nicht schwach sind.

Kann gut sein, dass sich die Aussagen und Handlungen deiner Mitmenschen, die du besonders eigenartig findest, sehr gut damit erklären lassen, dass sie dir zeigen möchten, dass sie nicht schwach sind.

Camo App

Camo ist eine App, mit der man sein Handy zu einer tipp-topp Videokamera machen und eine Vielzahl von Einstellungen vornehmen kann.

Unlängst hat Apple sein Betriebssystem iOS 16 vorgestellt. Damit werden viele Funktionen, welche die Camo App bisher kostenpflichtig angeboten hat, ins Standardrepertoire eines iPhones aufgenommen („Continuity Camera“) – ohne zusätzliche Kosten für die Kund*innen.

Die Frage stellt sich also: Warum soll ich für eine App bezahlen, wenn ich fast alle Funktionen auch gratis haben kann?

Und wie reagiert Reincubate, der Hersteller der Camo App, darauf? In beeindruckender Weise. Ganz offen, verständlich und transparent wird das Thema auf der Website angesprochen. Alle Fragen, die sowieso in den Köpfen der User*innen herumschwirren, werden gut nachvollziehbar beantwortet. Ehrlich und informativ, im Sinne besten Kund*innnen-Services. Natürlich streicht Reincubate die Vorzüge der eigenen App hervor, aber sie verschweigen auch nicht, was „Continuity Camera“ unter iOS 16 kann.

Ich denke, das ist genau die richtige Strategie in dieser existenzbedrohenden Situation für Camo: Offen, ehrlich und sympathisch zu kommunizieren. Nicht manipulierend, nicht überredend, sondern möglichst überzeugend. Darauf vertrauend, dass die User*innen die richtige Entscheidung für sich treffen werden.

Wird es gelingen, dadurch alle Kund*innen zu halten? Nein, sicher nicht. Aber es wird gelingen, einige Kund*innen zu halten, die der Camo App gerade wegen dieser sympathischen Art den Vorzug geben, obwohl sie vieles davon woanders gratis haben könnten.

Langzeitgründer

Unlängst hat sich ein Kunde des Unternehmensgründungsprogramms (UGP) selbständig gemacht, den ich vor zweieinhalb Jahren zum ersten Mal getroffen habe.

Es gibt Gründer*innen, die rauschen in wenigen Wochen durch das UGP. Aber es gibt eben auch Gründer*innen, deren Gründungsprojekt viele Monate oder sogar Jahre braucht, bis die Zeit dafür reif ist.

Sind diese Langzeitgründer also Loser? Überhaupt nicht! Jedes Gründungsprojekt ist anders, und jedes Gründungsprojekt hat seine Eigenzeit.

Erfolgreiche Gründer sind jene, die das erkennen und dem Projekt so viel Zeit geben, wie es eben benötigt.

Niemand interessiert sich

Wenn ich mir die Besucher-Zahlen meiner Website anschaue, dann lerne ich daraus zwei Dinge:

Die schlechte Nachricht: Praktisch niemand interessiert sich für meine Website. Mein Blog und meine Notizen erscheinen quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Die gute Nachricht: Praktisch niemand interessiert sich für meine Website. Das bedeutet, dass ich in aller Ruhe alles ausprobieren kann, was ich möchte, ohne dass tausend Menschen sofort darauf reagieren.

Ich genieße also meine vorläufige Unsichtbarkeit. Irgendwann wird es damit sowieso vorbei sein.

Keiner mehr da

Es hat überhaupt keinen Sinn, einen Workshop oder eine Lehrveranstaltung zu überziehen.

Sobald die offizielle Endzeit erreicht ist, schalten die Teilnehmer*innen geistig ab. Jeden Satz, den ich danach noch sage, geht ins Leere. Alles, was dann noch folgt, ist das reinste Selbstgespräch.

Ich kann genauso gut gleich aufhören zu reden, auch wenn ich mit meinem Stoff noch nicht „durch“ bin.

Denn selbst wenn vielleicht noch alle anwesend sind, ist eh schon keiner mehr da.

Die Umwandlung von öffentlichen Gütern zu privaten Gütern

Öffentliche Güter sind in der Volkswirtschaftslehre Güter, bei denen man niemanden vom Konsum ausschließen kann und die von vielen Menschen gleichzeitig genützt werden können. Bespiele für öffentliche Güter sind Luft, eine schöne Landschaft oder Frieden.

Mit öffentlichen Gütern lässt sich allerdings kein Umsatz machen. Deshalb bieten sie private Unternehmen nicht an. Es entsteht kein Markt, und der Staat muss eingreifen.

Geld lässt sich mit öffentlichen Güntern nur verdienen, wenn sie in private Güter umgewandelt werden. Soll heißen: Wenn man Wege findet, Menschen vom Konsum eines Gutes auszuschließen, wenn sie nicht dafür bezahlen.

Das passiert sehr häufig in der Medienlandschaft. Güter, die eigentlich öffentlich sind oder sein könnten, werden in private Güter umgewandelt. Und wir merken es nicht einmal.

Die Verantwortung wahrnehmen

Ja, es ist nicht immer alles lustig in der Selbständigkeit. Es gibt viel zu tun, und nicht für alles sind wir auch wirklich talentiert. Manches nervt einfach.

Aber das entlässt uns nicht aus der Verantwortung, die wir für unser Business haben. Wir müssen die Buchhaltung nicht mögen, aber wir bleiben immer dafür verantwortlich. Wir haben eine Abneigung dagegen, unsere Angebote durchzukalkulieren und uns einen Überblick über unsere Kostenstruktur zu verschaffen. Aber das entlässt uns nicht aus der Verantwortung, dass ein funktionierendes Business auch und vor allem bedeutet, dass es finanziell funktioniert.

Treat your business like a f***ing business!

Lieblos

Dein Angebot ist total wichtig. Es bringt auf den Punkt, womit du anderen Menschen helfen willst und kannst. Womit du, ja, die Welt ein Stück weit besser machen möchtest.

Aber ich sehe so viele lieblos gestaltete Angebote. Wenig durchdacht. Handgestrickt. Nicht professionell. Kaum mehr als unbedingt notwendig. Kraftlos kommuniziert.

Und das finde ich ewig schade. Wenn wir der Welt schon etwas von uns anbieten, warum nicht mit der ganzen Hingabe, zu der wir fähig sind?

Weltuntergang

Es ist nicht nötig, dass du stündlich die News auf orf.at checkst.

Sollte die Welt untergehen, wirst du es auch so mitbekommen.

[Danke Anitra Eggler für diesen wichtigen Hinweis.]