📙 Andreas Salcher: Erkenne dich selbst … und erschrick nicht … (2013)

Ein Buch, das mir nicht besonders in Erinnerung geblieben ist. Aber meinen Notizen nach zu urteilen, stehen gescheite Dinge drinnen.

Die Wahl unserer Freunde ist eine der wichtigsten Lebensentscheidungen. Auswahl statt Zufall, Wachstum statt Stillstand. Welche Freunde bringen mich weiter, lassen mich der Mensch werden, der ich bin? Das erfordert Entscheidungen und Konsequenz. Aber wenn ich jemanden zu meinem Freund erkoren habe, dann soll er/sie alles von mir bekommen: Ich öffne mein Herz und teile mit ihm/ihr Wohl und Weh. Da gibt es kein Zaudern mehr, denn der Tod wird mir über Kurz oder Lang jeden einzelnen meiner Freunde wieder nehmen. Mark Twain: Ehe man anfängt, seine Feinde zu lieben, sollte man seine Freunde besser behandeln.

Drei Formen des persönlichen Dilemma:

  1. Das Dilemma zwischen Sehnsucht und Realität
  2. Das Dilemma zwischen Wissen und Handeln
  3. Das Dilemma zwischen Sicherheit und Entwicklung

„Unsere inneren Konflikte zwischen Vernunft und GefĂĽhl entstehen immer dann, wenn wir das Ganze nicht mehr sehen können, wenn wir zulassen, dass sich unsere Perspektive immer mehr verengt.“ (S. 54) => es gibt keinen „Weg des Herzens“ und keinen „Weg des Verstandes“. Die Trennung ist kĂĽnstlich.

„Je mehr wir besitzen, desto größer wird das BedĂĽrfnis, es gegen Verlust abzusichern.“ (S. 61)

Das Dilemma besteht darin, dass wir Veränderung hassen und uns zur selben Zeit danach sehnen. Wir wĂĽnschen uns, dass alles bleibt, wie es ist und trotzdem ständig besser wird.“ (S. 63)

„[FĂĽrsten] mögen wohl, dass man ihnen hilft, jedoch nicht, dass man sie ĂĽbertrifft.“ (S. 65)

=> es nicht besser wissen als dein Herr, kein Mitbewerber sein, keinen Widerspruchsgeist hegen. Unserem Vorgesetzten beweisen zu wollen, dass wir klüger sind als er, ist eine Dummheit par excellence. Das ist besonders für scharfsinnige Menschen gefährlich.

„Gespräche mit Vorgesetzten erfordern unsere ganze Aufmerksamkeit, um nicht das ErwĂĽnschte hineinzuinterpretieren und das Verhasste zu ĂĽberhören [und umgekehrt!, Anm.]. Wie Luchse sollten wir den wahren Absichten unserer Vorgesetzten nachspĂĽren.“ (S. 68)

„Wenige Menschen fĂĽhren auf eine redliche Art Krieg.“ (S. 69)

„Viele Menschen waren hoch geachtet, solange sie von keinem als Mitbewerber gesehen wurden.“ (S. 70)

Eigenlob stinkt: „Die Klugen haben erkannt, dass der gute Ruf immer aus den Energien entsteht, die man bei anderen auslöst, nie durch das, was man von sich selbst behauptet.“ (S. 92) => Tu Gutes und lasse andere darĂĽber reden.

Wichtig vs. dringend: „Schenkt man den dringenden Dingen zu viel Aufmerksamkeit, werden die wichtigen irgendwann dringend, und man ist gezwungen, unter Druck zu entscheiden.“ (S. 107)

„Nicht mehr zuzuhören, weil man schon weiß, was der andere sagen wird, schränkt die eigenen Handlungsmöglichkeiten ein.” (S. 162)

„Je leichter etwas scheint, desto mehr Disziplin und Meisterschaft stecken dahinter.“ (S. 164)

News machen süchtig: „Für den Schweizer Bestsellerautor Rolf Dobelli sind News das für den Geist, was Zucker für den Körper ist.” (S. 166)

Selbstveredelung beginnt mit Neugier: „Ein veredelter Mensch ist vor allem ein neugieriger Mensch. Er ist neugierig darauf, mehr über sich selbst und andere Menschen zu erfahren. Mehr noch, er ist neugierig auf die ganze Welt.” (S. 173)

Der Mut zur Schönheit in unserem Leben (S. 178)

→ Man muss auch den Mut haben, sich sein Leben schön zu machen bzw. es seine Schönheit entfalten zu lassen. Selbstsabotage zerstört viel Schönheit oder macht gegenüber Schönheit misstrauisch: Kann/darf es so schön/einfach sein?