­čÖőÔÇŹÔÖé´ŞĆ Markus Hengstschl├Ąger: Wie manage ich (m)ein Talent?

Vortrag bei der Bundestagung der JW, 29. September 2017 in Salzburg

Gedanken, die ich mir mitnehme

„Eine Idee muss man haben, aber die muss einem nicht selber einfallen,“ sagt der Scheich von Kuwait.

Der Unterschied zwischen einem Experten und einem Nicht-Experten: Der Experte rechnet trotzdem aus, was er gar nicht ausrechnen kann.

„Wir brauchen in ├ľsterreich auch immer einen Schuldigen.“

„Die Generation Y ist keine Mutation.“

  • Die Generation davor hat die Gen Y erzogen. Da kommt einiges an Herausforderungen aus der Eltern-Generation, die ihre W├╝nsche auf die Gen Y ├╝bertr├Ągt.

Alles, was wir in ├ľsterreich haben, sind die Talente. Wir haben keine Rohstoffe, wir sind kein Billigproduktionsland. Aber wir richten uns in ├ľsterreich ganz stark am Durchschnitt aus („Was haben die anderen f├╝r eine Note bekommen?“).

  • „In ├ľsterreich kommt jeder Mensch als Individuum zur Welt und muss sich ein Leben lang dagegen wehren, als Kopie wieder zu sterben.“

Wir glauben in ├ľsterreich, dass man ein Talent ist, nicht eines hat: „So was hat man, oder man hat es nicht.“

  • Aber das ist ein Irrtum!

„Die genetische Individualit├Ąt ist verschwindend gering.“

  • 99,9% der Genetik meines Sitznachbars ist gleich. Mein Nachbar ist nur 0,01% anders als ich.

Erfolg entsteht durch ├╝ben, ├╝ben, ├╝ben. Aus der winzigen Individualit├Ąt etwas Besonderes machen!

„├ťben, ├╝ben, ├╝ben f├╝hrt eben nicht bei jedem zum Gleichen.“

  • Aber dort ├╝ben, wo man auch Leistungsvoraussetzungen hat. „Und Finger weg vom Rest!“
  • „In der Schule sind wir aber genau dort flei├čig, wo wir null talentiert sind.“
  • Aber: „Nicht jedes Kind mit vier Nicht Gen├╝gend ist ein Genie.“

Dazu muss man aber erst mal wissen, was das eigene Besondere eigentlich ist. Man muss das erfahren k├Ânnen und auch darin best├Ąrkt werden, den Mut zu haben sich wo hinzustellen, wo sonst keiner steht.

Intrapersonelle Kompetenz: „Jeder Mensch muss wissen, was er kann.“

  • Damit wei├č ich dann auch, was ich nicht kann.
  • Das sollten die Kinder schon in der Schule ausprobieren k├Ânnen und lernen.

Interpersonelle Kompetenz: Menschen finden und Teams bilden mit Menschen, die das k├Ânnen, was ich nicht kann.

„Wir m├╝ssen den Karren der Zukunft aus dem Dreck ziehen. Das muss jede Generation ├╝brigens.“

Hengstschl├Ąger zeichnet ein Bild von einer Zukunft, in der Talente gef├Ârdert werden und wie das das Leben in ├ľsterreich verbessern w├╝rde.

  • Er macht damit Mut, begeistert, regt zum Nachdenken an.
  • Die konkreten Inhalte sind zweitrangig. Das Publikum wird diesen Vortrag aber sicher in guter Erinnerung behalten.
  • Er ist auch ein guter Redner, mit zwei Schwerpunkten: Entertainment und Visions.
  • Was er macht, ist lustig, wirklich sehr lustig. Praktisch ein Kabarett, da kommt ein Schm├Ąh nach dem anderen. Einem Kabarettisten absolut w├╝rdig.
  • Er redet auch in der Umgangssprache. Er erz├Ąhlt von seiner Familie. Er ist total ├Âsterreichisch, redet vom WIFI und von Linz. Er redet selbstironisch ├╝ber seine Berufsgruppe und ├╝ber Experten.

Mehr dazu: Markus Hengstschl├Ąger: Die Durchschnittsfalle