Andy Holzer: Den Sehenden die Augen öffnen (2020)

Vortrag am JW Summit, 25. September 2020 

Er erzählt seine Geschichte nicht, um Bewunderung oder Staunen auszulösen. „Diese emotionalen Tätigkeiten” führen uns nirgendwo hin. Er will, dass man in seiner Geschichte sich selbst wiederfindet. 

Das wirklich Wichtige lernt man nicht in der Schule, sondern „in der Beobachtung von kleinen Kindern” – z.B. wie Kinder Sprache erlernen, ganz ohne Grammatik und Vokabelheft. Oder aufrecht zu gehen – wie schwer das später Menschen fällt, die Verletzungen haben!

Was können wir Unternehmer von Kindern abschauen?

  • Kleine Kinder wissen nicht, was eine Krise ist. Sie kennen den Unterschied zwischen Chance und Krise nicht. Sie machen einfach, „weil sie’s spürn”!
  • Wir müssen das Kind in uns pflegen: Unternehmer sind auch ein bisschen vorwitzig und nehmen nicht immer alles ganz ernst.

Die Energie wird „viel zu viel in die Rahmenbedingungen gesteckt”: „Je nachdem, wie viel Jaus’n wir mithaben, so weit können wir gehen.” Kann man machen, aber dann ist man halt in der Wandergruppe des Mainstreams unterwegs, wo alle anderen auch mitwandern. 

  • „Ich lasse mir nicht vom ersten Tag an definieren”, welche Möglichkeiten ich habe und welche nicht. 

„Wenn man wirklich erfolgreich sein will, muss man sich auch als Sehender auf die Blindheit einlassen.” 

  • Nämlich immer dann, wenn man außerhalb der eingefahrenen Spuren sein Business zum Erfolg bringen will.

„Das Passantentum ist uns vom Schöpfer mitgegeben worden.” Wir alle sind Passanten, und der Passant merkt gar nicht, dass er gerade ein Passant ist. Er meint es nicht böse, das ist halt einfach so.

„Nicht im Scheinwerferlicht ist das Glück zu suchen. Der Schlüssel liegt meistens außerhalb vom Spot, nämlich dort, wo niemand sucht.”

„In der Ungewissheit ist mehr Potenzial als in der Gewissheit.” Weil dort sind ganz wenig Menschen, die dort das Potenzial abgreifen.

Als Berater darf man „dynamisch führen“ und „kurz eingreifen – aber nur kurz, man darf nicht ewig g’scheit sein!”

„Es macht einen nicht schlechter und nicht schwächer, wenn man sagt, man ist demütig.”

„Die gepflegte Abhängigkeit bringt uns zum Summit.“

„Einen Rückschlag sehe ich als Schwungholen für den nächsten Paukenschlag.”
„Nutzt die ganz kurze Zeit”, die wir auf dieser Welt haben! „Der Lohn folgt auf dem Fuß, wenn du mutig bist.”

Siehe auch: Zusammenfassung am JW Blog