Brigitte und Ehrenfried Conta Gromberg: Smart Business Concepts (2016) 📙

B

Vorwort

„Ein ĂŒberzeugendes Entrepreneurial Design ist meist das Ergebnis eines beharrlichen, hartnĂ€ckig-konsequenten Arbeitens an der Lösung eines Problems.” (S. 4)

  • Bildhauer-Technik (S. 105): „Es geht nicht um den Groschen, der plötzlich fĂ€llt, sondern in der Regel um eine Reihe von Impulsen. [
] Warten Sie nicht auf einen Geistesblitz. Erzeugen Sie eine Reihe von Mini-Blitzen. Arbeiten Sie wie ein Bildhauer: Skizzieren – wegnehmen – skizzieren – wegnehmen.“

EinfĂŒhrung

„Smart Business Concepts sind GeschĂ€ftskonzepte, die die eigene Freiheit erhalten.” (S. 12)
Der biografische Ansatz (S. 18)

  • „GeschĂ€ftsmodelle sind Lebensmodelle.“
  • Die wichtigste Frage ist: Welches GeschĂ€ftsmodell entspricht Ihnen am meisten?

Schritt 1: Bei sich selbst starten

„Bei der rein [!] an der eigenen Nasenspitze ausgerichteten Vorgehensweise wird meist am Markt vorbei bedacht. Ein nettes, kleines GeschĂ€ft wird eröffnet, trĂ€gt sich aber nicht.” (S. 30)

  • vgl. Derek Sivers: The Entrepreneur’s „Happyplace“,
  • vgl. Dan Miller: Three legged stool

Schritt 2: Den Blick weiten

S. 41: Die neuen smarten UnternehmerInnen

  • Wollen Unternehmer sein um der UnabhĂ€ngigkeit willen
  • Definieren „Unternehmen” nicht nach GrĂ¶ĂŸe
  • Arbeiten smart und denken smart
  • Schaffen hĂ€ufig „Anwendungs-Innovationen“
  • Formen ihre eigenen MĂ€rkte und Marken
  • Bauen Netzwerke, keine Hierarchien
  • Verbinden Business und Ethik (Werte-Orientierung)
  • Sehen Erfolg als Voraussetzung gesellschaftlicher VerĂ€nderung
  • Vermeiden langlaufende Bindungen
  • Wollen persönlich frei bleiben

=> Die neuen smarten Unternehmer definieren Erfolg neu (vgl. Heide Schmidt)

„Sich einfach in eine neue Sache stĂŒrzen, ist daher nicht die Antwort. Es geht nicht darum, dass Sie etwas Neues anfangen. [
] Also gilt es, die neue Idee mit Bedacht zu setzen und genau hinzuschauen.” (S. 42)

Neues Denken (S. 43)

  • Sie können verschiedene Rollen parallel haben.
  • Sie können in vielen Bereichen professionell sein.
  • Sie können das, was Sie sich zutrauen.

S. 51: Was ist ein Solopreneur?

  • Alleiniger Inhaber seines Unternehmens.
  • Arbeitet prozessorientiert (kein Projektarbeiter).
  • Ist Entrepreneur und kein klassischer SelbstĂ€ndiger.
  • Hat ein oder mehrere Smart Business Concepts.
  • Hat keine Angestellten (das wĂ€re der klassische Unternehmer). 

„Ziehen Sie systematisch alte und neue Dinge auf die „Werkbank der Gedanken”. Holen Sie gezielt Dinge in Ihr kreatives Feld, die Sie fĂŒr die Entwicklung Ihrer Idee brauchen. Kombinieren Sie systematisch. Halten Sie Ergebnisse fest.” (S. 45)

  • Alles davon ist soooo wichtig – auch und gerade fĂŒr mich!

„Es ist ein Mythos, dass junge Menschen die besseren Ideen haben. Sie setzen hĂ€ufig nur schneller um.” (S. 46)

„Viele SelbststĂ€ndige leben in einer höheren Fremdbestimmung als Angestellte oder Chefs. Das nennen wir die Dienstleisterfalle.” (S. 52)

Schritt 3: Die SteuerrÀder Ihrer Zukunft in die Hand nehmen

Die SteuerrÀder Ihrer Zukunft (S. 62)

Steuerrad 1Ihre Inhaberschaftdas zentrale Steuerrad„Solopreneur zu sein bedeutet nicht, dass Sie alleine arbeiten. Sie können sich vernetzen, mit anderen kooperieren und viele andere Formen der Zusammenarbeit ausprobieren – nur: Geben Sie keine Firmenanteile! Schon gar keinem Investor. Die bleiben draußen (bis zum Verkauf
.).” (S. 64)
Steuerrad 2Ihre Markedas strategische Steuerrad„Ihre „Wiedererkenner” und zentralen Kommunikationsadressen mĂŒssen juristisch sauber Ihr Eigentum sein.” (S. 65)
Steuerrad 3Ihre Finanzendas operative Steuerrad„Das Steuerrad Finanzen betrifft aber nicht nur Ihren Kontostand. Es ist eine ganze Philosophie. Es geht um das sparsame, punktgenaue Arbeiten mit eigenem Geld. [
] Von da her mĂŒssen Sie jeden Euro umdrehen und an anderer Stelle sparen. Aber dies ist der Weg in die UnabhĂ€ngigkeit. Kein anderer.” (S. 66)
Steuerrad 4Ihre Kundenschwer zu steuern„Wann steuern die Kunden Sie? Wenn Kunden Anspruch auf Support haben. … Wenn Kunden NĂ€he suchen. (AtmosphĂ€re) 
” (S. 67)
„Übernehmen Sie das Steuerrad, wann und wie der Kunde sein Produkt bekommt. [
] Ersetzen Sie Hand- oder Kopfarbeit durch gute, kundenorientierte [und klare!] Prozesse.” (S. 67)
„Es geht in unserem Buch um QualitĂ€t. [
] Beispiel Support: Ihr Produkt muss so gut sein, dass es keinen Support benötigt.” (S. 67)
Steuerrad 5Ihre Mitarbeiterauch schwer zu steuern„Wenn Sie irgendwo fĂŒr einen Mitarbeiter Mama oder Papa geworden sind, haben Sie einen Fehler gemacht: Menschlich wie organisatorisch.” (S. 68)
„Sie sehen die Partner selten. Wer sich fĂŒr ein Smart Business Concept entscheidet, sollte sich dessen bewusst sein. Sie sind nicht weniger sozial, aber anders sozial.” (S. 68)
Steuerrad 6Ihre Softwaresteuerbar halten„Ihre Datenhoheit ist wichtig. Behalten Sie Ihre Daten in Ihrer Hand!” (S. 70)
Nutzen Sie professionelle Fremdsysteme Nutzen Sie nur Systeme, die Sie selbst bedienen können. Arbeiten Sie sich in die angewandten Systeme / Programme ein. BeschrÀnken Sie sich auf wenige Software-Systeme. Faustformel: Weniges richtig.
„Frei sind Sie, wenn Sie [
] so wenig Fixkosten wie möglich haben.” (S. 70)
Steuerrad 7Ihr Officesteuert Ihre Komfortzone„Entscheidend ist: Geben Sie das Steuerrad „Arbeitsplatz” nicht aus der Hand. Bestimmen Sie, von wo Sie arbeiten!” (S. 71) 
Steuerrad 8Ihre Zeitdas entscheidende Steuerrad„Wenn Sie das Steuerrad Ihrer persönlichen Zeit in der Hand behalten wollen, mĂŒssen Sie mit Ihrer Zeit extrem sparsam umgehen.” (S. 72)
„Ihr Gradmesser fĂŒr frei variable Zeit ist ein Kalender ohne Termine.” (S. 72)
Wie können Sie Leistung fĂŒr andere bringen, OHNE anwesend zu sein? Meiden Sie immer wiederkehrende Termine. Schaffen Sie Produkte, in denen Sie den Liefertermin bestimmen. Vermeiden Sie regelmĂ€ĂŸige Verpflichtungen.

„Andere Menschen verfolgen andere Interessen. Geben Sie Ihre SteuerrĂ€der niemals aus der Hand! Widerstehen Sie allen gutmeinenden (oder auch bösmeinenden) Versuchen anderer, die Ihnen ins Steuerrad greifen.  Der Verlust eines Steuerrads ist der Verlust von UnabhĂ€ngigkeit und damit der Verlust Ihrer Freiheit. Vertrauen Sie keinem anderen Menschen, wenn es um die Steuerung Ihres Smart Business Concepts geht. [
] Kunden und andere externe Partner werden niemals so viel ĂŒber Ihr Business nachdenken wie Sie. Also werden sie Prozesse, Absprachen oder Vertragsklauseln einfĂŒhren, die Ihnen ins Steuerrad greifen. [
] Seien Sie an dieser Stelle nicht bequem. Fassen Sie nach und lassen Sie den Eingriff nicht zu.” (S. 63)

S. 69: Super Organigramm fĂŒr ein Lifestyle Business 

Schritt 4: GeschÀftsmodelle verstehen und modellieren

S. 76: GeschĂ€ftsmodelle „modellieren” = von bestehenden GeschĂ€ftsmodellen ausgehen und anpassen an die eigenen BedĂŒrfnisse.

  • „Die neuen Ideen gingen fast alle auf bekannte GeschĂ€ftsmodelle zurĂŒck. Über 90 % waren Übertragungen. Seien Sie also nicht zu kreativ.” (S. 76)
  • „Etwas gĂ€nzlich Neues zu erfinden ist gefĂ€hrlich. Modellieren Sie – aber nicht zu viel auf einen Schlag.” (S. 77)
  • „Seien Sie konsequent, nicht innovativ.” (S. 98)
  • Bildhauer-Technik

„Es geht bei einem Smart Business Concept darum, mehr Erfolg zu haben bei gleichzeitig sinkender Arbeitslast. Automatisierte Prozesse sind ein SchlĂŒssel zu Ihrer eigenen UnabhĂ€ngigkeit.” (S. 77)

  • „Die meisten Menschen sind ein wesentlicher Bestandteil des GeschĂ€ftsprozesses, ĂŒber den sie ihren Lebensunterhalt verdienen.” (S. 78) Und das ist ein Problem, weil das ihre UnabhĂ€ngigkeit untergrĂ€bt.

„Delegieren Sie an Komponenten.” (S. 79)

  • Das ist ein Mindset-Shift fĂŒr mich!

Die Einfachheit des GeschĂ€ftsmodells als ErfolgsschlĂŒssel (S. 80)

  • Halten Sie Ihre Steuerzentrale einfach.
  • Halten Sie Ihre Prozesse einfach.

„Neue Ideen nicht von den AblĂ€ufen her zu denken, kann ins Auge gehen. „Jetzt mache ich, was ich schon immer wollte” ist nicht die Formel fĂŒr UnabhĂ€ngigkeit.” (S. 81)

  • Soooo wichtig fĂŒr alle Lifestyle Entrepreneure, die sich selbst verwirklichen wollen. Das sollten sich alle Lifestyle Entrepreneure hinter die Ohren schreiben.

Schritt 5: Ein WOW!-Angebot schaffen

WOW-Angebot: „Lösen Sie ein Problem, fĂŒr das Sie bisher noch keine ĂŒberzeugende Lösung gesehen haben.” (S. 94)

  • Darum ist B41 ein WOW!-Angebot: Ich habe bisher nichts annĂ€hernd Vergleichbares gefunden.
  • „WOW – HĂ€ufig ist es einfach nur die Konsequenz.” (S. 94); es reicht schon, konsequenter als die anderen zu sein „to make better things”; WOW ist einfach, kein Ergebnis eines unnachahmlichen Genies.
  • „Steht das Angebot in GrundzĂŒgen, machen Sie es WOW.” => WOW-isierung ist ein unendlicher Prozess; vgl. Markenkontaktmanagment.
  • WOW muss wirklich WOW sein, nicht nur ein bisschen besser als die Konkurrenz; also z.B. doppelt so gut, doppelt so einfach, halb so teuer
 (S. 96)

Welche der vorgestellten 18 bewĂ€hrten GeschĂ€ftsmodelle passen fĂŒr mich?

#7 Package„Dieses Modell besteht aus dem Faktor Bequemlichkeit und Zeitersparnis.” (S. 114) „Die Kombination ist dabei das Interessante.” (S. 114) Ich bin ein Verbinder (vgl. LSB-Kick-Off) Ich arbeite an der Schnittstelle von Wirtschaftskompetenz und Lebenskompetenz.
#8 Spezialautor„GrĂŒnden Sie gleich einen eigenen kleinen Verlag und vermarkten Sie von Anfang an alle Ihre Publikationen gezielt selbst.” (S. 117) Duh! Genauso hat es KEA auch immer gemacht – und macht es EBCL bis heute! „Förster & Kreuz kĂŒndigten z.B. 2015 an, nicht mehr ĂŒber Fremdverlage zu publizieren.“
#9 Public Speaker / Eigenes ProgrammStage-Konzept: Große Gruppen (ab 100 Personen), Events, vgl. Tony Robbins; USA (S. 117) Seminar-Konzept: Kleinere Gruppen, GesprĂ€chsatmosphĂ€re, vgl. KEA; DACH
Das Vorgehen (S. 118) Ein eigenes Programm aufbauen und damit touren Was genau ist ein „Programm”?Sowas wie das WIFI Kursbuch: Ein Programm ist sozusagen mein Lehrplan, mein Curriculum, mein Portfolio Oder eher wie ein Kabarett-Programm? Die Seminare bauen in einem Kurs-System aufeinander auf Nutzen: Erlebnis und fachliche oder persönliche Weiterbildung In der Regel gibt es das Programm auch als Video oder Audio-Kurs

Wissensprodukte skalierbar platzieren (S. 116)

  • „Der Bereich der Wissensprodukte wĂ€chst und wird in Zukunft eine immer grĂ¶ĂŸere Rolle spielen.“
  • „FĂŒr Experten aller Art ist Publishing ein gut erreichbarer Markt.“
    • => Das ist eine wunderbare Nachricht! 🙂 Es ist leicht, Wissensprodukte zu veröffentlichen und zu ver-markten. Es gibt viele MĂ€rkte und Plattformen fĂŒr Wissensprodukte, und sie sind leicht zugĂ€nglich = es gibt wenige Markteintrittsbarrieren. Und: Es werden immer mehr!
  • „Auch Seminare sind skalierfĂ€hig (Zahl der Teilnehmer).“
    • vgl. Stage vs. Seminar
  • „Im Internet entstehen immer mehr neue WissensmĂ€rkte.“
    • = Der Markt wĂ€chst!
  • „Experten sind schlecht kopierbar, da die Person die Marke ist.“

Orientierungsbedarf ins Internet auslagern (S. 120)

  • vgl. Out-teach your competition
  • „Der Interessent muss sich zunĂ€chst selbst in das Thema einarbeiten. Bestimmte Vorentscheidungen sind immer Ă€hnlich. Ein erster Schritt kann sein, diesen Orientierungsprozess in das Internet zu verlagern. Integrieren Sie auf Ihrer Website einen einfachen Prozess, der schnell und einfach bei Vorentscheidungen hilft.“
  • vgl. Dan Miller mit seinen Checklisten und Quizzes
  • Youtube-Videos erfĂŒllen diesen Zweck sicher auch wunderbar.

Schritt 6: Die Kraft des Internets nutzen

Ihre E-Mail-Liste ist wichtiger als Ihre Website (S. 146f)

  • Ich weiß das. Ich verstehe das. Aber ich habe dieses ganze e-Mail-Marketing fĂŒr mich noch nicht geknackt.
  • „Das HerzstĂŒck Ihres Internet-Erfolgs ist Ihre wachsende E-Mail-Liste.“
  • „Nutzen Sie auf jeden Fall ein professionelles Mailing-System, mit dessen Hilfe Sie einfach Mailing-Listen verwalten können.“
  • „Sammeln Sie ĂŒberall” Newsletter-Abonnenten
  • „Ein Newsletter ist K E I N E  Werbung. Er ist GesprĂ€ch.“
  • „Bieten Sie gute Infos + gute Angebote. Ein gutes Angebot ist eine gute Info!“
  • „Die QualitĂ€t Ihres Inhaltes ist der SchlĂŒssel zum Erfolg, nichts anderes.“

Schritt 7: Positionierung und Marketing

Verstanden werden (S. 164)

  • „Viele Angebote werden nicht verstanden.“
  • „ErklĂ€ren Sie nicht, was selbstverstĂ€ndlich ist. Arbeiten Sie heraus, was Sie unterscheidet. Wo sind Sie A N D E R S ? Lassen Sie alles andere weg. Wirklich: Lassen Sie es weg.“

Schritt 8: Cashflow, Finanzen und Vermögen

Sparrate

  • „Versuchen Sie, eine Sparrate von mind. 10% einzuhalten.” (S. 189)

Schritt 9: Von Anfang an smart mit seiner Zeit umgehen

Dem Alltag die Vorfahrt lassen (S. 198)

  • „Die meisten Ideen werden niemals umgesetzt, weil wir dem Alltag die Vorfahrt lassen.“

Zum Austausch die Besten holen (S. 202)

  • „Holen Sie sich zum Austausch die Besten. Und diese haben kein großes Ego und können zuhören.“
  • „Gezielt die halb fertige Idee Menschen zeigen, die din der Lage sind, Feedback zu geben.“

Das könnte dich auch interessieren…


Entdecke mehr von schmatzberger.com

Subscribe to get the latest posts sent to your email.