Camo App

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Camo ist eine App, mit der man sein Handy zu einer tipp-topp Videokamera machen und eine Vielzahl von Einstellungen vornehmen kann.

Unlängst hat Apple sein Betriebssystem iOS 16 vorgestellt. Damit werden viele Funktionen, welche die Camo App bisher kostenpflichtig angeboten hat, ins Standardrepertoire eines iPhones aufgenommen („Continuity Camera“) – ohne zusätzliche Kosten für die Kund*innen.

Die Frage stellt sich also: Warum soll ich für eine App bezahlen, wenn ich fast alle Funktionen auch gratis haben kann?

Und wie reagiert Reincubate, der Hersteller der Camo App, darauf? In beeindruckender Weise. Ganz offen, verständlich und transparent wird das Thema auf der Website angesprochen. Alle Fragen, die sowieso in den Köpfen der User*innen herumschwirren, werden gut nachvollziehbar beantwortet. Ehrlich und informativ, im Sinne besten Kund*innnen-Services. Natürlich streicht Reincubate die Vorzüge der eigenen App hervor, aber sie verschweigen auch nicht, was „Continuity Camera“ unter iOS 16 kann.

Ich denke, das ist genau die richtige Strategie in dieser existenzbedrohenden Situation für Camo: Offen, ehrlich und sympathisch zu kommunizieren. Nicht manipulierend, nicht überredend, sondern möglichst überzeugend. Darauf vertrauend, dass die User*innen die richtige Entscheidung für sich treffen werden.

Wird es gelingen, dadurch alle Kund*innen zu halten? Nein, sicher nicht. Aber es wird gelingen, einige Kund*innen zu halten, die der Camo App gerade wegen dieser sympathischen Art den Vorzug geben, obwohl sie vieles davon woanders gratis haben könnten.


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