Chris Williamson: 10 Reasons Why You Shouldn’t Leave Your Job

Youtube-Video vom 8. September 2021

You’re only accountable to yourself. Ein Job gibt dir Struktur und Accountability (vor), in der Selbständigkeit musst du dir das alles selbst schaffen. Niemand ermahnt dich, wenn du nicht rechtzeitig in die Arbeit kommst. Niemand konfrontiert dich, wenn du nicht dein Bestes gibst. Es ist anstrengend, gleichzeitig der Chef und der Mitarbeiter zu sein (”the organgrinder and the monkey”).

Never knowing when you’re finished. Viele machen sich selbständig, weil sie sich mehr Zeit-Freiheit wünschen. Aber selbständig zu sein bedeutet auch, dass es immer noch etwas zu tun gibt. Irgendwann entsteht ein “permanent sense of unfinished work”. Diese ”ambient to-do list anxiety” macht dich aber überhaupt nicht produktiver.

Attaching your sense of self-worth to the success of your business. Wenn’s dem Business gut geht, geht’s dir auch gut. Und wenn’s im Business nicht läuft, leidest du darunter – auch dann, wenn die Ursachen dafür gar nicht in deinem Einflussbereich liegen und du eigentlich alles richtig gemacht hast. Natürlich liegt dir dein Business am Herzen. Natürlich willst du deine Arbeit gut machen und anderen Menschen damit helfen. Aber was passieren kann, ist, dass dein “emotional investment” sich verwandelt in “identity attachment”. Du bist nicht dein Business!

Permanently having to create your own motivation. In einem Job kommt die Motivation manchmal von anderen Kollegen, aus den Regeln der Firma oder aus der Unternehmenskultur. Aber dieses Netz ist nicht mehr da. Wenn du es nicht machst, macht es keiner. Und du hast niemanden, der dich motiviert – außer dich selbst. “This can become absolutely exhausting.”

Holidays and downtime barely exist. Dein Wettbewerbsvorteil ist, dass du kleine Details wahrnimmst, die deine Konkurrenz nicht sieht. Dass du kreativer bist und konsistenter. “That’s your superpower.” Aber: Das bedeutet auch, dass es sehr schwer ist, ganz abzuschalten. Selbst wenn du irgendwohin auf Urlaub fährst, wird der Kopf immer noch an deinem Arbeitsplatz sein. Dabei wäre Abstand so wichtig für deine Kreativität und den klaren Blick auf das Wesentliche.

Never being certain if what you’re working on next is the right thing. Weil es keine standard operating procedures und keine Gewissheiten gibt, verwendest du viel Zeit zum Nachdenken (und Grübeln) statt zum Handeln. Wenn du im Job nicht weißt, was du tun sollst, kannst du deinen Chef fragen (und damit auch die Entscheidung und die Verantwortung für die Entscheidung delegieren). Wen fragst du jetzt?

No assurances about income. Viele machen sich selbständig mit dem Wunsch, endlich für sich selbst zu arbeiten und das Geld für ihre gute Arbeit endlich für sich selbst zu behalten. Aber: Es gibt keine Garantien. “The market doesn’t give a single sh*it about you. It doesn’t care how hard you work. You can do absolutely everything right – and watch your revenue chopped in half next month.” Du musst dich wirklich fragen, ob du mit diesem unsicheren Einkommen umgehen kannst. “Really think about it.” “Watching your financial security get ragged around at the mercy of market forces isn’t fun.”

It’s much harder to get a mortgage. Selbständige sind weniger kreditwürdig als Angestellte. Damit wird’s schwerer mit dem Eigenheim, wenn’s die Bank mitfinanzieren soll. Oder auch mit der Mietwohnung, by the way.

Paperwork. Das meiste davon wirst du selbst machen müssen, selbst mit einem Team.

Always feeling like your work could have been better. “If there is one way to turn a love into a labour, it’s to monetize it.” Weil du allein für die Qualität deiner Arbeit verantwortlich bist, wirst du viel Zeit mit Doublechecks und Triplechecks verbringen.

Deswegen frag dich ernsthaft: “WARUM überlegst du dir, dich selbständig zu machen?”

  • Ja, die Selbständigkeit bietet dir viele Freiheiten, die du im Job nicht hast.
  • Aber: Die Selbständigkeit ist mit (emotionalen) Kosten verbunden, die dir in einer Anstellung erspart bleiben. Möchtest du diesen Preis wirklich bezahlen?