Dale Carnegie: Sorge dich nicht — lebe! (1984) 📙

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Meine Notizen

Vorwort

Wie Dale Carnegie gelernt hat, nützlich zu sein:

„Und da sie [seine Studenten] den Unterricht in Raten bezahlten – womit sie gleich aufhörten, wenn sie keine Ergebnisse erzielten – und da ich kein Gehalt erhielt, sondern Umsatzprovision, musste ich praktisch denken, wenn ich essen wollte. […] Ich musste meine Studenten motivieren. Ich musste ihnen helfen, ihre Probleme zu lösen. Ich musste jede Unterrichtsstunde so anregend gestalten, dass sie Lust hatten, wiederzukommen.” (S. 11)

Unser Problem ist nicht Unwissenheit, sondern Tatenlosigkeit.” (S. 14)

Erster Teil — Was Sie über Ihre Sorgen und Ängste wissen sollten

Man bereitet sich auf seine Zukunft am besten vor, wenn man sich mit seiner ganzen Intelligenz und Begeisterung darauf konzentriert, die Arbeit von heute auch heute ganz vorzüglich zu leisten. Das ist die einzig mögliche Methode, sich auf die Zukunft vorzubereiten. (S. 25)

Das Vater Unser lehrt uns, nur um das tägliche Brot zu bitten. Das tägliche Brot ist die einzige Art von Brot, die wir essen können. (S. 25)

„Selbstverständlich müssen Sie sich Gedanken über das Morgen machen, ja, ganz genaue Gedanken, und Sie müssen es planen und vorbereiten. Aber Sie dürfen keine Angst haben.” (S. 26)

„Ein Sandkorn nach dem andern… eine Arbeit nach der andern.” (S. 29)

„Jeder Mensch kann seine Arbeit tun, wie schwer sie auch ist, für einen Tag. Jeder Mensch kann freundlich sein, geduldig, mitfühlend, rein, bis die Sonne untergeht. Und das ist alles, was im Leben wirklich zählt.” (S. 29; Robert Louis Stevenson)

„Eine der tragischsten Eigenschaften der menschlichen Natur ist der Hang, das Leben aufzuschieben. […] Warum sind wir solche Dummköpfe — solche traurigen Dummköpfe?” (S. 31)

„Mein Leben war voll von fürchterlichem Unglück, das meistens gar nicht passiert ist.” (S. 34; Montaigne)

„Kann man noch von Erfolg sprechen, wenn ein Angestellter eine Beförderung mit Magengeschwüren oder Herzbeschwerden bezahlt?” (S. 47)

Sieh den Tatsachen ins Auge! Hör auf, Angst zu haben! Und dann tu was dagegen!” (S. 56)

Zweiter Teil — Die wichtigsten Methoden zum Analysieren von Angst

Ich halte mich an die Fakten…

„Wenn man sich also genug Zeit nimmt und alle Fakten unparteiisch und objektiv sammelt, verschwinden die Sorgen und Nöte im Licht dieses Wissens in den meisten Fällen.” (S. 62)

„Alles, was mit unseren persönlichen Wünschen übereinstimmt, erscheint uns als wahr. Alles andere macht uns wütend.” (S. 63: André Maurois)

Super Ideen zur Marktforschung/Konkurrenzbeobachtung (S. 63f)

  1. Beim Sammeln der Fakten tue ich so, als seien diese Informationen nicht für mich selbst, sondern für jemand anders bestimmt. Es hilft mir, das Material kühl und sachlich auszuwerten.
  2. Wenn ich Unterlagen zu dem Problem, das mir Angst macht, zusammentrage, bilde ich mir manchmal einfach ein, dass ich ein Anwalt der Gegenpartei sei, mit anderen Worten, ich bemühe mich, alle Fakten zu bekommen, die gegen mich sprechen.
  3. Bittere Erfahrungen haben mich gelehrt, dass sich Informationen leichter analysieren lassen, wenn man sie aufgeschrieben hat.

„Die Erfahrung hat mich immer wieder gelehrt, wie enorm wichtig es ist, eine Entscheidung zu treffen. Die Menschen bekommen Nervenzusammenbrüche oder machen sich das Leben zur Hölle, weil sie nicht imstande sind, klar auf ein Ziel hin zu denken, und nicht aufhören können, sich mit ihren Gedanken wie verrückt im Kreis zu drehen. Ich habe festgestellt, dass bereits fünfzig Prozent meiner Nöte verschwunden sind, wenn ich zu einer sauberen und definitiven Entscheidung gelangt bin. Und noch einmal vierzig Prozent lösen sich auf, wenn ich darangehe, diese Entscheidung auszuführen.” (S. 67)

Wir sollen handeln. Wenn wir unseren Entschluss nicht ausführen, ist das Faktensammeln und Analysieren völlig umsonst gewesen – nichts als Energieverschwendung.” (S. 68)

„Es schafft Verwirrung und Ängste, wenn man über einen bestimmten Punkt hinaus weiter über das Problem nachdenkt. […] Irgendwann ist der Augenblick da, wo wir uns entscheiden und handeln müssen.” (S. 68; Waite Phillips)

Dritter Teil — Wie man mit der Gewohnheit bricht, sich Sorgen zu machen, ehe man selbst daran zerbricht

So in seine Arbeit vertieft sein, dass man keine Zeit hat, sich Sorgen zu machen. (S. 81)

„Sorgen und Ängste überfallen uns am heftigsten nach der Arbeit und nicht, wenn wir beschäftigt sind. Dann kann die Phantasie Amok laufen und sich alle möglichen lächerlichen Dinge ausmalen und die unbedeutendsten Kleinigkeiten ins Riesenhafte vergrößern. […] In seiner Arbeit aufzugehen und etwas Positives zu tun ist das beste Mittel gegen Sorgen und Angst.” (S. 83f; James Mursell)

„Man ist nur unglücklich, wenn man Zeit hat, zu überlegen, ob man unglücklich ist oder nicht.” (S. 88; George Bernard Shaw)

Also grübeln Sie nicht darüber nach. Spucken Sie in die Hände und machen Sie sich ans Werk!” (S. 88f)

„Häufig verhalten wir uns bei den größten Tragödien in unserem Leben ganz tapfer — und dann lassen wir uns von Kleinigkeiten, von irgend einem Ärger, unterkriegen, die nicht schlimmer sind als Halsweh.” (S. 92)

„Es sind die kleinen Dinge, die zu Mord und Totschlag führen. […] Es sind die kleinen Schläge gegen unsere Selbstachtung, die Würdelosigkeiten, die verletzte Eitelkeit, die die Hälfte allen Kummers auf dieser Welt verursachen.” (S. 93; Frank S. Hogan)

„Disraeli sagte einmal: Das Leben ist zu kurz für Nebensächlichkeiten.” (S. 95)

„Die berühmteste Versicherungsgesellschaft der Welt — Lloyd’s in London — hat unzählige Millionen mit der Schwäche der Menschen verdient, sich über Dinge Sorgen zu machen, die fast nie passieren.” (S. 99)

„Oft denke ich an die Inschrift an einer zerfallenen Kirche in Amsterdam aus dem fünfzehnten Jahrhundert. Auf Flämisch heißt es da: ,So ist es. Es kann nicht anders sein.’” (S. 106)

„Ich mache mir nie Sorgen über die Zukunft, weil ich weiß, dass kein lebendiges Wesen vorhersehen kann, was wirklich passiert.” (S. 112; K. T. Keller)

„Es gibt nur eine Methode auf Gottes grüner Erde, aus der Vergangenheit Nutzen zu ziehen — wenn wir die gemachten Fehler sachlich analysieren, aus ihnen lernen und sie dann vergessen.” (S. 126)

„Es ist mir peinlich, meine Dummheit zugeben zu müssen, doch ich habe schon lange erkannt, dass es leichter ist, zwanzig Leuten zu sagen, was sie tun sollen, als einer der zwanzig zu sein, die das, was ich in meinen Kursen lehre, beherzigen.” (S. 127)

„Ich lernte, dass ich mich bemühen sollte, so wenig Milch wie möglich zu verschütten. Aber wenn ich doch welche vergossen hatte und sie durch den Abfluss gelaufen war, sollte ich die ganze Sache für immer vergessen.” (S. 128; Allen Saunders)

Vierter Teil — Sieben Möglichkeiten zur Entwicklung einer geistigen Haltung, die Ihnen Glück und Frieden bringt

Wir müssen uns über unsere Probleme Gedanken machen, aber keine Sorgen. […] Sich Gedanken machen bedeutet zu erkennen, wo das Problem liegt, und dann ruhig etwas unternehmen, um es aus der Welt zu schaffen. Sich Sorgen machen heißt, sich verzweifelt und hoffnungslos im Kreis zu drehen.” (S. 138)

„Wer seinen Geist besiegt, ist mächtiger als der, welcher eine Stadt einnimmt.” (S. 144)

„Die Menschen ziehen nicht das an, was sie haben wollen, sondern das, was sie sind … Die Gottheit, die das Resultat unseres Strebens bestimmt, liegt in uns selbst.” (S. 150; James Allen)

„Kämpfen wir um unser Glück.” (S. 151)

Eine freundliche Antwort wendet Zorn ab. (S. 157)

„Statt unsere Feinde zu hassen, sollten wir Mitleid für sie haben und Gott danken, dass das Leben uns nicht so gemacht hat wie sie.” (S. 162)

Jesus heilte zehn Leprakranke an einem einzigen Nachmittag — und wie viele bedankten sich bei ihm? Nur einer.[…] Warum sollten Sie und ich […] mehr Dank erwarten für unsere kleinen Gefälligkeiten als Jesus?” (S. 164)

Am besten, wir erwarten keine Dankbarkeit. Wenn sich dann doch einmal jemand bedankt, ist die Freude und Überraschung umso größer. Wenn nicht — ist das auch kein Beinbruch.” (S. 165)

„Wenn wir dankbare Kinder haben wollen, müssen wir selbst dankbar sein können. Vergessen wir nicht, dass kleine Kinder Ohren wie Luchse haben.” (S. 169)

„Sie und ich — wir sollten uns schämen! Alle Tage unseres Lebens haben wir in einem Feenreich der Schönheit gelebt, doch wir waren zu blind, um es zu sehen, zu übersättigt, um uns daran zu erfreuen.” (S. 178)

„Ich kann kein Buch schreiben, das so bedeutend ist wie ein Stück von Shakespeare, aber ich kann eines schreiben, das von mir stammt.” (S. 184; Walter Raleigh)

„Ich habe festgestellt, die Leute strahlen vor Vergnügen, wenn man sich für sie interessiert.” (S. 208)

„Wenn der Mensch der kurzen Spanne seines Lebens auch nur ein wenig Freude entlocken soll, muss er in Gedanken und Plänen die Dinge nicht nur für sich allein besser machen, sondern auch für seine Nächsten, denn die Freude an ihm selbst hängt von seiner Freude an anderen ab und von ihrer an ihm.” (S. 212; Theodore Dreiser)

„Diesen Weg gehe ich nur einmal. Wenn ich also Gutes tun kann, wenn ich jemand meine Zuneigung zeigen kann — will ich es gleich tun. Ich will es nicht aufschieben noch unterlassen, denn ich komme diesen Weg nicht noch einmal vorbei.” (S. 213; Theodore Dreiser)

Fünfter Teil — Der beste Weg, seine Sorgen und Ängste zu besiegen

„Während der vielen harten und sorgenvollen Jahre machte sich meine Mutter niemals Sorgen. Sie hatte keine Angst. Sie kam mit allen Schwierigkeiten zu Gott und betete. Jeden Abend, vor dem Zubettgehen, las meine Mutter ein Kapitel aus der Bibel vor.” (S. 219)

„[Jesus] sprach mehr über Furcht als über Sünde. Die falsche Art von Furcht ist eine Sünde.” (S. 223)

„Auch Jesus war ein Lehrer der „Wissenschaft der Freude”. Er befahl seinen Jüngern: „Freuet euch alsdann und hüpfet!” (S. 223)

„Im Schützenloch gibt es keine Atheisten, heißt es in einem Sprichwort. Doch warum so lange warten?” (S. 228)

DC schrieb sechs Jahre an diesem Buch. Sagt er. (S. 228)

„Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.” (S. 231; Mt 7,7)

„Ich kenne Menschen, die finden, Religion sei etwas für Frauen und Kinder und Pfarrer. Sie brüsten sich, als „ganze Kerle” ihre Schlachten allein schlagen zu können.” (S. 233)

„Das Beten hilft mir, mit Mut und Vertrauen zu boxen.” (S. 233; Jack Dempsey)

Nur wenige Menschen stoßen in ihrem Leben an die Grenzen ihrer inneren Kräfte. Tief in uns gibt es noch verborgene Quellen, die wir nie ausschöpfen.” (S. 235; Richard Byrd)

„Sobald ich meine Sorgen einer größeren Kraft als der meinen anvertraute, durchströmte mich ein Frieden, wie ich ihn seit Monaten nicht mehr erlebt hatte. […] Ich brauchte mich nicht mehr zu fürchten, weil ich Gott die Führung überlassen hatte.” (S. 236f; Glen A. Arnold)

„Wenn wir ängstlich und besorgt sind – warum es nicht mit Gott probieren?” (S. 237)

„Das Beten kann Ihnen viel mehr helfen, als Sie glauben, denn es bedeutet, dass wir handeln.” (S. 237)

„In gewisser Weise ähnelt das Beten dem Aufschreiben der Probleme. Wenn wir um Hilfe bitten — auch wenn wir Gott darum bitten — müssen wir unsere Bitte in Worte fassen.” (S. 238)

„Beim Beten haben wir das Gefühl, dass wir unsere Last mit jemand teilen, dass wir nicht allein sind.” (S. 238)

„Durch das Beten tritt das positive Prinzip des Handelns in Kraft. Es ist der erste Schritt, etwas zu tun.” (S. 238)

„Wenn Sie Ihren Glauben verloren haben, flehen Sie zu Gott, dem Allmächtigen, er möge ihn erneuern.” (S. 239)

Sechster Teil — Wie Sie es schaffen, keine Angst vor Kritik zu haben

„Vergessen Sie nicht: Einen toten Hund tritt man nie.” (S. 243)

„Sollten Sie auch getreten und kritisiert werden, denken Sie immer daran, dass mache Leute dies tun, weil es ihnen ein Gefühl von Wichtigkeit gibt.” (S. 244)

„Gewöhnliche Leute [haben] großes Vergnügen an den Fehlern und Verrücktheiten bedeutender Menschen.” (S. 244)

„Wäre Peary verleumdet worden, wenn er in Washington in der Marineabteilung einen Schreibtischposten gehabt hätte? Nein. Als unauffälliger Beamter hätte er keinen Neid, keine Missgunst geweckt.” (S. 246)

„Inzwischen habe ich begriffen, dass die Leute nicht an Sie oder mich denken und wissen wollen, was man über uns redet. Sie denken nur an sich selbst. […] Schon wenn sie nur ein wenig Kopfweh haben, beschäftigt sie das tausendmal mehr, als wenn sie erfahren würden, dass Sie oder ich gestorben sind.” (S. 248)

„Eines möchte ich allerdings klarstellen: Ich plädiere nicht dafür, alle Kritik zu ignorieren. Ich spreche nur von der unbilligen Kritik.” (S. 248)

Tun Sie, was Sie im Grunde Ihres Herzens für richtig halten — denn kritisiert werden Sie sowieso. Sie werden verurteilt, wenn Sie’s tun, und wenn Sie’s nicht tun, werden Sie auch verurteilt.” (S. 249; Eleanor Roosevelt)

„[Benjamin Franklin] unterzog sich jeden Abend einer gestrengen Selbstprüfung. Er entdeckte, dass er dreizehn große Fehler hatte.” (S. 253)

  • Was wären eigentlich meine dreizehn großen Fehler?

„Jeder Mensch ist mindestens fünf Minuten am Tag ein verdammter Idiot. Diese Grenze nicht zu überschreiten — das ist Weisheit.” (S. 254; Elbert Hubbard)

„Lincoln war Kritik immer willkommen, wenn sie aufrichtig gemeint war, Kenntnisse dahinterstanden und sie als Hilfe gedacht war.” (S. 255)

„Augenblick mal… schließlich bin ich weit davon entfernt, vollkommen zu sein. Vielleicht verdiene ich diese Kritik.Wenn ja, sollte ich dankbar sein und versuchen, daraus zu lernen.” (S. 256)

„Da wir nicht vollkommen sein können, machen wir es wie E. H. Little: Bitten wir um sachliche, nützliche und aufbauende Kritik.” (S. 257)

Siebenter Teil — Sechs Arten, Müdigkeit und Sorgen fernzuhalten und voll Energie und in gehobener Stimmung zu sein

Müdigkeit verursacht häufig Sorgen und Ängste oder macht zumindest anfälliger dafür. (S. 261)

„Ruhe ist nicht eine Sache des absoluten Nichtstuns. Ruhen heißt regenerieren.“ (S. 263; Daniel W. Josselyn)

„Seien Sie locker! Sparen Sie Ihre Energie für wichtige Dinge!” (S. 267)

„Prüfen Sie sich vier- oder fünfmal am Tag und fragen Sie sich: Mache ich mir die Arbeit schwerer, als sie tatsächlich ist?” (S. 270)

Eines der besten Mittel, seine Sorgen abzubauen, ist ein Gespräch mit jemanden, dem man vertraut. […] „Allein vor sich hin zu brüten und seine Sorgen für ich zu behalten verursacht große Nervenanspannungen. Wir alle müssen unsere Schwierigkeiten, unsere Ängste und Sorgen mit anderen Menschen teilen. Wir brauchen das Gefühl, dass es jemand auf der Welt gibt, der zum Zuhören bereit ist und uns verstehen kann.“ (S. 273; Dr. Rose Hilferding)

Wie man jemanden super um Hilfe fragen kann: „Ich brauche Ihren Rat. Ich habe ein Problem und wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir zuhörten. Ich möchte es gern in Worte fassen, und vielleicht können Sie mir raten. Sicherlich sehen Sie ein paar Dinge, die mir entgangen sind. Auf jeden Fall helfen Sie mir außerordentlich, wenn Sie einfach nur dasitzen und mir zuhören, während ich mich ausspreche.” (S. 274)

Interessieren Sie sich für Menschen! Entwickeln Sie ein freundliches, gesundes Interesse an denen, die zu Ihrem Leben gehören.” (S. 275)

„Gute Angewohnheit Nummer eins: Räumen Sie alle Papiere von Ihrem Schreibtisch, die nicht unmittelbar zu Ihrer aktuellen Arbeit gehören.” (S. 278)

„Die Menschen sterben nicht an Überarbeitung. Sie sterben an Unkonzentriertheit und innerer Unruhe.” (S. 280; Charles Evan Hughes)

  • und an Un-Ordnung in ihrem Leben.

„Wenn George Bernard Shaw es sich nicht zur strikten Gewohnheit gemacht hätte, das Wichtigste zuerst zu tun, hätte er als Dramatiker vielleicht keinen Erfolg gehabt und wäre sein Leben lang Bankkassier geblieben. Sein Plan bestand darin, jeden Tag fünf Seiten zu schreiben.” (S. 281)

Eine der Hauptursachen der Müdigkeit ist Langeweile.” (S. 284)

„Langeweile ist die einzige wahre Ursache für verminderte Arbeitsleistung. Bei geistiger Arbeit ist es selten die Arbeitsmenge, die ermüdet. Manchmal ermüdet einen die Arbeit, die man nicht tut.” (S. 286)

„Unsere Müdigkeit entsteht häufig nicht durch Arbeit, sondern durch Sorgen, Frustration und Unzufriedenheit.” (S. 286)

„Wo Ihre Interessen liegen, da sind auch Ihre Energien.” (S. 287)

„Kaltenborn, du musst diese Dinger verkaufen, wenn du essen willst. Und wenn du sie schon verkaufen musst, kannst du dich dabei genausogut ein wenig amüsieren. […] Was du da treibst, ist schließlich genauso lustig, wie auf irgendeiner Bühne Witze zu machen. Warum nicht mit Eifer und Schwung bei der Sache sein?” (S. 291; H. V. Kaltenborn)

„Sich über Schlaflosigkeit Sorgen zu machen schadet mehr als die Schlaflosigkeit selbst.” (S. 294)

„Halten Sie die Augen geschlossen und denken Sie: So lange ich ruhig liegen bleibe und mir keine Sorgen mache, erhole ich mich auf jeden Fall.” (S. 295)

  • vgl. Rasten tu i do!

Eines der besten Schlafmittel ist das Gebet. „Für Menschen, die regelmäßig ein Gebet sprechen, ist es das beste und einfachste Beruhigungsmittel. Es besänftigt Geist und Nerven. Überlass alles Gott – laß los!” (S. 296; Dr. Thomas Hyslop)

„Wenn Sie nicht schlafen können, machen Sie es wie Samuel Untermyer. Stehen Sie auf und arbeiten oder lesen Sie, bis Sie sich schläfrig fühlen.” (S. 299)

Achter Teil — Wie ich meine Sorgen besiegte – 30 Erlebnisberichte

Der Koran sagt: „Gott schuf dich und alle deine Handlungen.” (S. 313)

  • Alles, was du bist und alles, was du tust, ist göttlich. Das ist alles okay. Radical acceptance des Status Quo. Wehre dich nicht dagegen.
  • Aber: Lerne daraus. Sei nicht inaktiv und tu nichts. Strebe danach, immer gottgefälliger zu werden.
  • Aber eben: Gott hat dein Scheitern, deine Verfehlungen schon mit einkalkuliert.

„Ich schimpfte und ärgerte mich und regte mich auf und fragte die Araber, was wir jetzt tun würden. Sie erinnerten mich daran, dass es nichts nütze, sich aufzuregen, dass man dann nur noch mehr schwitze.” (S. 314)

„Wenn die Stürme des Lebens über uns hinwegbrausen — und wir nichts tun können —, akzeptieren auch wir das Unvermeidliche. Und dann krempeln wir die Ärmel hoch und sammeln die Scherben auf.” (S. 315)

„Ich liebe meine tägliche Arbeit als Lehrer. Ich schrieb sogar ein Buch mit dem Titel Die Freude am Lehren. Das Lehren ist für mich immer mehr gewesen als eine Kunst oder eine Beschäftigung. Für mich ist es eine Leidenschaft. Ich lehre so gern, wie ein Maler malt oder ein Sänger singt. Vor dem Aufstehen denke ich schon mit Freude und Begeisterung an meine erste Vorlesung. Ich war immer der Überzeugung, dass eine der Hauptursachen für Erfolg im Leben die Begeisterung ist.” (S. 317; Professor William Lyon Phelps — William Lyon Phelps: The Excitement of Teaching)

„Ich fand sehr bald heraus, dass ich nicht gleichzeitig über mich lachen und mir Sorgen machen konnte. Seitdem lache ich über mich.” (S. 330)

„Heute warte ich auf das grüne Signal.” (S. 364ff) ist eine schöne Geschichte.

„Wenn die Schwierigkeiten unüberwindlich zu sein scheinen — stell dich ihnen. Fang an zu kämpfen! Gib nicht nach!” (S. 377)


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