Dan Sullivan: No-Rescue Policy

Inside Strategic Coach Podcast vom 30. Juni 2020

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Man lernt aus seinen guten Erfahrungen, und man lernt aus seinen schlechten Erfahrungen.

  • Das wirklich Schlechte an schlechten Erfahrungen ist nur, wenn man nichts daraus lernt. Wenn man aus dem ersten Mal nichts lernt, dann stehen die Chancen gut, dass es auch ein zweites Mal passiert.
  • „I have a personal goal that I fully appreciate the learning value of a mistake, but I really have a passion for not repeating the mistake. I believe that most of the learning value of a mistake should be in the first time, so that it doesn’t need a refresher in the second time.”

Dan Sullivan fragt sich immer zuerst: Für wen mache ich das? Wenn es in deren Augen gut ist, dann passt das für hin. Seine eigenen Gedanken, was er besser hätte machen können, seine Enttäuschungen werden damit irrelevant.

  • „I find that perfectionists never look at things from the other people’s point of view. They only look at it from an internal standard, which is absolutely meaningless in terms of anything that happens outside of them.“
  • Ein Perfektionist spielt in Wirklichkeit ein Spiel gegen sich selbst. 

„I have a rule that my criteria for what we create in Strategic Coach is that it’s all about cheque-writers. If you want to know if something you’ve created is really valuable, check it out with someone who could write you a cheque for it. And they either write you a cheque or they won’t write you a cheque.”

  • Wenn man keinen Scheck bekommt, lautet die Frage: Okay, was müsste sich daran ändern? Ist etwas dabei, das bereits wertvoll ist, das ich behalten sollte? Was sollte ich verändern?
  • So wird der Ablehner zum Mit-Gestalter („creative partner”). Und die meisten sind sehr gerne bereit, Feedback zu geben!
  • Genau das ist die Realität eines Unternehmers, nämlich „what happens between us and the cheque-writers”. Das ist Markt und Marketing auf den Punkt gebracht.

Voraussetzung für diesen Zugang: „I don’t get emotionally connected to something new that I create until I find out that the cheque-writer has fallen in love with it. When the cheque-writer falls in love with my ideas, I like my ideas.”

Sich vor dem Lernprozess nicht drücken!

  • „What I’ve learned is not to interrupt my own learning in relationship to negative experiences but just accept it fully and just take it on and say: Okay, what happened here?“
  • Wie ein Forscher sich die Situation nochmal anschauen, aus einem Standpunkt der Neugier.
  • „Stay with it and say: Okay, you didn’t like the experience but here it is. You actually learned a lot from the experience. You didn’t get cash as a reward, but you got learning as a reward.“
  • Jede Erfahrung ist gut. Entweder bekommt man „Cash“ oder „Learning“. Die besten Erfahrungen geben dir beides.

„I invariably find if it seems like a personal mistake, it’s largely a system mistake.”

  • Bestimmte Systeme fördern bestimmte Fehler.
  • Bestimmte Systeme erzwingen bestimmte Fehler.
  • Man kann persönliche Fehler nicht abstellen, ohne das System zu verändern – weil diese Fehler an anderer Stelle, in anderer Form immer wieder auftreten.
  • Ein System verbessert sich dadurch, dass man Einzelne nicht für seine Fehler bestraft, sondern diese Fehler als Anlass für Ursachenforschung und Systemänderung nimmt.

Man tut Menschen keinen Gefallen, wenn man versucht, sie vor einem Fehler zu bewahren, weil man ihnen damit auch die Lernerfahrung nimmt – und auch die Möglichkeit, es beim nächsten Mal von sich aus viel besser zu machen!

  • Jemanden zu „retten” vermittelt auch die Botschaft: Es gibt nicht nur gewinnen oder lernen, es gibt noch eine dritte Alternative – dass dich wie von Zauberhand jemand herausreißt. Aber diese dritte Alternative ist keine echte Alternative. 
  • Es geht auch darum, dass jemand das Zutrauen bekommt, dass er/sie eine negative Erfahrung verwandeln kann in ein positives Ergebnis – vielleicht nicht sofort, aber mit der Zeit. Das ist ein ganz entscheidendes Skill im Leben.
  • „I don’t want in any way to interfere that they don’t get the full impact of their negative experience, so that in the future it produces a totally positive result.“
  • Das gilt (natürlich) auch für Eltern – vgl. Helicopter-Eltern, Curling-Eltern

„Look, the person has already been punished by the negative experience inside themselves. You don’t need to do it.”

  • Man muss auf jemanden, der schon am Boden liegt, nicht nochmal draufhaufen.

In jeder negativen Erfahrung gilt: Es war nicht alles schlecht. Vergiss nicht auf das Gute und schau, dass das Positive nicht völlig überschattet wird durch die negativen Gefühle, die gerade so präsent sind.