Das Fiaker-Prinzip

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Die Fiaker in Wien bestreiten es heftig, aber es geht folgendes Gerücht:

Die Fiaker hatten keine festen Preise für ihre Fahrgäste, sondern trafen die Preisentscheidung ganz spontan. Kam ein Fahrgast auf sie zu, der vornehm gekleidet war, so wahr der Fahrpreis entsprechend hoch. Ließ das Äußere den Fahrgast weniger vermögend erscheinen, wurde der Fahrtpreis entweder gesenkt (wenn gerade Flaute herrschte), oder der Preis wurde im Gegenteil noch viel höher festgesetzt, weil der Fiaker mit einem armen Schlucker seine Zeit nicht verschwenden und lieber auf einen reicheren Fahrgast warten wollte.

Fair ist dieses Prinzip natürlich nicht, aber man kann den Fiakern nicht absprechen, dass sie verstanden haben, dass jeder Preis auch einen Steuerungseffekt bei unseren Kunden hat.


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