📙 David Spangler: New Age – Die Geburt eines neuen Zeitalters (1973)

Einer der ersten New-Age-Klassiker. Es sind ein paar spannende Gedanken fĂŒr Lifestyle Entrepreneure dabei, wenn man sich drauf einlĂ€sst. 

Meine Notizen

Esoterik kann ein nĂŒtzlicher BehĂ€lter sein

  • „Die esoterische Tradition ist von einem gewissen Glanz umgeben. Sie steht im Geruch exotischer Lehren, seltsamer Praktiken, magischer KrĂ€fte. Gleichzeitig stĂ¶ĂŸt sie viele ab als unsinniger Aberglaube […]. Zur Gewinnung einer persönlichen Philosophie und von Wertvorstellungen mag sie taugen, aber nicht zur Beschreibung der Natur der Dinge.“ (S. 29)
  • „Weder ist sie der einzig wahre Weg der Weltbetrachtung, wie manche meinen, noch ist sie eine von Scharlatanen praktizierte Wahnidee. Sie ist einfach ein BehĂ€lter, den wir gefunden haben, der die ĂŒberschĂ€umende Wirklichkeit auffĂ€ngt. Sie ist zweifellos nĂŒtzlicher als einige andere BehĂ€lter in bestimmten Situationen und weniger nĂŒtzlich in anderen, aber von keinem BehĂ€lter, von keiner Disziplin oder Fachrichtung und TĂ€tigkeit sollte man erwarten, daß sie die ganze unendliche Wahrheit auffangen kann, noch sollte man irgendeine mit Verachtung von der Hand weisen als zu löchrig, um einen Teil davon zu fassen.“ (S. 29)
  • „Vielleicht versuchen wir nur, »BehĂ€lter« auszutauschen, und wollen aus dem esoterischen Standpunkt die Wirklichkeit machen, anstatt daß wir ihn ergĂ€nzend mit anderen, materialistischeren Gesichtspunkten einsetzen, um eine holistischere und besser integrierte Erkenntnis zu gewinnen.“ (S. 33)
    • Gilt auch umgekehrt!

Die „harte“ Wirklichkeit

  • „Das einzig »Harte« an der Wirklichkeit ist die Festigkeit oder HartnĂ€ckigkeit, mit der wir uns an bestimmte Interpretationen und Vorurteile ĂŒber das Wesen der Dinge klammern […]. Die Welt ist so hart, wie wir wollen, oder so offen, fließend und dehnbar, wie wir in der Lage sind, sie zu verkörpern.“ (S. 31)

Einwohner des Neuen Zeitalters

  • „Ihr mĂŒĂŸt BĂŒrger werden, Einwohner des Neuen Zeitalters, ganz auf Grenzenlosigkeit eingestellt. Wir können euch nicht sagen, wie das zu bewerkstelligen sei; ihr mĂŒĂŸt selbst dahinterkommen in eurem Umgang miteinander […].“ (S. 51)

Fische

  • „Ihr teilt diesen Planeten mit anderen, die mich in sich tragen, die mich jedoch nicht kennen. Was diese heraufbeschwören, braucht euch nicht zu kĂŒmmern, denn sie werden mich erblicken im Donner und Blitz und in Erschauern ihrer Seele, wenn ich mir freie Bahn breche. Nichts kann mich jetzt enthalten, wenn es nicht wĂ€chst wie ich.“ (S. 56)
  • „Die Kluft zwischen den beiden Welten der Offenbarung besteht jedoch nicht zwischen den Generationen. Sie herrscht zwischen verschiedenen Einstellungen zum Leben als Ganzes. Auf der eine Seite sind die, welche im Bewusstsein der Einheit des Lebens leben und arbeiten, um aufzubauen und dem Wohl des Ganzen zu dienen. Auf der anderen Seite sind die, welche nur die eigenen Interessen sehen und das Ganze ausbeuten, um ihre persönlichen BedĂŒrfnisse zu befriedigen.“ (S. 150f)

Nicht gegen das Alte sein

  • „Wenn ihr die Baumeister sein wollt des Neuen, und dazu rufe ich euch auf, dann könnt ihr nicht gegen das Alte sein. Es kann keine Trennung geben. Euer Bewusstsein darf nur das Neue wahrnehmen und muss daran bauen.“ (S. 70f)
  • „Versucht nicht, euer Urteil ĂŒber Menschen zu fĂ€llen. Versucht nicht, Menschen zu retten. Demonstriert. Demonstriert. Lebt das Leben und setzt die entsprechenden KrĂ€fte frei.“ (S. 84)
  • „Das Alte trennt sich von selbst, wie wir gesehen haben; es ist keine Aufgabe, die wir auf uns zu nehmen haben.“ (S. 158)

Macht kleine Schritte

  • „Macht kleine Schritte, wenn ihr keine großen machen könnt. Das ist alles, worum ich euch bitte. […] Beginnt auf einfache Weise in einem kleinen Lebensbereich, und ich will mein grĂ¶ĂŸeres Leben in euch hineingießen und ihn erweitern. Ihr mĂŒsst Glauben und Vertrauen zu euch selbst und zu mir haben […]. Wißt, dass ihr wachsen werdet, wenn ihr konsequent daran arbeitet.“ (S. 82)
  • „Ihr braucht nicht mit einem Satz auf den Berggipfel zu springen. Wer es kann, soll es tun. Wer nur zu seinem Fuß hinkriechen kann, muss eben kriechen, aber er muss lernen, schneller zu kriechen, dann zu gehen und dann zu laufen. Ihr mĂŒsst stetig wachsen. Lasst eure Schritte und euer Wachstum jeden Tag grĂ¶ĂŸer sein als am Tag zuvor.“ (S. 89)

Wassermann-KreativitÀt

  • „Auf das Alte eingestellte Menschen mĂŒssen erkennen, dass sie zu wirklicher KreativitĂ€t unfĂ€hig sind; was sie bauen, hat nicht Bestand. Andererseits sind Menschen des Neuen Zeitalters an den hochschöpferischen, magnetischen Energiekreis angeschlossen, der den Wassermann-Zyklus charakterisiert. Wa sie in die Hand nehmen, gedeiht; was sie bauen, hat Bestand; was sie schaffen, wird wachsen.“ (S. 158)
  • „Wir denken, fĂŒhlen und bewegen und als MĂ€nner und Frauen des Neuen Zeitalters. Wir erkennen, dass die Welt ein schöpferisches Abenteuer ist und gehen es als solches an, nicht, indem wir uns auf die Formen der Vergangenheit beschrĂ€nken, sondern indem wir die Dynamik des gegenwĂ€rtigen Augenblicks benutzen, um vergangene Weisheit mit zukĂŒnftiger Inspiration in gegenwĂ€rtiger KreativitĂ€t zu verschmelzen. Dann drĂŒcken wir unsere eigene KreativitĂ€t aus, unsere eigenen KrĂ€fte, etwas von uns selbst in der Welt zu verwirklichen, anstatt einfach auf sie zu reagieren […].“ (S. 194)
    • vgl. C. Otto Scharmer: Thinking from the future that wants to emerge

Nicht nur einatmen, auch ausatmen

  • “Sogar angebliche Pioniere des Neuen Zeitalters manifestieren oft einen Rhythmus des Einatmens. Sie gehen zu VortrĂ€gen, Tagungen, Versammlungen, zu Diskussionen, zu Meditationskursen, zu BĂŒchern; sie vereinnahmen und vereinnahmen und vereinnahmen, bis viele von ihnen sehr gelehrt ĂŒber das neue Zeitalter und alles, was es zu bieten hat, diskutieren können. Wenige aber machen wirklich den Versuch, das Neue Zeitalter durch praktisches Tun entweder an ihrem eigenen Leben oder in der Gesellschaft zu verwirklichen. […] Sie verkennen, dass das Neue Zeitalter eine lebendige Gegenwart in ihnen selbst ist, die verwirklicht werden will.” (S. 189)
  • “Wissen ist wichtig, Diskussion ist wichtig. […] Der Einatem hat seinen Platz, aber der Ausatem ist […] der SchlĂŒssel zum Neuen Zeitalter.” (S. 189)

Das Neue Zeitalter ist in uns

  • „Das Neue Zeitalter ist in uns. Es kommt nicht morgen. Es ist jetzt da.“ (S. 190)
    • Es ist alles schon da.
  • „Der Einzelne braucht nicht zu kĂ€mpfen, um eine neue Welt zu schaffen. Er muss einfach lernen, sich auf die Wirklichkeit der neuen Welt, die bereits da ist und ihre Energien rund um uns manifestiert, einzustimmen.“ (S. 190)
  • „Die Antworten sind in uns.“ (S. 191)
  • „Der Mensch kann vor seiner Welt nicht davonlaufen. Er muss die Ganzheit, das Licht, die Liebe, die schöpferische Kraft in sich selbst offenbaren und diese Eigenschaften mit der Welt verschmelzen.“ (S. 195)
    • What a man can be he must be.

Start with the opportunities right there in front of you

  • „Wenn ich das mittlere C spiele, dann ich spiele ich eigentlich das höhere C mit. Die Menschen suchen krampfhaft nach Begriffen wie „Liebe zur Menschheit“ und verfehlen die praktische Aufgabe, die besonderen Individuen zu lieben, mit denen sie tĂ€glich Umgang haben. Doch wenn sie fĂŒr diese Einzelnen eine Liebe zum Ausdruck bringen, indem sie ihre Ganzheit erkennen und respektieren, stimmen sie sich auf die universelle Gegenwart der Liebe ein und drĂŒcken sie auch aus. Das meinte Christus, als er sagte: „Was ihr getan habt dem Geringsten unter meinen BrĂŒdern, das habt ihr mir getan.“ (S. 193)