Genug

Es ist gar nicht so leicht zu sagen: „Danke, ich habe genug. Ich bin zufrieden mit dem, was ich habe. Ich will gar nicht mehr.“

Stell dir vor, du bist mit einer Wandergruppe unterwegs. Ihr wollt bis zum Gipfelkreuz zu marschieren. 200 Meter vor dem vermeintlichen Ziel schaust du dich um und sagst auf einmal: „Ich finde es wunderschön hier. Marschiert ihr nur weiter, aber ich bleibe da. Für mich reicht das vollkommen, ich will gar nicht mehr.“

Wie werden die anderen in der Gruppe reagieren? Werden sie sagen: „Ja, hast recht!“, oder werden sie versuchen, dich zu überreden weiter zu gehen, denn: „So kurz vor dem Ziel willst du aufgeben?“

Es ist nicht leicht, sein eigenes „Genug“ zu finden.

Und es ist genauso schwer, sein „Genug“ vor den Erwartungen Anderer zu verteidigen.