Gerald Hörhan: Investment Punk (2010)

Grundlegende Wahrheiten, unverblühmt ausgedrückt.

Kapitel minus sechs – Ihr, die Mittelschicht

  • Das Leben der meisten von euch ist vom Haus über das Auto bis hin zum Konsum auf Schulden aufgebaut, und ihr müsst im Hamsterrad rennen, um sie zu tilgen.
  • Dazu kommt der gesellschaftliche Druck. Überall wird euch dargelegt, was ihr kaufen müsst, um dazuzugehören.
  • Es gibt einen Punkt in euren Karrieren, an dem ihr aufhört, selbst darüber nachzudenken, wie ihr gerne leben würdet und was euch glücklich macht. Eure Ziele beschränken sich darauf, so wie wie anderen zu leben.
  • Je mehr Konsumschulden ihr habt, desto mehr liefert ihr euch dem System aus.
  • Ihr verwechselt Nachdenken mit Umschauen. Ihr schaut euch um, damit ihr wisst, was die anderen tun, und macht es möglichst genau nach. Das wirkliche Nachdenken überlasst ihr anderen.

Kapitel minus zwei – Die wahren Gründe der Krise

  • Ihr erkennt Unsinn nicht als Unsinn, wenn ihn alle machen.

Kapitel eins – Der Traum vom Eigenheim

  • Wenn ihr Reserven habt, erlebt ihr dann eine Phase der Veränderung, und euer vordringlichstes Gefühl ist zum Beispiel Neugier. Wenn ihr Schulden habt, erlebt ihr einen Albtraum, und euer vordringlichstes Gefühl ist Panik.
  • Wenn ihr brav im Hamsterrad strampelt, könnt ihr es euch gerade noch leisten. Wenn ihr ein paar Fehler macht, könnt ihr es euch gerade nicht mehr leisten.
  • Wenn ich meine Eltern besuche, betrachte ich das Haus manchmal und denke: Es hat einen unwiederbringlichen Teil ihres Lebens verschlungen. 
  • Das System definiert den Kauf eines Eigenheims als euer höchstes wirtschaftliches Ziel. Damit verhindert es, dass zu viele von euch zu hoch hinaus kommen. 
  • Wohne zur Miete: Für den Eigenbedarf ist Mieten fast immer billiger und unkomplizierter.
  • Kaufe als Investment: Wer als reines Investment kauft, kann nüchterne wirtschaftliche Kriterien anlegen. 
  • In der eigenen Wohnung zu wohnen, rechnet sich nur dann, wenn die Kreditrate niedriger ist als die Nettomiete. Das ist selten der Fall.

Kapitel zwei – Die Abzocke der Kleinanleger

  • Wenn euch das Charisma von Start-ups fasziniert, könnt ihr diesen Markt analysieren. Viele dieser Investments werdet ihr in den Sand setzen, aber wenn eines aufgeht, könnt ihr mit geringem Einsatz umso mehr verdienen.

Kapitel drei – Ihr, die Konsumidioten

  • Die größte Geldverbrennungsmaschine überhaupt sind neue Möbel.
  • Fast genauso gefährlich wie Möbel sind Elektronikprodukte.
  • Wenn das Geld knapp wird, entwickelt ihr eine ziemlich beschränkte Art zu sparen. 
  • L-Faktor (L wie Lebensqualität): Der L-Faktor kostet Geld. Ziel: Für wenig Geld viel L-Faktor.
  • Es gibt praktisch keinen Unterschied an L-Faktor zwischen einem neuen und einem gut erhaltenen gebrauchten Golf.
  • Bei gebrauchten Autos schlagen sich die Extras kaum noch im Preis nieder. Sie sind einfach dabei, während bei einem Neuwagen jedes einzelne teuer bezahlt werden muss.
  • Durch Kreativität und Geschick lässt sich mindestens ebenso viel L-Faktor gewinnen wie durch Geld.

Kapitel vier – Abzocke Job

  • Die Einkommen der erfolgreichsten Angestellten sind verschwindend gering im Vergleich zu den Einkommen der erfolgreichsten Unternehmer.
  • Selbständigkeit wäre eure beste Möglichkeit, von denen, die nichts haben, zu denen, die viel haben, aufzusteigen.
  • Ihr lernt nicht fürs Leben. In Wirklichkeit lernt ihr fürs Hamsterrad.
  • Sobald ihr einen Job gefunden habt, ist Lernen für euch zweitrangig.
  • Das System legt euch beharrlich nahe, das Geld etwas Schlechtes ist, und ihr lasst euch das einreden.
  • Ich bewundere Menschen nicht, die für den Job sogar ihr Wochenende opfern. Ich habe sie im Verdacht, dass sie Angst vor dem Nachdenken haben, das vielleicht einsetzen würde.
  • Gelegentlich erkennt ihr eine Geschäftsidee vielleicht sogar, macht aber nichts daraus. Ihr denkt vielleicht: Das wäre doch was! Aber mehr als ein Bonmot bei einer Unterhaltung wird nie daraus.
  • Wenn ich mal Zweifel am Unternehmersein habe -> S. 174-177 lesen
  • Eure Ängste vor dem Unternehmertum sind allesamt Phantomängste.
  • Unternehmer kümmern sich zu sehr ums Produkt und zu wenig um den Verkauf.
  • Unternehmer kümmern sich zu wenig um das Finanzmanagement.
  • Härte ist kein schlechter Charakterzug, sondern eine gute unternehmerische Eigenschaft.
    • Ein besonders hartnäckiger Gläubiger, der öfters anruft, wird früher bezahlt.
    • Ich will zu denen gehören, die auf dieser Liste ganz oben stehen. Es zahlt sich aus, hier Energie und Ideen zu investieren.
    • Ich selbst halte Wort. Wenn mich jemand bescheisst, werde ich unangenehm. Das ist eine Frage der Philosophie.

Epilog – Freiheit ist der größte Luxus

  • Luxus macht nicht glücklich, aber Freiheit tut es sehr wohl. Wer schlafen, arbeiten, essen gehen und Urlaub machen kann, ohne seinen Chef fragen zu müssen, wer wohnen und leben kann, wie er will, ohne an seinen Banker denken zu müssen, wer keinem Dresscode und keinem Zeiterfassungssystem mehr unterliegt… -> Das ist die Freiheit, die ich meine!