đź“™ Gerald Hörhan: Investment Punk (2010) – Version 2013

Grundlegende Wahrheiten, unverblĂĽhmt ausgedrĂĽckt.

Kapitel minus sechs – Ihr, die Mittelschicht

  • Das Leben der meisten von euch ist vom Haus ĂĽber das Auto bis hin zum Konsum auf Schulden aufgebaut, und ihr mĂĽsst im Hamsterrad rennen, um sie zu tilgen.
  • Dazu kommt der gesellschaftliche Druck. Ăśberall wird euch dargelegt, was ihr kaufen mĂĽsst, um dazuzugehören.
  • Es gibt einen Punkt in euren Karrieren, an dem ihr aufhört, selbst darĂĽber nachzudenken, wie ihr gerne leben wĂĽrdet und was euch glĂĽcklich macht. Eure Ziele beschränken sich darauf, so wie wie anderen zu leben.
  • Je mehr Konsumschulden ihr habt, desto mehr liefert ihr euch dem System aus.
  • Ihr verwechselt Nachdenken mit Umschauen. Ihr schaut euch um, damit ihr wisst, was die anderen tun, und macht es möglichst genau nach. Das wirkliche Nachdenken ĂĽberlasst ihr anderen.

Kapitel minus zwei – Die wahren GrĂĽnde der Krise

  • Ihr erkennt Unsinn nicht als Unsinn, wenn ihn alle machen.

Kapitel eins – Der Traum vom Eigenheim

  • Wenn ihr Reserven habt, erlebt ihr dann eine Phase der Veränderung, und euer vordringlichstes GefĂĽhl ist zum Beispiel Neugier. Wenn ihr Schulden habt, erlebt ihr einen Albtraum, und euer vordringlichstes GefĂĽhl ist Panik.
  • Wenn ihr brav im Hamsterrad strampelt, könnt ihr es euch gerade noch leisten. Wenn ihr ein paar Fehler macht, könnt ihr es euch gerade nicht mehr leisten.
  • Wenn ich meine Eltern besuche, betrachte ich das Haus manchmal und denke: Es hat einen unwiederbringlichen Teil ihres Lebens verschlungen. 
  • Das System definiert den Kauf eines Eigenheims als euer höchstes wirtschaftliches Ziel. Damit verhindert es, dass zu viele von euch zu hoch hinaus kommen. 
  • Wohne zur Miete: FĂĽr den Eigenbedarf ist Mieten fast immer billiger und unkomplizierter.
  • Kaufe als Investment: Wer als reines Investment kauft, kann nĂĽchterne wirtschaftliche Kriterien anlegen. 
  • In der eigenen Wohnung zu wohnen, rechnet sich nur dann, wenn die Kreditrate niedriger ist als die Nettomiete. Das ist selten der Fall.

Kapitel zwei – Die Abzocke der Kleinanleger

  • Wenn euch das Charisma von Start-ups fasziniert, könnt ihr diesen Markt analysieren. Viele dieser Investments werdet ihr in den Sand setzen, aber wenn eines aufgeht, könnt ihr mit geringem Einsatz umso mehr verdienen.

Kapitel drei – Ihr, die Konsumidioten

  • Die größte Geldverbrennungsmaschine ĂĽberhaupt sind neue Möbel.
  • Fast genauso gefährlich wie Möbel sind Elektronikprodukte.
  • Wenn das Geld knapp wird, entwickelt ihr eine ziemlich beschränkte Art zu sparen. 
  • L-Faktor (L wie Lebensqualität): Der L-Faktor kostet Geld. Ziel: FĂĽr wenig Geld viel L-Faktor.
  • Es gibt praktisch keinen Unterschied an L-Faktor zwischen einem neuen und einem gut erhaltenen gebrauchten Golf.
  • Bei gebrauchten Autos schlagen sich die Extras kaum noch im Preis nieder. Sie sind einfach dabei, während bei einem Neuwagen jedes einzelne teuer bezahlt werden muss.
  • Durch Kreativität und Geschick lässt sich mindestens ebenso viel L-Faktor gewinnen wie durch Geld.

Kapitel vier – Abzocke Job

  • Die Einkommen der erfolgreichsten Angestellten sind verschwindend gering im Vergleich zu den Einkommen der erfolgreichsten Unternehmer.
  • Selbständigkeit wäre eure beste Möglichkeit, von denen, die nichts haben, zu denen, die viel haben, aufzusteigen.
  • Ihr lernt nicht fĂĽrs Leben. In Wirklichkeit lernt ihr fĂĽrs Hamsterrad.
  • Sobald ihr einen Job gefunden habt, ist Lernen fĂĽr euch zweitrangig.
  • Das System legt euch beharrlich nahe, das Geld etwas Schlechtes ist, und ihr lasst euch das einreden.
  • Ich bewundere Menschen nicht, die fĂĽr den Job sogar ihr Wochenende opfern. Ich habe sie im Verdacht, dass sie Angst vor dem Nachdenken haben, das vielleicht einsetzen wĂĽrde.
  • Gelegentlich erkennt ihr eine Geschäftsidee vielleicht sogar, macht aber nichts daraus. Ihr denkt vielleicht: Das wäre doch was! Aber mehr als ein Bonmot bei einer Unterhaltung wird nie daraus.
  • Wenn ich mal Zweifel am Unternehmersein habe -> S. 174-177 lesen
  • Eure Ă„ngste vor dem Unternehmertum sind allesamt Phantomängste.
  • Unternehmer kĂĽmmern sich zu sehr ums Produkt und zu wenig um den Verkauf.
  • Unternehmer kĂĽmmern sich zu wenig um das Finanzmanagement.
  • Härte ist kein schlechter Charakterzug, sondern eine gute unternehmerische Eigenschaft.
    • Ein besonders hartnäckiger Gläubiger, der öfters anruft, wird frĂĽher bezahlt.
    • Ich will zu denen gehören, die auf dieser Liste ganz oben stehen. Es zahlt sich aus, hier Energie und Ideen zu investieren.
    • Ich selbst halte Wort. Wenn mich jemand bescheisst, werde ich unangenehm. Das ist eine Frage der Philosophie.

Epilog – Freiheit ist der größte Luxus

  • Luxus macht nicht glĂĽcklich, aber Freiheit tut es sehr wohl. Wer schlafen, arbeiten, essen gehen und Urlaub machen kann, ohne seinen Chef fragen zu mĂĽssen, wer wohnen und leben kann, wie er will, ohne an seinen Banker denken zu mĂĽssen, wer keinem Dresscode und keinem Zeiterfassungssystem mehr unterliegt… -> Das ist die Freiheit, die ich meine!

Meine Notizen zu dem Buch aus 2021