In-game coaching

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Als Trainer bin ich öfters gefordert, während eines Workshops eine Entscheidung zu treffen über den weiteren Verlauf des Workshops. Soll ich einen Teil weglassen? Soll ich eine zusätzliche Übung dazu nehmen? Soll ich die Reihenfolge umdrehen? Oder soll ich beim vorgesehenen Programm bleiben, auch wenn es nicht 100% rund ist?

Im Fußball würde man das in-game coaching nennen. Ein Fußballtrainer muss, je nach Spielverlauf, Anpassungen an der Taktik vornehmen, wenn der Matchplan nicht wie vorgesehen aufgeht.

Wirklich gute Trainer, egal ob am Spielfeld oder im Seminarraum, beherrschen dieses in-game coaching.

Das Problem dabei ist allerdings, dass solche Entscheidungen, die „in der Hitze des Gefechts“ getroffen werden, ein besonderes Risiko haben, falsch zu sein. Aber was wäre die Alternative? Unternimmst du nichts, wird es mit ziemlicher Sicherheit sowieso schief gehen.

Also bleibt nichts anders übrig, als nach bestem Wissen und Gewissen Entscheidungen zu treffen. Niemand kann sagen, was die richtige Wahl ist. Und im Nachhinein ist man immer gescheiter.

Also triff deine Entscheidungen for better or for worse. Aber triff sie aus den besten Absichten.


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