Invisible Marketing

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Man lernt ja nicht aus. Unlängst habe ich ein Konzept kennengelernt, wo ich mir gedacht habe, gibt’s ja gar nicht: invisible marketing.

Bisher dachte ich, dass Marketing gerade das Gegenteil von invisible ist: Auf sich aufmerksam machen, interessierte Menschen zu seinen Angeboten führen und zeigen, was man drauf hat.

Die Idee von invisible marketing ist, kurz gesagt, dass man Marketing macht, ohne dass es der potenzielle Kunde merkt. Es ist eine subtile Form des Marketing, wo die Marketing- bzw. Werbe-Botschaften „versteckt“ und dadurch vermeintlich sympathischer daher kommen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass invisible marketing als Konzept besonders für jene Menschen interessant ist, die sich mit der Vorstellung von Selbstvermarktung generell schwer tun oder überhaupt meinen, Marketing und Verkauf wären Teufelszeug.

Ich bin mir aber nicht sicher, ob ein neuer Begriff uns Solopreneuren tatsächlich dabei hilft, die Herausforderung Marketing für uns zu lösen. Vor allem dann nicht, wenn Konzepte wie invisible marketing zu dem (falschen) Eindruck führen, dass wir auch ohne Marketing (also quasi „unsichtbar“) erfolgreich sein können.

Denn Marketing ist es, und Marketing bleibt es – egal, welches Modewort wir davor stellen.