John Strelecky: Das CafĂ© am Rande der Welt (2007) 📙

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Kap. 6: Die Meeresschildkröten-Geschichte

Die Meeresschildkröte bewegt sich ziemlich langsam. Obwohl der Taucher sich schneller bewegt, kommt er nicht schneller voran. Die Schildkröte kĂ€mpft nicht gegen die Wellen, sondern sie nĂŒtzt sie fĂŒr sich. Sie passt ihre Bewegungen optimal den Wellen an.

Wenn man im Vertrieb als hereinkommende Welle wahrgenommen wird, gegen die man anpaddeln muss, ist es mĂŒhsam.

  • vgl. „Missionieren Sie noch oder verkaufen Sie schon” von Robert Kmenta
  • vgl. „Ich bin motivierter als meine Kunden!”, sagt Sandra und drĂŒckt damit aus, wie mĂŒhsam es ist, Kunden etwas anzubieten, die selber nichts weiterbringen.
  • vgl. vom Push-Marketing zum Pull-Marketing; Permission Marketing von Seth Godin

Die rausgehende Welle gibt den Schwung. So musst du wahrgenommen werden — als Antrieb, das Ziel schneller, einfacher, besser zu erreichen.

  • Such dir die Kunden, denen du Schwung gibst. FĂŒr alle anderen bist du Ablenkung, störend, noise.

Kap. 10: Sorgen ums Geld

Ist es nicht töricht, das tun zu wollen, was man als seine „Bestimmung” sieht? Man muss ja schließlich auch Geld verdienen, oder? Es ist eine sehr romantische Vorstellung, dass man Leute findet, die einen fĂŒr seine Hobbys bezahlen. Oder?

Menschen, die Dinge tun, die ihrer Bestimmung entsprechen, tun dies mit Begeisterung. Sie sind begeisterter und leidenschaftlicher bei der Sache als bei irgendetwas anderem. Sie lesen in ihrer Freizeit darĂŒber, sehen sich Sendungen darĂŒber im Fernsehen an, besuchen Kongresse zu diesem Thema. Sie können nicht genug davon kriegen. Sie sind Experten und machen ihre Sache gut.

Haben diese Menschen, von denen es gar nicht so viele gibt, Schwierigkeiten, Arbeit zu finden?

  • Eher nicht. Es handelt sich um ziemlich energiegeladene und positive Menschen, die gerne um Rat gefragt werden. Sie brauchen wahrscheinlich auch keinen Abstand zum Alltag, um ihre Batterien aufzuladen.

Aber wie ist es mit dem Geld? Das schlimmstmögliche Szenario: Man tut jeden Tag das, was man am liebsten tut, bekommt dafĂŒr aber nicht viel Geld. „Oh, das wĂ€re sehr tragisch!” Wozu fĂŒr die Pension sparen, wenn man mit dem, was man tut, ohnehin nicht in der Pension aufhören möchte?

  • Außerdem: Im schlimmstmöglichen Fall kann sich ein Mensch immer noch entscheiden, etwas Anderes zu tun.
  • Und: Geld wird weniger wichtig. Wenn man das tut, was einen erfĂŒllt, braucht man weniger Dinge kaufen, um vom Stress zu entfliehen.

Kap. 11: WoM — Warum Helfer auftauchen

Menschen, die ihrer Bestimmung folgen, sind zuversichtlich, ohne ĂŒberheblich zu wirken. Sie scheinen einfach zu wissen, dass sich die Dinge so entwickeln werden, wie sie es möchten.

Es passieren ihnen viele positive Dinge. Sie scheinen einfach „viel GlĂŒck zu haben“. Sie erleben unerwartete, scheinbar zufĂ€llige Dinge, genau dann, wenn sie es am dringendsten brauchen.

Das scheint ein universelles Prinzip zu sein. Ein Naturgesetz? Manche sagen, dass so das Universum arbeitet.

Die Leidenschaft und Begeisterung von Menschen, die ihrer Bestimmung folgen, ist einfach ansteckend. Man ist gerne mit ihnen zusammen. Man hat das GefĂŒhl, sie unterstĂŒtzen zu wollen. Man will ihnen einfach helfen – z.B. mit Kontakten. Wenn man anderen von solchen Menschen erzĂ€hlt, ĂŒbertrĂ€gt sich die Begeisterung auch in der ErzĂ€hlung.


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