Vor Gebrauch bitte lesen!


Ich teile auf meiner Website eine Sammlung von Notizen aus den Büchern, Podcasts und Vorträgen, die ich konsumiert habe. In diesem Artikel gebe ich einige wichtige Hinweise zum Gebrauch dieser Notizen.

1. Meine Notizen sind keine Zusammenfassungen!

Wenn ich ein Buch lese oder einen Podcast höre oder einem Vortrag folge, und wenn ich auf einen interessanten Gedanken oder eine inspirierende Idee stoße, schreibe ich sie auf. Diese Gedanken und Ideen sammle ich in einer jeweils eigenen Evernote-Notiz – wobei ich viele Gedanken in diesem Prozess auch nochmals überarbeite. Den Inhalt dieser Notiz veröffentliche ich dann hier auf dieser Website. 

Also: Meine Notizen fassen das Buch, den Podcast oder den Vortrag nicht zusammen. Ich sammle darin Inspirationen und Ideen für mich, für meinen späteren Gebrauch.

2. Meine Notizen ersetzen das Buch, den Podcast oder den Vortrag nicht!

Ich möchte nochmals ganz deutlich sagen: Das Lesen meiner Notizen erspart dir nicht das Lesen des Buches oder das Hören des Podcasts/des Vortrags!

Meine Notizen sind Gedankenfragmente ohne Kontext. Das wäre wie eine Pointe zu lesen, aber nicht den dazugehörigen Witz. Wenn du einen komplizierten Witz kennst, dann reicht dir die Pointe, um dich an den vollen Witz zu erinnern. Aber wenn du nur die Pointe hörst ohne den Witz, macht die Pointe keinen Sinn. Ich notiere also nur die Pointen, um mich daran zu erinnern, was ich gelesen habe.

Wenn du die Notizen durchsiehst und einzelne Ideen daraus magst, dann lies bitte das ganze Buch oder höre den ganzen Podcast. Viele Vorträge sind auch auf Youtube erhältlich. Es eröffnet dir auch den dazugehörenden Kontext und die volle Bedeutung der Ideen.

3. Warum gibt es zu einigen Büchern/Podcasts/Vorträgen sehr viele Anmerkungen und zu anderen weniger?

Das kann zwei Gründe haben:

  1. Wenn ich über ein Thema lese/höre, über das ich bereits viel weiß, werde ich weniger Notizen haben, weil mich nicht viel Neues überrascht hat.
  2. Wenn ich ein Buch zum zweiten oder zum dritten Mal lese, ergänze ich die Notizen von den vorigen Lesedurchgängen. Die Notizen werden also auch dann mehr, wenn ich ein Buch öfter gelesen habe.

4. Warum machst du dir diese Arbeit?

Weil ich kann.

Ich habe diese Notizen lange Zeit nur für mich gemacht, mich aber schließlich entschieden, dass es nicht schaden kann, sie auch auf meine Website zu stellen. Vielleicht kann sie ja noch jemand brauchen. Mein Vorbild ist Derek Sivers. Er hat selbst auf seiner Website über 250 seiner Buch-Notizen geteilt.

In erster Linie mache ich diese Notizen aber für mich. Dadurch, dass ich meine Gedanken festhalte, schaffe ich mir die Möglichkeit, sie später in einem anderen Zusammenhang wieder abzurufen und kreativ zu verarbeiten. James Altucher nennt das Ideen-Sex.

5. Wie verwendest du diese Notizen?

Ich komme immer wieder auf meine Notizen zurück, wenn ich für ein bestimmtes Thema recherchiere (z.B. für einen Podcast, einen Blog-Beitrag oder ein Buch), oder wenn ich ein bestimmtes Konzept in meinen Beratungen oder Lehraufträgen brauche.

6. Liest du nur Sachbücher oder auch etwas anderes?

Ich lese fast ausschließlich Sachbücher. Nicht, dass mir Belletristik nicht gefällt, aber (zur Zeit) finde ich Sachbücher einfach spannender. 

7. Wie wählst du die Bücher/Podcasts/Vorträge aus?

Ich wähle das alles sehr intuitiv aus, nach Gefühl und/oder Interesse und/oder Empfehlung.

Ich nehme z.B. das Buch zur Hand, das mich gerade am meisten anspricht – aus welchem Grund auch immer. Ich höre den Podcast, auf den ich gerade Lust habe. Ich verlasse mich da rein auf meine Intuition. Jamie Todd Rubin nennt das den Schmetterlingseffekt des Lesens.

8. Wie kannst du nur deine Bücher nur so anschmieren?

Ich mache meine Notizen am liebsten direkt im Buch (an den Seitenrändern oder auf den leeren Seiten am Beginn oder Ende des Buches) mache. Außerdem unterstreiche ich wichtige Passagen und versehe sie mit eigens kreierten Symbolen. Entsprechend „bearbeitet” sehen diese Bücher auch aus.

Damit löse ich immer wieder Unverständnis aus bei Menschen, die ihre Bücher sehr pfleglich behandeln und ihre Bücher in perfektem Zustand behalten wollen.

Mir sind meine Bücher auch „heilig”, nur habe ich eine andere Sichtweise darauf, was ein Buch wertvoll macht. Für mich ist das Lesen eines Buches wie ein Gespräch mit dem Autor. Ich lese, was er zu sagen hat, denke darüber nach und gebe ihm meine Antwort darauf – indem ich meine Gedanken in das Buch schreibe. Durch diese Konversation mit dem Autor erwecke ich ein Buch zum Leben.

Die Inspiration dazu habe ich übrigens vor vielen Jahren aus Michael Hyatts Blog-Artikel How To Read A Non-Ficton Book bekommen.

9. Liest du auch e-books?

Selten. Ich hab’s schon probiert, habe auch einen Kindle, aber die allermeisten Bücher (und besonders Sachbücher) kaufe ich mir in Papierform. Ich mag es einfach, die besten Passagen eines Buches zu unterstreichen und direkt in die Bücher meine Gedanken festzuhalten.

Ja, ich weiß… das kann man auch auf dem Kindle. Aber für mich ist es etwas ganz Besonderes, ein Buch im Wortsinn zu „be-greifen”. 

10. Hörst du auch Hörbücher?

Nein. Aber ich höre dafür viele Podcasts.