Mehr Gewinn

Bist du selbständiger Dienstleister und mit deinem Gewinn nicht zufrieden? Dann hast du drei Möglichkeiten, ihn zu erhöhen:

  1. Deine Auslastung erhöhen. Sprich: Mehr arbeiten. Mehr Klientengespräche. Mehr Trainingstage. Mehr Beratungsstunden.
  2. Deinen Preis erhöhen. Gleich viel arbeiten, aber deine Arbeitszeit teurer verkaufen.
  3. Deine Kosten senken. Je weniger du ausgibst (für dein Business), desto mehr bleibt dir als Gewinn übrig.

Das war’s. Mehr kannst du nicht tun. Wenn dir keine dieser drei Möglichkeiten recht ist, wird dein Gewinn bleiben, wie er ist – oder weniger werden. Aber höher wird er sicher nicht.

Grade des Verstehens

Bei der Mathematik-Nachhilfe für meine Nichte war wunderbar zu beobachten:

Es ist relativ leicht, das Wie zu erklären. Das Verfahren, den Rechengang, das Rezept. Wie man etwas machen soll, um zum richtigen Ergebnis zu kommen, ist noch relativ leicht zu vermitteln und zu kapieren.

Aber das Warum einer Rechnung zu verstehen, das ist ein ganz anderes Kaliber. Zu verstehen, was da eigentlich passiert, wenn man einen Rechengang ausführt, quasi hinter die Kulissen zu schauen und den Dingen auf den Grund zu gehen, das fällt sowohl Lehrern als auch Schülern schwer.

Und so kommt es, dass wir alle Tag für Tag sehr pflichtbewusst und präzise Dinge tun, von denen wir keine Ahnung haben, warum.

Genialer Gedanke

Manchmal hört man scheinbar nebenbei einen Satz – und plötzlich löst sich ein Knoten im Kopf, den man lange mit sich herumgetragen hat. Von einem Moment auf den anderen, wie von Zauberhand.

Natürlich ist das kein Zufall. Ein Wort kann nur etwas auslösen, wenn derjenige, der es hört, zuhört – und versteht.

Aber es gibt kaum etwas Beglückenderes als das Gefühl, endlich klar zu sehen.

Vorangehen

Die meisten Menschen sind gerne bereit, sich einer guten Idee oder einer lohnenden Initiative anzuhängen. Die meisten Menschen machen gerne wo mit.

Die wenigsten Menschen machen sich jedoch die Mühe, eine gute Idee zu verwirklichen oder eine lohnende Initiative zu setzen.

Wir brauchen Menschen, die vorangehen.

Geh voran.

Reich werden vs. reich sein

Das Ziel vieler Selbständiger ist es, mit ihrem Business eines Tages reich zu werden.

Aber um reich zu werden, müssen wir zuerst eines kapieren: Wir sind schon reich. Jede*r Österreicher*in gehört, egal wie hoch oder niedrig das Einkommen ist, zu den Top-1% der reichsten Menschen der Erde.

Was wir hingegen lernen müssen, ist, mit unserem bestehenden Reichtum so umzugehen, damit wir uns auch reich fühlen

Aus Wissen Handlungsanleitungen destillieren

Nur ganz wenige Menschen wollen deinen Blog-Artikel oder dein Buch lesen. Oder deinen Podcast hören. Oder dein Video anschauen.

Die meisten wollen nur wissen: Sag mir, was ich konkret tun soll. 

Wissen zu konkreten Handlungsanweisungen zu verdichten, das ist die wirkliche Arbeit von Lehrer*innen und wirklich guten Content Creatoren. Das macht kaum wer.

Kaum wer sagt klipp und klar, was zu tun wäre. Die meisten eiern herum. Dabei würden so viele Menschen genau diese Handlungsanleitungen besonders nützlich finden.

Sachensucher

„Ich bin ein Sachensucher“, sagt Pippi eines Tages zu Tommy und Annika. „Ein Sachensucher, was ist denn das?“, fragt Tommy. „Einer, der Sachen sucht“, sagt Pippi. „Die ganze Welt ist voll von Sachen, und es ist wirklich nötig, dass jemand danach sucht. Und genau das tun die Sachensucher.“

Astrid Lindgren: Hier kommt Pippi Langstrumpf

Ich bin auch ein Sachensucher.

Mühe

Vieles fühlt sich nicht gut an, weil es nicht sofort funktioniert.

Das geht allen Unternehmer*innen so, und da müssen wir durch.

Hab ein bisschen Gottvertrauen. Und bleib dran, bis sich der Erfolg einstellt.

Konkurrenz

Eine der wichtigsten Stakeholder-Gruppen deines Unternehmens sind die Konkurrenten. Der Mitbewerb. Die Wettbewerber.

Welches Interesse hat die Konkurrenz an deinem Unternehmen?

Keines, wenn du nicht gut bist.

Management

Es gibt viele Möglichkeiten, über Management nachzudenken und die Tätigkeit von Manager*innen zu definieren.

Ein Zugang, eventuell ein bisschen provokativ:

Als Manager ist es deine Aufgabe, über folgende Frage nachzudenken: „Wie komme ich an das Geld der Kunden?“

Nicht einmal geschenkt

Es ist längst nicht mehr so, dass die Leute da draußen dankbar alles nehmen, was sie gratis von dir bekommen könnten.

Der Engpassfaktor ist heute vielfach nicht Geld, sondern Zeit. Das stimmt insbesondere für Info-Produkte wie Blogs, Podcasts, Newsletter, Kurse, Webinare und so weiter.

Viele wollen deine kostenlosen Produkte nicht mal geschenkt. Nicht, weil die Qualität schlecht wäre, sondern weil die Leute keine Zeit haben, deine Angebote zu konsumieren.

Und weil du ihnen nicht klar genug machen konntest, was sie davon hätten, wenn sie sich die Zeit nähmen.

Dumpingpreise

Es hat noch nie ein Kunde jemals einen Preis gekauft.

Kunden kaufen immer eine Leistung und bewerten diese mit einem Preis.

Daher: Nicht die Kunden machen den Preis, sondern die Anbieter.

Wenn jemand den Markt kaputt macht, dann sind es die Anbieter, die ihre eigenen Kosten nicht kennen und nicht kalkulieren können.

Dankbare und undankbare Themen

Auch Amateur-Trainer*innen können z.B. Marketing-Themen so unterrichten, dass sie anschaulich sind. Das liegt daran, dass das Thema an sich spannend ist. Marketing ist ein dankbares Thema.

Aber es braucht echte Profi-Trainer*innen, um Themen wie Buchhaltung anschaulich und unterhaltsam zu vermitteln. Buchhaltung ist ein undankbares Thema.

Undankbares Thema + Profi-Trainer = dankbares Publikum

Rückdelegation

Manchmal erledigt wer seine Arbeit nicht. Oder nur schlecht. Oder viel zu spät.

Diese Fälle kommen dann gerne zu Menschen, die dafür bekannt sind, dass sie verlässliche und gute Problemlöser sind. Die den Ruf haben, Retter in der Not zu sein.

Wenn du so ein Retter-Typ bist, darfst du dir aber auch erlauben, das Problem an die Person zurückzudelegieren, die es verursacht hat. Du kannst und du musst dich nicht um alles kümmern. Und schon gar nicht musst du den Kopf hinhalten für Fehler, die du gar nicht begangen hast.

Nimm den Menschen nicht ihre Verantwortung weg.

Überraschungserfolg

Vor fünf Monaten habe ich für meine Studierenden ein Erklärvideo zum Thema „Cash Flow Rechnung“ aufgenommen. Pandemiebedingt war damals kein Präsenzunterricht möglich, also waren Erklärvideos das zweitbeste Mittel der Wahl für meine Studierenden.

Weil das Video sowieso schon aufgenommen war, dachte ich mir: Ist ja egal, stellst du es halt auf YouTube, vielleicht kann es ja auch sonst noch jemand brauchen.

Gestern wurde das Video zum tausendsten Mal aufgerufen. 1000 Views in fünf Monaten, das hätte ich mir nie gedacht. Ganz ohne Werbung, komplett ohne Promotion. Rein organisch.

Für mich wieder mal ein Beweis dafür, wie schlecht ich darin bin, den Erfolg oder Misserfolg meines Contents vorauszusagen. Meine besten Blog-Artikel verpuffen im Nichts, dafür werden vermeintlich unscheinbare Videos wie dieses zum Renner.

Als ob ich dafür noch einen Beweis gebraucht hätte.

Neid

Neid ist ein guter Indikator dafür, was uns wirklich wichtig ist im Leben. Unsere Werte sind entscheidend dafür, worauf wir neidisch sind.

Da, wo wir Neid verspüren, dort finden wir auch Sinn.

„No Bullshit“-Beratung

Die Idee: Ich berate dich offen und ehrlich, ohne versteckte Agenda. Ich sage, was ich mir denke, auch wenn es für dich vielleicht unbequem ist. Ich habe einzig dein Bestes im Blick und halte nicht zurück.

„No Bullshit“-Beratung ist nicht selbstverständlich, auch wenn sie es sein sollte.

Vater

Mein Vater wird heute 70 Jahre alt.

Unter all meinen Helden, denen ich mein Leben lang dankbar sein werde, sind meine Eltern wahrscheinlich die größten. Und mein Vater ist mir mit seiner Bescheidenheit, seiner Ruhe, seiner Großzügigkeit ein großes Vorbild. Er sich nie unterkriegen hat lassen, und dafür hat er meinen höchsten Respekt.

Vielen Dank für alles, Vati!

Positionierung

Die richtige Positionierung am Markt zu finden, ist für viele Gründer*innen eine große Herausforderung.

Dabei ist es ganz einfach.

Ein Gründer hat es unlängst so auf den Punkt gebracht:

„Positionierung heißt, dass ich endlich weiß, was ich will.“

Selbsternannte Experten

Selbsternannte „Experten“ sind oft diejenigen, die noch am meisten zu lernen haben. Die Meinung mit Wissen verwechseln. Die sich ihrer Wissenslücken gar nicht bewusst sind.

Also keine Angst davor, diese selbsternannten Experten zu beraten oder zu unterrichten.

Sie werden von dir mehr lernen, als sie dachten.

Blinde Flecken

Auch sehr gute Unternehmensberater*innen können sich nicht selbst zu ihrem Business beraten.

Weil sie ihre blinden Flecken nicht sehen. Sie sehen das wahre Problem gar nicht, deswegen können sie es auch nicht selbst lösen.

Jeder gute Berater braucht daher selbst gute Berater, um weiterhin gut zu bleiben.

Müde

Setz keine Termine am Ende des Tages an, in denen Aufgaben verteilt und Zuständigkeiten festgelegt werden.

Wenn du müde bist, lässt du dich zu leicht breitschlagen.

Wie viel BWL?

Und? Wie viel BWL, glaubst du, braucht denn dein Unternehmen?

10 Deka?
Drei Viertel?
Die Mindestsicherung?
Matura-Level?

Oder so viel wie möglich?

So viel wie nötig? Wie viel ist denn nötig?

Wie viel ist genug?

Wie viel ist zu wenig?

Erfolgsfaktoren

Es ist nie diese eine Sache, die ein Lifestyle Business erfolgreich macht.

Es ist immer ein Gesamtkonzept.

Ein Gesamtkunstwerk. 

Wenn’s uns angeht

Die Schwester meiner Oma hat mit zunehmendem Alter immer schlechter gehört. Im Stillen vertraute sie meiner Oma eines Tages an:

Ich höre nichts mehr von dem, was die alle reden.
Aber wenn es mich angeht, werden sie’s mir schon sagen.

Ich denke, das gilt auch für uns in der „always on“-Welt von Social Media, Livetickern und Breaking News. Wir brauchen nicht alles hören, was da draußen gesagt wird.

Und wenn es uns wirklich angeht, werden wir es auch auf anderem Weg erfahren.

Glück ist…

Eine Arbeit zu machen, die du für sinnvoll hältst.

Diese Arbeit aus einer ehrlich guten Absicht heraus machen.

Die Arbeit so gut zu machen, wie es dir eben gerade möglich ist.

Mit dieser Arbeit anderen Menschen zu helfen.

Für diese Arbeit einen gerechten Lohn zu bekommen.

Das ist Glück.

Qualität

Betriebswirtschaftlich gesprochen, ist Qualität nichts anderes als die optimale Befriedigung der Bedürfnisse der Kunden. Nicht mehr, und nicht weniger.

Nur: Die Kundenbedürfnisse sind halt sehr, sehr unterschiedlich.

Um Qualität liefern zu können, muss man deshalb zuerst die Bedürfnisse der Kunden wirklich gut kennen.

Ihre Lehrveranstaltung

Es ist ein hilfreicher Gedanke, den sich FH-Lehrende immer wieder vergegenwärtigen sollten:

Es ist die Lehrveranstaltung der Studierenden, nicht meine.

Und es schadet auch nicht, die Studierenden immer wieder mal daran zu erinnern.

Verstellen

Manchmal glauben wir, dass wir uns verstellen oder Teile unserer Persönlichkeit verstecken müssen, um bei unseren potenziellen Kund*innen besser anzukommen. Um bestimmte Vorurteile nicht zu bedienen, um bestimmte Angriffsflächen nicht zu bieten.

Aber das ist ein Vorhaben, mit dem wir nie fertig würden. Wie viel von uns können wir denn verstecken, ohne dass wir aalglatt werden? Denn: Wer will denn überhaupt mit Menschen zu tun haben, die gar keine Ecken und Kanten haben?

Und: Was sind das denn für Menschen, die uns wegen bestimmter Merkmale oder Eigenschaften ablehnen? Wollen wir so jemanden denn überhaupt als Kunden haben?

Wer nicht mag, wer wir sind, möge weiterziehen. Es gibt bestimmt auch für ihn ein passendes Angebot da draußen.

Aber uns bis zur Unkenntlichkeit zu verstellen, ist keine Lösung. Für niemanden, schon gar nicht für uns selbst.