Das digitale Notizbuch von Günter Schmatzberger

Einfache Antworten

E

Natürlich sind wir alle auf der Suche nach einfachen Antworten. Das Leben ist kompliziert genug, und es wäre sehr hilfreich, wenn es zumindest da oder dort jemanden gäbe, der genau sagen könnte, was konkret zu tun ist.

Expert*innen erfüllten genau diese Aufgabe (oder sollten sie erfüllen). Sie können komplexe Sachverhalte vereinfacht darstellen und Handlungsanleitungen geben. Sie ermöglichen es, dass wir nicht alles wissen müssen, sondern uns auf das konzentrieren können, was gerade für uns wichtig ist.

Das Problem entsteht aber dann, wenn wir zwar einfache Antworten bekommen, aber auf die falschen Fragen.

Ganz einfach

G

Wenn du etwas Neues anfangen möchtest – sagen wir einen Podcast -, dann bedenke Folgendes:

Du musst dir alles so organisieren, dass es möglichst einfach ist, den Podcast aufzunehmen. So einfach, dass es dir fast schon ein bisschen zu einfach vorkommt.

Nur, wenn es einfach ist, wenn es dir mühelos erscheint, ist sichergestellt, dass du den Podcast auch regelmäßig aufnehmen wirst.

Jede noch so kleine Hürde, jedes unnötige Hindernis senkt die Chance, dass du dran bleibst.

Es muss leicht gehen, oder es wird gar nicht gehen.

Selbstsabotage (2)

S

Eine besonders perfide Form von Selbstsabotage, die unter Lifestyle Entrepreneuren sehr verbreitet ist, ist die Weigerung, Aufgaben zu delegieren.

Wenn wir darauf bestehen, dass nur wir selbst die Arbeit gut machen können und sonst niemand an unsere Qualitätsstandards heran kommt…

… dann erweisen wir unserem Business einen Bärendienst.

Und wenn wir denken, dass wir uns Delegation nicht leisten können, dann sind wir in die nächste Selbstsabotage-Falle getappt.

Kundenfragen

K

Wenn du dir gerade schwer tust, in deinem Lifestyle Business eine unternehmerische Entscheidung zu treffen, gibt es meist eine einfache Lösung:

Frag deine Kund*innen.

Die haben meist eine verblüffend einfache Antwort prompt parat, auf die du nie gekommen wärst, auch wenn du dir noch so lang das Hirn zermarterst.

Fallschirmsprung

F

Die Angst ist da am größten, wo du aus dem Flugzeug raus springst und merkst, dass du überhaupt keine Kontrolle hast.

Die Angst raubt dir förmlich den Atem.

Die Angst nimmt aber in dem Moment ab, in dem du aufhörst, um Kontrolle zu kämpfen. Wenn du dich dem Fall hingibst, du dich entspannst und zu vertrauen beginnst… dann fällst du durch die Angst hindurch.

Und du wirst sehen: Auf der anderen Seite der Angst ist… nichts.

Superstars

S

Was die Superstars jeder Branche zu Superstars macht, ist die viel besprochene „Extra-Meile“.

Dieses bisschen mehr zu tun als notwendig ist es, was die Spreu vom Weizen trennt. Was den Profi zum Profi und vor allem den Superstar zum Superstar macht. Auch dann noch weiter zu machen, wenn es echt anstrengend wird. Auch dann noch ein Schäuferl draufzulegen, wenn sich die meisten denken: „Ist wurscht, das merkt eh keiner.“

Phil Collins erzählt in seiner Autobiographie, dass er sich nach jedem Genesis-Konzert im Hotelzimmer die Aufnahme des Konzerts nochmals angehört hat, um Fehler zu finden und beim nächsten Mal noch besser zu sein.

Wo andere Party machen, legt er ein Schäuferl drauf. Das macht ihn zum Superstar.

Almost nobody

A

Wieder ein nützliches Konzept für Lifestyle Entrepreneure von meinem Lehrmeister Seth Godin:

Almost nobody wird meine Produkte kaufen.

Weil: Almost nobody interessiert sich für dich und das, was du zu sagen hast.

Aber: Almost nobody ist genug! Almost nobody reicht, um dir ein gutes Einkommen zu sichern.

Mach deine Arbeit für almost nobody, aber für die mach sie aus ganzem Herzen.

Wieviel Geld wird’s machen?

W

Wenn du wieder mal von deinen tollen Ideen, deinen aussichtsreichen Projekten und deinen vielversprechenden Kooperationsgesprächen erzählst, stell dir selbst die Frage:

Okay, und wieviel Geld wirst du damit machen? Wie viel Umsatz springt dabei raus?

Kein Business ohne Umsatz. Gute Aussichten sind schön, aber noch schöner ist ein Zahlungseingang auf deinem Bankkonto.

Für ein gutes Gespräch kannst du dir nichts kaufen, und eine gute Idee allein füllt nicht deinen Kühlschrank.

Jeder hat Angst

J

Jeder hat Angst beim Schritt in die Selbständigkeit.

Die Frage ist nur: Lässt du dich von der Angst abhalten, oder gehst du durch die Angst hindurch?

Chaos

C

Wir sehen den Tag herbei, wo wir in unserem Lifestyle Business endlich alles unter Kontrolle haben. Wo alles wie am Schnürchen läuft und die To-Do-Liste abgearbeitet ist.

Dieser Tag wird, natürlich, nie kommen.

In unserem Lifestyle Business wird immer ein gewisser Grad an Chaos herrschen. Das liegt quasi in der DNA eines Lifestyle Business.

Unsere Aufgabe als Lifestyle Entrepreneure formuliert Axel Gloger so:

Mit Chaos muss man so umgehen können, dass es dennoch zu einem Ergebnis kommt.

Axel Gloger: Betriebswirtschaftsleere, S. 52

Natürlich hast du Angst

N

Natürlich macht es dir Angst, dein Lifestyle Business zu gründen. 

Aber was ist die Alternative?

So weiter machen wie bisher?

Den Nipf nehmen lassen

D

Das ist etwas, was mir meine Mutter als Kind oft gesagt hat. Dass ich mir leicht „den Nipf nehmen lasse“.

Was bedeutet, dass ich mich leicht entmutigen lasse. Dass ich anderen erlaube, mich in meiner Begeisterung auszubremsen und mich von guten Ideen abzubringen.

Erstaunlich, dass mir das heute, nach vielen Jahren, wieder eingefallen ist. Und da ich an Omen glaube, frage ich mich:

Wo lasse ich mir gerade heute den Nipf nehmen? Von wem? Und warum?

Zielgruppe

Z

Ein wichtiger Reminder von Tim Ferriss für alle Lifestyle Entrepreneure:

It’s not about the number of people who don’t get it, it’s about the number of people who do get it.

Sei für die Menschen da, die dankbar sind dafür, das es dich gibt.

Angebot und Nachfrage

A

Es stimmt schon: Wenn es für dein Angebot keine Nachfrage gibt, dann hat dein Angebot wenig Sinn.

Aber: Wenn du gar kein Angebot machst, kann es auch keine Nachfrage geben.

Was ist deine Strategie?

W

Mit der richtigen Strategie ist es nicht notwendig, dass du sechzig Stunden in der Woche an deinem Lifestyle Business arbeitest. 

Was willst du denn eigentlich von deinem Lifestyle Business ? Was ist dein Ziel?

Nicht wie ein kopfloses Huhn alles mögliche machen, sondern mit einem klaren Fahrplan smart arbeiten. 

Fehlerhaft

F

Niemand macht gern Fehler. Am wenigsten Fehler, die im Nachhinein ziemlich dumm und vermeidbar erscheinen. 

Aber was können wir tun, wenn nun mal ein Fehler passiert ist?

Wenig. Schauen, dass der Fehler möglichst nicht mehr vorkommt. 

Und: Uns selbst den Fehler vergeben. Anerkennen, dass irren menschlich ist und niemandem geholfen ist, wenn wir uns immer und immer wieder dafür bestrafen. 

Krankenstand

K

Natürlich passt es dir nicht, dass du ausgerechnet jetzt krank bist.

Natürlich hättest du wahnsinnig viel zu tun. Natürlich hättest du wahnsinnig wichtige Termine. Natürlich bringt das Verzögerungen in deiner wahnsinnig langen To-Do-List.

Natürlich nimmt die Krankheit auf all das keine Rücksicht.

Natürlich bist auch du nur ein Mensch, und natürlich kommt diese Zwangspause wahrscheinlich genau zum richtigen Zeitpunkt.

Dein Bestmögliches

D

Tun Sie immer Ihr Bestmögliches, lautet eines der vier Versprechen von Don Miguel Ruiz – unter allen Umständen und in jeder Situation des Lebens.

Dein Bestmögliches ist nicht immer gleich. Wenn du topfit bist, wird Besseres möglich sein als wenn du krank bist.

Aber wenn du jeden Tag dein Bestmögliches gibst, wirst du an jedem Tag dein Potenzial ausschöpfen – in dem Maße, in dem es an diesem Tag eben möglich war.

Und so wirst du keinen Tag deines Lebens bereuen.

Der Vorteil eines Newsletters

D

Ein cleverer Gedanke von Gregor Schmalzried:

Ich weiß zwar nicht, wie man Experte in irgendwas wird. Aber wenn du dir ein Thema schnappst und ein Jahr lang einen Newsletter darüber schreibst… dann bist du zumindest verdammt nah dran.

Ein bisschen kümmern

E

Es ist immer wieder erstaunlich:

Wenn man sich ein bisschen kümmert, ein kleines bisschen mehr als vielleicht notwendig wäre…

Wenn man ein bisschen Verantwortung übernimmt, wo die meisten lieber wegschauen…

Wenn man ein ganz kleines bisschen mehr tut als das Gegenüber erwarten würde…

Dann passiert Erstaunliches: Mit ein bisschen mehr Einsatz lässt sich ein überproportional positiver Effekt erreichen.

Wohl denen, die sich ein bisschen mehr kümmern, als sie müssten.