Das digitale Notizbuch von Günter Schmatzberger

Stundensatz

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Wenn dich jemand fragt, wie viel eine Stunde bei dir kostet…

Kannst du deinen Stundensatz nennen, ohne komisch dabei drein zu schauen?

Kannst du deinen Stundensatz nennen, ohne im nächsten Moment zu sagen, dass aber alles verhandelbar ist und ihr euch preislich sicher einigen werdet?

Kannst du deinen Stundensatz nennen, ohne dass du innerlich ein schlechtes Gewissen bekommst, weil du so viel verlangst für eine Arbeit, die dir ehrlich gesagt sehr leicht fällt?

Wenn nicht, dann fang sofort an, das zu üben.

Eine echte Unternehmerin

E

Ich gründe nicht nebenbei. Ich bin eine echte Unternehmerin!

Das sagte heute eine Gründerin zu mir.

Nicht, weil sie davon fest überzeugt ist.

Sondern, weil sie sich täglich selbst daran erinnert, dass es ihr ernst ist mit ihrer Selbständigkeit. Dass eine Unternehmensgründung kein Hobbyprojekt ist. Dass sie in Zukunft wie ein Profi auftreten und auch so behandelt werden will.

Wir müssen in unsere Rolle als Unternehmerin und Unternehmer hineinwachsen.

Jeden Tag auf’s Neue.

Gib dem Wichtigen Beine

G

Bei Philipp Maderthaner gehört:

Gib dem Wichtigen Beine!

Bedeutet: Wenn du bei einem wichtigen Projekt nicht weiter kommst, dann such dir einen Menschen (mit zwei Beinen), der sich um diese wichtige Sache endlich kümmert, die du selbst nicht zuwege bringst.

Bring Schwung rein durch die Motivation und Expertise einer externen Person.

Logo

L

Ein Logo ist nicht dazu da, dass es dein Unternehmen oder deine Produkte erklärt. Apple verkauft ja auch keine Äpfel.

Ein Logo ist dazu da, aufzufallen und wiedererkennbar zu sein.

Auch Seth Godin

A

In seinem wunderbaren Podcast Akimbo beantwortet Seth Godin jede Woche die Fragen seiner Hörer*innen.

Fast jede Woche. Denn diese Woche ist es Seth Godin passiert, dass er keine Hörer*innen-Fragen bekommen hat.

Ich kenne das aus meinem eigenen Podcast [Projekt: Leben] gut, wo ich auf in jeder Folge dazu aufgerufen habe, mir Fragen zu schicken. Mir ist es, im Gegensatz zu Seth Godin, jedoch immer so gegangen, dass ich keine Hörer*innen-Fragen bekommen habe.

Immerhin ist es ein bisschen tröstlich, dass es auch dem großen Seth Godin manchmal so geht wie mir.

Warum melden Sie sich nicht?

W

Als Gründungsberater stoße ich immer wieder auf folgendes Paradoxon:

Viele Gründer*innen fühlen sich in der Anfangsphase ihres Business überfordert. Sie fühlen sich alleine, haben Sorgen, Zweifel und Unsicherheiten, was ihr Unternehmen und ihre neue Rolle als Unternehmer*innen betrifft.

Aber: Sie scheuen sich, in dieser Situation Hilfe zu holen. Sie scheuen sich, mich zu kontaktieren und in einem Gespräch vielleicht ein bisschen mehr Klarheit zu schaffen und neue Motivation mitzubekommen.

Warum ist das so? Ich habe Vermutungen, aber ganz verstehe ich es nicht.

Geld macht nicht glücklich

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Folgendes schreibt uns Naval Ravikant in unser Stammbuch:

“One on the things you learn after you make money is that money doesn’t make you happier. It takes care of your money problems, but it’s not necessarily going to put you in a place where you are in some kind of bliss all the time. In fact, there’s nothing out there that will make you happy forever.”

Naval Ravikant

10x besser

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Wenn wir unsere Kreativität und Energie dafür aufwenden, ein neues Produkt zu erschaffen, dann sollten wir nicht nur irgendein Produkt erschaffen.

Es sollte ein Produkt sein, dass spürbar besser ist als alles, was es bereits gibt.

Ein Produkt, das 10x besser ist.

Sichtbar werden

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Wer sich sichtbar macht, der macht sich auch angreifbar. 

Und angegriffen wird niemand gerne. 

Deswegen machen sich viele erst gar nicht sichtbar. 

Freude am Teilen

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Es macht mir unglaubliche Freude, mein Wissen zu teilen.

Immer, wenn ich eine neue Buch-Notiz oder Podcast-Notiz veröffentliche, fühle ich mich danach irgendwie leichter – als wäre ich ein kleines Stück gewachsen. Als hätte sich mein Herz ein klein wenig weiter geöffnet. Schwer zu beschreiben.

Das, was ich gelernt habe, gehört nun nicht mehr nur mir, sondern steht auch allen anderen interessierten Menschen zur Verfügung, die sich auch dafür interessieren. Das gibt mir ein echt gutes Gefühl.

Klar, es kann sein, dass meine letzte Buch-Notiz niemals von jemand anderem aufgerufen wird. Dass sich kein Mensch dafür interessiert, was ich hier auf dieser Website blogge und poste.

Aber darum geht es nicht. Das Teilen an sich tut mir gut.

Was ich auf dieser Website teile, teile ich also nicht für Clicks, Applaus oder Anerkennung.

Ich teile aus purem Egoismus.

Internet-Vorbilder

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Es gibt so viele großartige Leute da draußen, die großartige Sachen im Internet machen: Blogger, YouTuber, Newsletter-Autoren, Podcaster und so weiter.

Immer, wenn ich einen neuen dieser großartigen Content-Künstler entdecke, denke ich mir einen Moment lang: “Oh nein. Das ist sooo gut, da reichen meine halbherzigen Versuche nie heran.” Oder: “So gut, wie die ist, werde ich nie im Leben werden.”

Es ist leicht, entmutigt zu werden angesichts der vielen tollen Vorbilder, die es da draußen gibt.

Aber nach den Momenten des Selbstzweifels versuche ich, diese Vorbilder als Ansporn zu sehen. Nicht, so zu werden, wie sie sind, sondern mein Bestes zu geben und mein eigenes Ding zu machen.

Und vielleicht, mit viel Glück, werde ich dann selbst für jemand anderen zu einem Internet-Vorbild.

Selbst-Mitgefühl

S

Wir Lifestyle Entrepreneure sind sehr erfolgsorientiert. Wir wollen Erfolg haben, und wir legen uns für unser Lifestyle Business ins Zeug.

Aber manchmal ist das beste, was wir für unser Business tun können, anzuerkennen, dass wir nur Menschen sind. Wir geben unser Möglichstes, wir bleiben dran, aber wir sind fehlbar und umperfekt.

It’s not a bug, it’s a feature.

Einfache Antworten

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Natürlich sind wir alle auf der Suche nach einfachen Antworten. Das Leben ist kompliziert genug, und es wäre sehr hilfreich, wenn es zumindest da oder dort jemanden gäbe, der genau sagen könnte, was konkret zu tun ist.

Expert*innen erfüllten genau diese Aufgabe (oder sollten sie erfüllen). Sie können komplexe Sachverhalte vereinfacht darstellen und Handlungsanleitungen geben. Sie ermöglichen es, dass wir nicht alles wissen müssen, sondern uns auf das konzentrieren können, was gerade für uns wichtig ist.

Das Problem entsteht aber dann, wenn wir zwar einfache Antworten bekommen, aber auf die falschen Fragen.

Ganz einfach

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Wenn du etwas Neues anfangen möchtest – sagen wir einen Podcast -, dann bedenke Folgendes:

Du musst dir alles so organisieren, dass es möglichst einfach ist, den Podcast aufzunehmen. So einfach, dass es dir fast schon ein bisschen zu einfach vorkommt.

Nur, wenn es einfach ist, wenn es dir mühelos erscheint, ist sichergestellt, dass du den Podcast auch regelmäßig aufnehmen wirst.

Jede noch so kleine Hürde, jedes unnötige Hindernis senkt die Chance, dass du dran bleibst.

Es muss leicht gehen, oder es wird gar nicht gehen.

Selbstsabotage (2)

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Eine besonders perfide Form von Selbstsabotage, die unter Lifestyle Entrepreneuren sehr verbreitet ist, ist die Weigerung, Aufgaben zu delegieren.

Wenn wir darauf bestehen, dass nur wir selbst die Arbeit gut machen können und sonst niemand an unsere Qualitätsstandards heran kommt…

… dann erweisen wir unserem Business einen Bärendienst.

Und wenn wir denken, dass wir uns Delegation nicht leisten können, dann sind wir in die nächste Selbstsabotage-Falle getappt.

Kundenfragen

K

Wenn du dir gerade schwer tust, in deinem Lifestyle Business eine unternehmerische Entscheidung zu treffen, gibt es meist eine einfache Lösung:

Frag deine Kund*innen.

Die haben meist eine verblüffend einfache Antwort prompt parat, auf die du nie gekommen wärst, auch wenn du dir noch so lang das Hirn zermarterst.

Fallschirmsprung

F

Die Angst ist da am größten, wo du aus dem Flugzeug raus springst und merkst, dass du überhaupt keine Kontrolle hast.

Die Angst raubt dir förmlich den Atem.

Die Angst nimmt aber in dem Moment ab, in dem du aufhörst, um Kontrolle zu kämpfen. Wenn du dich dem Fall hingibst, du dich entspannst und zu vertrauen beginnst… dann fällst du durch die Angst hindurch.

Und du wirst sehen: Auf der anderen Seite der Angst ist… nichts.

Superstars

S

Was die Superstars jeder Branche zu Superstars macht, ist die viel besprochene “Extra-Meile”.

Dieses bisschen mehr zu tun als notwendig ist es, was die Spreu vom Weizen trennt. Was den Profi zum Profi und vor allem den Superstar zum Superstar macht. Auch dann noch weiter zu machen, wenn es echt anstrengend wird. Auch dann noch ein Schäuferl draufzulegen, wenn sich die meisten denken: “Ist wurscht, das merkt eh keiner.”

Phil Collins erzählt in seiner Autobiographie, dass er sich nach jedem Genesis-Konzert im Hotelzimmer die Aufnahme des Konzerts nochmals angehört hat, um Fehler zu finden und beim nächsten Mal noch besser zu sein.

Wo andere Party machen, legt er ein Schäuferl drauf. Das macht ihn zum Superstar.

Almost nobody

A

Wieder ein nützliches Konzept für Lifestyle Entrepreneure von meinem Lehrmeister Seth Godin:

Almost nobody wird meine Produkte kaufen.

Weil: Almost nobody interessiert sich für dich und das, was du zu sagen hast.

Aber: Almost nobody ist genug! Almost nobody reicht, um dir ein gutes Einkommen zu sichern.

Mach deine Arbeit für almost nobody, aber für die mach sie aus ganzem Herzen.

Wieviel Geld wird’s machen?

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Wenn du wieder mal von deinen tollen Ideen, deinen aussichtsreichen Projekten und deinen vielversprechenden Kooperationsgesprächen erzählst, stell dir selbst die Frage:

Okay, und wieviel Geld wirst du damit machen? Wie viel Umsatz springt dabei raus?

Kein Business ohne Umsatz. Gute Aussichten sind schön, aber noch schöner ist ein Zahlungseingang auf deinem Bankkonto.

Für ein gutes Gespräch kannst du dir nichts kaufen, und eine gute Idee allein füllt nicht deinen Kühlschrank.