Parkplatz-Privilegien

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Ich kenne ein Unternehmen, da läuft Folgendes:

Früher hatte jede Führungskraft dieses Unternehmens einen fixen Parkplatz. Während der Corona-Zeit und durch das vermehrte Home Office hat das Unternehmen die Chance genutzt, das Parkplatz-Thema neu zu organisieren. Seither gibt es eine App, wo jede*r Mitarbeiter*in die Parkplätze im Vorhinein reservieren kann, wenn er/sie an diesem Tag in die Zentrale kommt und einen Parkplatz braucht.

Den Führungskräften wurde also der fixe Parkplatz weggenommen, und sie müssen jetzt ebenfalls einen Parkplatz via App reservieren.

Und es geschah das, was geschehen musste: Einige Führungskräfte reagierten mit passivem Widerstand und parken trotzdem noch immer auf ihrem Stamm-Parkplatz. Sie pfeifen auf die App. Und der arme Mitarbeiter, der diesen Parkplatz eigentlich reserviert hätte, hat das Nachsehen. Denn: Wer will sich schon mit der Führungskraft wegen eines Parkplatzes anlegen?

Es tut weh, Privilegien zu verlieren. Und wenn man jemandem Privilegien wegnimmt, darf man sich nicht wundern, wenn man Rache- und Sabotageakte als „Dankeschön“ bekommt.


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