Roman Kmenta: Werde zum Problemsucher

Ein Business das läuft #164, 2. März 2021

Link zum Podcast

Der Grundstein zum geschäftlichen Erfolg wird ganz zu Beginn gelegt.

„Nur, weil du etwas kannst, heißt das nicht, dass es jemanden gibt, der das auch kaufen will.“

  • Wir interessieren uns zu wenig dafür, ob es einen Markt gibt.
  • Ja, Märkte können auch geschaffen werden. Aber das braucht viel Kapital, und das Risiko ist hoch. (Im Erfolgsfall winken dafür aber hohe Belohnungen.)

Bevor wir starten, sollten wir uns überlegen: Wofür gibt es einen Markt? Wofür sind die Menschen bereit, Geld auszugeben?

Wir machen zu oft das, was die anderen auch tun.

  • Damit sind wir vergleichbar.
  • Wenn wir nichts Besonderes anbieten, läuft der Vergleich zum Mitbewerb immer über den Preis.
  • „Der Preis steht immer dann im Fokus, wenn der Kunde kein anderes Unterscheidungsmerkmal hat, das mehr zählt als der Preis.“
  • vgl. “Geschäftskonzept” von Günter Faltin

Wir starten oft mit einer tollen Produktidee, von der wir sehr begeistert sind.

  • Aber: Ist auch der Markt begeistert davon?

RK spricht besteht auf dem Nachdenken über den Markt, weil er ein Betriebswirt ist und sein Podcast heißt „Ein Business, das läuft“, nicht „Ein Hobby, das läuft“.

  • Alles, wofür es keinen Markt gibt, ist ein Hobby.
  • Ich bin Berater im Unternehmensgründungsprogramm, nicht im Hobbygründungsprogramm.

Wir tun auch oft, was uns Spaß macht.

  • Was uns Spaß macht, macht auch anderen Spaß. Daher haben wir viel Konkurrenz. Beispiel: Viele wollen „anderen helfen“. Deshalb gibt es „eine wahre Flut von Coaches“.
  • Geld verdienen ließe sich aber leichter und besser in Bereichen, die weniger spaßig sind, z.B. Schädlingsbekämpfung.
  • „Spaß sollte nicht das einzige und vor allem nicht das erste Kriterium sein.“
  • „Nur, weil mir etwas Spaß macht, heißt das nicht, dass es einen Markt dafür gibt, heißt das nicht, dass es ein lukrativer Markt ist, heißt das nicht, dass ich mich gegen den Mitbewerb durchsetzen kann.“

Der allerbeste Startpunkt wäre, ein Problem von Menschen zu lösen.

  • Noch besser: Ein ungelöstes Problem.
  • Noch besser: Ein großes Problem.
  • Noch besser: Ein drängendes Problem.
  • ⇒ Idealerweise: große ungelöste dringende Probleme von Menschen

Es gibt in jeder Branche eine Menge ungelöster Probleme.

  • Aber: Die offensichtlichen, einfachen Probleme, die Spaß machen, sind ziemlich sicher längst schon (gut genug) gelöst.

Wünsche der Kunden sind gut, Probleme der Kunden sind besser.