Rutger Bregman: Humankind: Are We Good Or Evil?

Modern Wisdom Podcast #181, 8. Juni 2020

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Es findet gerade eine „silent revolution” statt: Viele Wissenschaftler aus vielen Bereichen werden gerade „more hopeful”, was die Fähigkeiten des Menschen zur Zusammenarbeit betrifft.

  • Die Auffassung, dass der Mensch grundsätzlich egoistisch ist, ist tief verwurzelt in unserer westlichen Kultur (Griechen, Kirchenväter, Aufklärung, Kapitalismus, …)
  • Obwohl es genügend Gegenbeweise gäbe – die für jeden Einzelnen sichtbar wären…

Das Revolutionäre daran: Wenn die Menschen doch nicht so böse, so egoistisch sind… Wozu brauchen wir dann die bestehenden Machstrukturen, die Gesetze und Regeln und all das, was uns vor einander beschützen soll? Womit legitimieren die Mächtigen dann ihre Machtfülle?

  • Der Tausch ist momentan: Wir geben einen Teil unserer Freiheit ab, dafür werden wir beschützt.
  • Was, wenn dieser Tausch in Wirklichkeit ein schlechter Tausch für den Großteil der Menschen ist?

Wenn man sein Buch in einem Satz zusammenfassen würde: „Most people are pretty decent, but power corrupts.”

„Other people are just like you.” – „You’re not a monster, so they are probably not a monster.”

  • Wir glauben, dass wir selbst ganz vernünftige Leute sind, gut genug.
  • Aber warum glauben wir von den anderen Menschen, dass man ihnen nicht trauen kann?
  • Das ist auch ein Grundproblem mit dem BGE: Wir selbst würden das BGE natürlich sinnvoll verwenden, aber „all the other people…” – die können damit nicht umgehen!

In unserer westlichen Kultur gibt es viel Zynismus – gerade bei den Mächtigen dieser Welt. Weil Zynismus ihnen nützt.

Siehe auch: Rutger Bregman: Im Grunde gut