📙 Stefan Mekiffer: Warum eigentlich genug Geld für alle da ist (2016)

Eh ein gutes Buch. Aus ehrlicher Überzeugung vielleicht ein bisschen missionarisch.

Die Ökonomik hat eine Doppelfunktion

  • „Die Ökonomik, also die Lehre von der Wirtschaft, hat eine Doppelfunktion: Auf der einen Seite erklärt sie wirtschaftliche Vorgänge, auf der anderen Seite erteilt sie Ratschläge. Sie ist sowohl beschreibend als auch empfehlend.“ (S. 9)

Mit dem Geld werden die Leute zielstrebiger

  • „Mit dem Geld werden die Leute zielstrebiger, und das nicht nur auf die nette Tour.“ (S. 52)

Geld als Maß für das Glück?

  • Der Preis lässt sich verstehen als „ein Indikator des Glücks, den der Kauf eines Gutes bringt […].“ (S. 60)
  • „Wenn Preise ein Indikator für das Gute sind, das die Güter bringen, folgt daraus, dass günstige oder kostenlose Güter weniger gut sind als teure Güter. […] ein absurder Schluss.“ (S. 65)
  • „Wir wissen, dass Geld kein gutes Maß für das Glück, für das Gute ist. Warum benutzen wir es trotzdem zu diesem Zweck?“ (S. 67)

Coaches statt Freunde

  • „Statt mit Freunden über meine Probleme zu reden, kann ich Coaches und Berater dafür bezahlen, mir zuzuhören und Ratschläge zu erteilen.“ (S. 132)
  • „Dabei kann gerade Geld das Bedürfnis nach Zugehörigkeit eben nicht erfüllen: Interesse anderer an meinem Geld und meiner Stellung ist umso vieles geringer und unbefriedigender als das tatsächliche Interesse an meiner Person.“ (S. 133)
  • Warum dieses entweder-oder? Freunde und Coaches!

Reiche müssen sich um viele tote Dinge kümmern

  • „Reiche müssen sich um die Verwendung und Pflege vieler toter Dinge kümmern, und Eigentum ist eine Droge.“ (S. 134)

Reich ist, wer viel gibt

  • „Wir denken, dass der reich ist, der viel nimmt, viel spart, viel hat. Dieser Reichtum macht andere arm, denn was ich gesammelt habe, können Sie nicht haben, mein Guthaben sind Ihre Schulden, und mehr für mich ist weniger für Sie. Die Kung hingegen denken, dass der reich ist, dem man geben möchte, weil er viel gibt. Status rührt daher, wie viel jemand teilt, nicht, wie viel jemand hat. Wenn Sie großzügig sind, gibt man Ihnen gerne, und Sie sind reich und geachtet.“ (S. 137)
    • Status und Reichtum aus Großzügigkeit

Geld ist für den Kapitalaufbau gar nicht so wichtig

  • „Um wirklich Kapital aufzubauen, braucht es nicht so sehr Geld, sondern das, wofür Geld steht, nämlich Ihre Zeit, Fertigkeiten, Beziehungen, Energie, Hingabe (genau, wir sind alle reich!)“ (S. 239)