Es ist schiach zuzuschauen, wenn man jemandem nicht helfen kann.
Aber man muss erkennen können, wenn man nichts (mehr) tun kann.
Man kann nur tun, was man kann. Und wenn’s nicht geht, dann geht’s nicht.
Es ist schiach zuzuschauen, wenn man jemandem nicht helfen kann.
Aber man muss erkennen können, wenn man nichts (mehr) tun kann.
Man kann nur tun, was man kann. Und wenn’s nicht geht, dann geht’s nicht.
Das Burgtheater macht gerade “Pay what you can”: Für ausgewählte Vorstellungen bekommen Theaterinteressierte die Möglichkeit, “so viel für ihre Karte zu zahlen, wie die eigene finanzielle Situation zulässt”.
Und ich frage mich: Kaufen jetzt wirklich nur die Leute, die sich sonst keine Theaterkarte leisten würden, oder kaufen auch die Leute, die sowieso zu der Vorstellung gehen wollen und jetzt ein Schnäppchen abstauben?
Wäre wirklich interessant, mit den Burgtheater-Leuten zu plaudern, was sie aus dieser Aktion gelernt haben.
Unlängst bei der Greifvögelvorführung auf der Rosenburg beobachtet:
Wenn der Steppenfalke rausfliegt, dann sucht er sich eine Aufwärtsthermik, weil er sich da viel leichter tut. Er fliegt nicht gleich los, sondern wartet und schaut, wo er Aufwind hat. Und genau dort lässt er sich dann mit minimalem Aufwand in höchste Höhen tragen.
In der Natur passiert nichts gegen die Natur.
Die Story „nach diesem Projekt / diesem Kunden / diesem Monat wird es weniger” ist meistens falsch.
Und das weißt du eigentlich schon selbst.
Was Gründer:innen im UGP oft erleben: Die äußeren Rahmenbedingungen haben sich verändert, aber das Denken und Verhalten folgt noch den alten Mustern des Angestelltenverhältnisses.
Das Gehirn hinkt der Selbständigkeit oft hinterher.
Eigenverantwortung bedeutet, die Versprechen, die ich mir selbst gebe, einzuhalten. Oder eben auch nicht.
Versprechen an sich selbst sind der Kern von Selbstführung.
In meiner Arbeit mit Gründer:innen taucht das Thema Selbstverpflichtung ständig auf: Businesspläne, die nicht umgesetzt werden. Vorhaben, die nur im Kopf bleiben. Strategien, die auf halbem Weg verlassen werden.
Wer Businesspläne schreibt und dann nicht umsetzt, bricht zuerst ein Versprechen an sich selbst – nicht gegenüber dem Markt.
Vielleicht eine der größten Geißeln von Solopreneuren:
Bereits getroffene Entscheidungen werden immer wieder hinterfragt.
Erfolg ist für uns Solo-Selbständige wahrscheinlich keine plötzliche Explosion, sondern eher wie eine Perlenkette.
Es sind viele kleine schöne Momente, für die man’s macht und die man wie Perlen auf einer Schnur auffädelt.
Und am Ende kann man dann auf eine sehr schöne Perlenkette zurückschauen.
Wäre schade, wenn wir diese vielen kleinen Perlen übersehen würden.
Ein paar Gedanken aus meinen Notizbuch. Ungeordnet, ungefiltert, ohne Anspruch auf Wahrheit.
„Wenn ich mich von wem wertgeschätzt fühle, dann fühle ich mich im tiefsten Inneren ertappt. Und das ist das Schöne.” (Michael Lehofer)
„Die mit der lautesten Meinung haben meistens die leiseste Ahnung.” (Die Toten Hosen, „Kein Blatt zwischen uns”)
„A great song doesn’t boost the vibe, it reorganizes your priorities.” (Gabe The Bass Player)
Die KI bewertet nicht, wie gut du bist. Sie erkennt nur, wie klar du bist. Unklarheit = Unsichtbarkeit. (Martina Fuchs)
„It’s not about saying no to everyone else. It’s about making it so clear that your best clients can’t miss themselves in your message.” (Michelle Mazur)
„Mit Hoffnung kann ich keinen Reifen flicken”, sagte er. „Mit Hoffnung kriege ich kein Getriebe repariert.” (Colm Toíbín, Die Schwestern, S. 23)
„Lust und Lernen”, sagte Katherine einmal. „Mehr gibt es doch eigentlich nicht, oder?” (John Williams, Stoner, S. 249)
Man kann krank sein, aber sich gesund fühlen. — Man kann auch reich sein, aber sich arm fühlen.
„Everyone is just trying to do their best and be happy with imperfect information. They’re going to get it wrong, and so will you.” (Chris Williamson)
„Wir sind in eine Welt geworfen, und doch sind wir getragen.” (Hartmut Rosa)
„Freedom is responsibility with a sexier name.” (Seth Godin)
„Ich war meine eigene beste Mitarbeiterin mit der strengsten Chefin der Welt.” (Tanja Lenke)
„Whatever the outcome, there’s beauty in trying.” (Rutger Bregman)
Eine hilfreiche Checkliste von Katharina Lewald, um herauszufinden, ob dein Innerer Kritiker in deinem Business das Sagen hat:
Wenn du dich ertappt fühlst, dann sei nicht zu streng mit dir. Das ist nicht deine persönliche Unzulänglichkeit, sondern das sind typische Muster, die ganz, ganz, ganz vielen Solopreneueren zu schaffen machen.
Wenn ein Gründerpaar auch privat zusammen ist, dann gibt es zwei Ebenen, wo was schief gehen kann.
[Danke Michael Hähnle für diesen Gedanken.]
Ja, ich könnte die Bezahlschranke am Bahnhofsklo überlisten und gratis reinkommen.
Es wäre gar nicht so schwer, und wahrscheinlich würde es auch überhaupt niemandem auffallen.
Aber ich finde, es ist ein wunderbares Gefühl, wenn ich sagen kann: Diese 50 Cent kann ich mir auch noch leisten.
Und dann lächelnd meine Münze einwerfe.
Teams scheitern an fehlender Ehrlichkeit, nicht an fehlendem Können. Wenn niemand ausspricht, was wirklich Sache ist, funktioniert ein Team nicht.
„Sobald alle kommunizieren und an einem Strang ziehen, bewegt sich das Boot extrem leicht voran,” sagt Vicki Schwarz.
[Gilt, glaube ich, genauso gut für Innere Teams.]
Wenn Jesus CEO wäre – was würde er tun?
(mehr …)Sehr, sehr spannender Gedanke von Michael Lehofer:
“Ich habe irgendwann einmal begriffen, dass jeder irgendwann versteht, welchen Beruf er haben möchte. Und egal, welchen er dann wirklich ergreift, er wird es immer sein.”
Das bedeutet: Egal, welchen Job man gerade hat, man wird immer seinen Beruf ausleben. Ich könnte also z.B. auch Polizist sein und wäre trotzdem immer ein Lehrer. Ich würde wahrscheinlich junge Polizist:innen einschulen oder an der Polizeischule lehren.
Das ist eine starke, starke, starke Einsicht. Und eine Befreiung von dem Druck, “sein Ding” finden zu müssen. Aus dieser Sicht kann man nämlich gar nicht anders, als “sein Ding” zu machen.
Es wird sich in jedem Job durchkämpfen und an die Oberfläche dringen.
Wie der Löwenzahn.
Bettina Steiner sagt:
Es sollte eine eiserne Regel geben: Eltern jammern nicht über ihre Kinder, Chefs nicht über ihre Angestellten, und Politiker jammern nicht übers Volk.
Ich ergänze noch: Selbständige jammern nicht über ihre Kunden.
Aber sonst bin ich sofort dafür!
Stefanie Stahl sagt: Unser Gehirn verwechselt (leider) vertraute Situationen mit Sicherheit. Was wir kennen, fühlt sich sicher an. In gewohnten Umgebungen/Beziehungen/Aufgaben fühlen wir uns selbstbewusster.
Daher bleiben wir Solopreneure leider zu oft in unseren gewohnten Mustern hängen. Weil wir uns mit ihnen sicher fühlen.
Aber nicht, weil sie für unser Solo-Business hilfreich wären.
Ein paar Gedanken aus meinen Notizbuch. Ungeordnet, ungefiltert, ohne Anspruch auf Wahrheit.
Zwidere Menschen „halten die Welt nicht aus, und vor allem: Sie halten sich selbst nicht aus.“ (Michael Lehofer)
“Das Allerschlimmste ist, dass man Ohnmacht lernen muss im Leben. Dass es Vorfälle gibt, da kannst du nichts draus lernen und die sind einfach nur schlimm.” (Campino)
„KI macht Menschen und Marken nicht austauschbar. Aber KI macht Austauschbarkeit sichtbar – und verstärkt sie.” (Martina Fuchs)
“Once you’ve decided to do something it doesn’t do much good to think about whether or not it’s possible.” (Gabe The Bass Player)
Motel One: Der Gast soll günstig übernachten, aber nicht das Gefühl haben, dass er billig schläft.
„Es geht uns ja nicht um Perfektion, es geht uns darum, einfach ein wenig besser zu werden.” (Jonas Tietgen)
Paartherapie bedeutet nicht, dass man die Partnerwahl reparieren kann. Der Partner, den man gewählt hat, wird bleiben, wie er ist. Die Frage ist nur: Können wir unser Zusammenleben verbessern? Haben wir ein gemeinsames Ziel, an dem wir arbeiten wollen?
“Fußball ist auch ein Fehlersport.” (Andi Ivanschitz) Es passieren so viele Fehlpässe. Es geht darum, dass man sich davon nicht unterkriegen lässt und einfach weitermacht. Den nächsten Pass besser machen.
„Wenn ich in einer Sache Meisterin geworden bin, dann sollte ich in einer anderen als Schülerin starten. Und ich liebe es, Schülerin zu sein.“ (Barbara Messer)
“Menschen, die das, was sie tun, mögen… Die bräuchten wir schon. Dringend!” (Gerald Hüther)
Was wäre, wenn wir mit einer Grundhaltung der Freundlichkeit durchs Leben gehen würden – auch im Business. Nora Blum legt überzeugend dar, dass das eine Riesenchance wäre, gerade für Solo-Businesses.
(mehr …)Im Motel One haben sie beim Frühstücksbuffet fancy Eierbecher.
So fancy, dass ich dachte, es wären Espresso-Tassen. Und so habe ich meinen Espresso aus einem Eierbecher getrunken.
Wie peinlich!
Nur: Das hat natürlich überhaupt niemand mitgekriegt. Niemanden hat der Espresso-Eierbecher auch nur annähernd so beschäftigt wie mich.
Wie viel Zeit wir verbringen verschwenden mit Sorgen über Dinge, die dem Rest der Welt vollkommen wurscht sind!