Tag#Lebensfragen

Psychische Probleme in Lehre und Beratung

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Jede:r hat mal einen schlechten Tag, aber…

Manche meiner Gründer:innen und Studierenden haben psychische Probleme. Zumindest vermute ich das, ich bin ja kein Arzt und kein Therapeut. Aber ich habe dafür empfindliche Antennen.

Es ist nicht leicht, mit solchen Situationen umzugehen. Jemanden darauf anzusprechen, fällt schwer. Und meistens kommt auch nichts retour außer: „Es geht mir gut. Alles okay.“

Es ist nicht meine Aufgabe als Gründungsberater oder Hochschullehrer, mich um die mentale Gesundheit meiner Kund:innen und Studierenden zu kümmern. Dazu bin ich auch gar nicht ausgebildet.

Aber ich könnte es ansprechen, wenn ich ein komisches Gefühl habe. Ich könnte offenlegen, was ich wahrnehme.

Meistens kann man eh nichts ändern. Aber manchmal entsteht die Chance, dass dadurch etwas in Bewegung kommt.

Und dann muss man sie ergreifen!

Wenn’s schiefgeht

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Wichtiger Reminder für alle Menschen, die anderen helfen wollen:

Manchmal gibt’s kein Happy End. Und es ist leicht, sich deswegen schuldig zu fühlen.

Aber: Schuld bist nicht du, weil du vielleicht nicht optimal geholfen hast. Schuld ist das, was vorher passiert ist. Du kannst nichts dafür, dass die Person in diese Situation geraten ist. Du kannst nichts dafür, dass die Person, der du helfen wolltest, ist, wie sie ist. Das ist ihre Schuld, nicht deine.

Manchmal kann man nicht (mehr) helfen. Das ist einfach Pech – das Pech der anderen Person.

Du kannst nichts dafür.

Erste Hilfe

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Erste Hilfe ist nicht nur der Verkehrsunfall.

Erste Hilfe ist auch, wenn ich den Insektenstich meiner Kinder versorge.

Wie im Kleinen, so im Großen.

Notruf

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Im Erste-Hilfe-Kurs habe ich gelernt: Einen Notruf setzt man dann ab, wenn man selbst mit der Situation überfordert ist.

Dieser Punkt ist bei jeder Person anders.

Aber: Hab keine Angst, den Notruf „zu früh“ abzusetzen. Diese Angst führt wahrscheinlich dazu, dass du zu lange wartest.

Feldnotizen 09/2026

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Ein paar Gedanken aus meinen Notizbuch. Ungeordnet, ungefiltert, ohne Anspruch auf Wahrheit.

„If you have talent and you have curiosity, you are good soil. Something is going to grow out of that good soil. Trust, have faith that you are good soil and something will grow out of that.„ (Chip Conley)

„I think optimism is a tool. It’s not a forecast for how tomorrow is gonna be. It’s a choice about how we’re gonna approach problems.„ (Seth Godin)

Michael Lehofer hat beobachtet: „Die meisten Menschen sind nicht mit ihrer großen Liebe zusammen, sondern mit einem Menschen, den sie zwar lieben, aber nicht in diesem Ausmaß.„

Wenn ich in der Früh laufe, ist der Tag besser. Immer.

„Marketing ohne Meinung ist wie Kaffee ohne Koffein. Ist ganz nett, aber eigentlich wirkungslos.„ (Julian Heck)

„We promise according to our hopes; we perform according to our fears.„ (François duc de La Rochefoucauld; via Derek Sivers)

Life will create enough difficulty without your help. Wherever you have the choice, choose people, environments and behaviours that make it easier to carry. (Chris Williamson)

„Das Problem des Internets und später von Social Media besteht darin, dass sie den Zugang zu Informationen so sehr verbilligen, dass ihr Wert immer weiter sinkt.„ (Henning Beck)

Man muss mit allem rechnen. Auch mit dem Guten. (Claudia Stöckl)

Vertrauen skaliert nicht.

„Wennst loslaufst und anfängst und es ist alles gut und du fühlst dich wohl – einfach weitermachen! Der Körper meldet sich, wenn’s nicht in Ordnung ist.„ (Robert Fritz)

Wer alles kann, muss alles machen.

Das Zen des Udo Jürgens

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[Zu seinem 92. Geburtstag heute: Ein Repost eines Artikels von mir von Dezember 2014.]

Anfang Dezember gab Udo Jürgens ein Konzert in der Wiener Stadthalle – und ich war dabei. Nicht mittendrin, sondern ganz hinten, aber doch nah genug, um festzustellen: Von Udo Jürgens kann ich einiges über Zen lernen.

Wie ich darauf komme? Nun, mit seinen 80 Jahren hätte er zwar das richtige Alter für einen Zen-Meister erreicht, aber am Alter liegt’s nicht. Dass er immer noch auf der Bühne steht, spricht für ihn. Aber das ist noch nichts Besonderes, das machen andere auch (man denke nur an Bob Dylan, Leonard Cohen oder Jopie Heesters selig). Auch an seiner Musik liegt es nicht. Die kann man mögen oder nicht, das ist Geschmacksache. Aber die Art und Weise, WIE er sein Konzert gegeben hat, fand ich beeindruckend Zen-ig. Lasst mich das an fünf Punkten genauer erklären.

1. Echte Größe ist bescheiden

Es war von Anfang an und das ganze Konzert hindurch zu spüren, dass Udo Jürgens Respekt, Dankbarkeit und Demut seinem Publikum gegenüber empfindet. „Ich stehe quasi in Ihrer Schuld„, sagte er – und das war nicht nur so dahingesagt. Für ihn ist nicht selbstverständlich, dass die Leute immer noch kommen, um ihn zu sehen. Er empfindet die Treue seines Publikums als Geschenk. Diese Dankbarkeit gegenüber dem Leben ist auch ein Fundament des Zen: Bei Udo Jürgens schließen sich Erfolg und Dankbarkeit nicht nur nicht aus, sondern bedingen einander.

2. Nicht stehenbleiben

Er könnte es sich leicht machen und einen Abend mit einem Best-of-Programm bestreiten. Alte Hits hätte er ja genug. Das Publikum wäre zufrieden, und für ihn wäre es wahrscheinlich einfacher. Aber Udo Jürgens entschied sich dafür, viele Lieder seines neuen Albums zu spielen. Er wolle dem Publikum zeigen, worüber er gerade nachdenke, sagte er. Das ist auch das Gebot im Zen: Nicht stehenbleiben und genau hinsehen auf das, was um uns passiert. Es sich nicht zu bequem machen in der eigenen Komfortzone und in jener des Publikums, sondern präsent im Hier und Jetzt bleiben.

3. „Warum kommt der heute Abend?„

Udo Jürgens hat dem Publikum in der Stadthalle auch verraten, was er macht, bevor er auf die Bühne geht: Er beobachtet durch den Vorhang die Menschen, die ins Konzert kommen und ihre Plätze suchen. Dann sucht er sich einzelne davon aus und fragt sich: „Warum kommt der heute Abend? Was bewegt ihn?„ Dass er sich nach all den Jahren immer noch überlegt, was Menschen empfinden mögen, die in sein Konzert kommen, finde ich sehr beeindruckend. Es zeigt nämlich, dass er nicht glaubt, ein Patentrezept dafür zu haben, wie man Menschen glücklich machen kann. Dieses Patentrezept gibt es auch im Zen nicht. Es bleibt einem nicht erspart, sich gut mit sich und seinem Umfeld auseinanderzusetzen.

4. Griechischer Wein bis zum Abwinken?

„Griechischer Wein„ hat er wahrscheinlich schon tausend Mal gespielt. So auch an diesem Abend. Aber geklungen hat es, als würde er das Lied seinem Publikum zum ersten Mal präsentieren, so viel Emotion und Freude war zu spüren. Perfektion äußert sich im Zen gerade in den Dingen, die wir schon tausend Mal gemacht haben. Das Besondere ist nämlich, gerade diese jedes Mal wieder mit derselben Hingabe zu tun wie beim allerersten Mal.

5. Hohe Ansprüche

Udo Jürgens liest die Liedtexte nirgends ab und hat auch keine Texthänger. Das habe ich bei Konzerten von jüngeren Sängern schon oft anders erlebt. Nicht so bei Udo Jürgens: Als wäre er es seinem Publikum schuldig, stellt er höchste Ansprüche an sich selbst und seine Show. Auch das erinnert mich an Zen: Wenn du was machst, mach es ganz oder gar nicht. Keine halben Sachen, keine Kompromisse, keine Abkürzungen.

„Man muss nicht immer im Leben modern sein, meine Damen und Herren!„, sagte Udo Jürgens irgendwann während des Konzerts. Dafür gab es viel Applaus. Die meisten applaudierten wahrscheinlich, weil sie selbst in einem Alter sind, wo sie von „modern sein„ weit entfernt sind. Von mir gab es Applaus aus einem anderen Grund: Weil Menschen wie er nie aus der Mode kommen können.

PS: Meine Lieblings-Udo-Jürgens-Songs auf Spotify

Lohn für die Mühen

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Wo kommt die Kreativität her, Bryan Adams?

„There’s no secret sauce. Truly you have to work at it. If you don’t work at it, it’s not gonna happen.“

Wenn ich mich reinknie, wird es was werden. Und dann werde ich auch den einen oder anderen cleveren Einfall haben. Aber ohne dass ich mich auf meinen Hosenboden setze und zu arbeiten anfange, wird gar nichts passieren.

Sagt mir Bryan in der Deutlichkeit eines echten Profis.

Dreams for sale

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„Wir leben in einer Gesellschaft, die Träume verkauft.“ (Manuela Macedonia)

Wir wollen im Schlaf lernen. Wir wollen reich werden, aber nichts riskieren. Wir wollen fit sein/werden, aber uns nicht anstrengen.

Und es wird immer „Traumerfüller“ geben. Jemanden, der uns eine schnelle „Lösung“ für unseren Traum verspricht und verkauft.

Und wir fallen immer wieder darauf rein — weil die Verlockung einfach zu groß ist.

Manifestierte Kontrolle

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Manifestations-Coaches sind für Solopreneure deswegen attraktiv, weil sie in dieser chaotischen Zeit etwas bieten, das wir unter Kontrolle haben. 

Die Manifestationstechniken haben wir unter Kontrolle. Wenn wir manifestieren, haben wir das Gefühl, dass wir eh etwas unternehmen, um unsere Selbständigkeit auf die Erfolgsspur zu bringen.

Also manifestieren wir ganz fleißig.

Aber: Manifesting the thing is not doing the thing.

Gut genug und exzellent

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Wir können als EPU nicht in jedem Bereich optimal arbeiten. Das geht sich einfach nicht aus.

Es ist deshalb wichtig – ja überlebensnotwendig –, dass wir uns mit „gut genug“ anfreunden.

Umso entscheidender ist aber auch, dass wir bewusst für uns definieren, wo „gut genug“ nicht ausreicht, wo wir wirklich exzellent sein wollen.

Und dort dann keinen Schlendrian einreißen lassen!

In der Zwickmühle

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Als Eltern hast du nur zwei Möglichkeiten:

  1. Du willst Schaden von deinem Kind fernhalten. Dann bist du der, der immer meckert und den Spaß verdirbt.
  2. Du lässt den Schaden (gegebenenfalls) passieren und dein Kind seine eigenen Fehler machen — und grämst dich (gegebenenfalls) hinterher, dass du nichts gesagt hast. Im schlimmsten Fall gibt dir dein Kind dafür auch noch die Schuld.

Als Gründungsberater geht es einem nicht viel anders.

Exit – und dann?

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Eric Ries nennt eine Statistik, die ihn selbst überrascht hat: 76 % der Gründer:innen, die ihr Unternehmen verkaufen, bereuen es innerhalb eines Jahres.

Der „Exit“ gilt in der Startup-Szene als ultimativer Höhepunkt des unternehmerischen Erfolgs. Gleichzeitig ist er für die meisten Gründer:innen emotional verheerend – weil sie nicht nur eine Firma, sondern ihre Identität, ihren Sinn und ihre Kontrolle verlieren.

Sie wissen nach dem Exit einfach nichts mehr mit sich anzufangen.

Performanz

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Wenn jemand ins Fitness-Studio geht und trainiert, weil er/sie gesünder sein will und (als angenehmen Nebeneffekt) auch fitter aussehen will, dann ist das das eine.

Aber wenn jemand Fotos vom Training und/oder trainierten Körper auf Social Media teilt und nur deswegen ins Gym geht, dann ist das performativ.

Dann geht es nicht um Fitness, sondern um die soziale Wirkung.

Wir leben in einem Zeitalter der Performer. Kann man sich auf Social Media jeden Tag ad nauseam ansehen.

Feldnotizen 08/2026

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Ein paar Gedanken aus meinen Notizbuch. Ungeordnet, ungefiltert, ohne Anspruch auf Wahrheit.

„In our culture, not-doing is very undervalued. It’s as if one has to always be doing something in order to justify one’s existence.“ (Adyashanti)

„When you listen attentively to the stories of others, you end up seeing yourself.“ (Esther Perel)

„Wenn Liebe an eine Gegenleistung geknüpft ist, dann ist die Liebe in dem Moment kündbar, wo die Leistung ausbleibt.“ (Veit Lindau)

Unterschiede sind selten das eigentliche Problem. Das Problem entsteht dort, wo wir sie bewerten. Wo aus „du machst das anders“ ganz schnell „so kann man das doch nicht machen“ wird. (Elisabeth Rieder)

„Empfohlen werden kann nur, was verstanden und zugeordnet werden kann.“ (Martina Fuchs)

„Du bist nicht dein Podcast.“ (Gordon Schönwälder)

Leidenschaft braucht Leidensfähigkeit. Gute Ideen brauchen Zeit.

„I don’t really want fancy things, because fancy things require places to put them. I really like a simple life.“ (Bryan Adams)

Man erkennt, dass eine Beziehung lebendig ist, daran, dass die Partner miteinander lachen. Wenn es lustig ist, ist Leben drin. (Michael Lehofer)

„Zukunft ist ein bisschen aus der Mode geraten.“ (Luisa Neubauer)

Entscheidungsfragen

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WILL ich das? 

Will ICH das?

Will ich DAS?

Will ich das WIRKLICH?

Hoher Blutdruck

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Wenn du ständig mit erhöhtem Blutdruck herumläufst, dann ist das für deine Organe einfach sehr anstrengend.

Und für dein Lifestyle Business auch.

Der Ungewissheit ausgeliefert

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Unlängst habe ich einen Arzt gehört, der sagte: Je länger er Mediziner ist, desto demütiger wird er, was seine Vorhersage-Fähigkeiten betrifft. Desto mehr wird ihm klar, dass er eigentlich nichts weiß. Dass alles viel komplexer ist, als wir uns vorstellen können. Dass die Zusammenhänge sehr rätselhaft sind.

Je länger ich Gründungsberater bin, desto mehr denke ich über meine Profession genau das gleiche.

Das Neue wagen

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Eigentlich kommt es selten schlechter. 

Wieso haben wir dann so viel Angst vor der Veränderung?

Gesund, krank, reich und arm

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Man kann krank sein, aber sich gesund fühlen. Und man kann sich krank fühlen, aber physiologisch gesund sein.

Man kann auch reich sein, aber sich arm fühlen. Und man kann arm sein, aber sich sehr reich fühlen.

Gesundheit und Wohlstand haben viel gemeinsam. Deren Empfinden funktioniert nach ähnlichen Mustern.

Alles sehr subjektiv.

Vielleicht ist das Problem gar nicht dein Problem

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Wir würden uns viel leichter tun (im Leben und im Business), wenn wir eindeutige Problemdefinitionen hätten.

Mit klaren Anforderungen können wir relativ gut umgehen.

Aber wir reiben uns regelmäßig auf an Problemen, die wir noch gar nicht richtig verstanden haben.