???? Timothy Ferris: Die 4-Stunden-Woche (2007)

Ich habe zu diesem Buch eine gespaltene Meinung. Einerseits ist es ein Buch, das ganz wesentlich war für die Entstehung der “Lifestyle Business”-Idee. Andererseits hat es viel Aberglauben in die Welt gesetzt (Stichwort: Passives Einkommen). Tim Ferriss ist aber ein guter Typ.

Lifestyle Design

  • „Diese Form der Lebensgestaltung ist sowohl ein Kunst als auch eine Wissenschaft. Wir wollen sie deshalb Lifestyle Design (LD) nennen.“ (S. 15)

Die Menschen wollen eigentlich gar nicht Millionär sein

  • Die Menschen legen gar keinen Wert darauf, Millionär zu sein sie wollen bloß die Dinge erleben, von denen sie glauben, dass nur Millionäre sie erleben können. […] Die Menschen träumen also eigentlich nicht davon, eine Million Euro auf dem Konto zu haben. Sie träumen vielmehr von einem völlig freien Leben, das dieses Geld ihnen ermöglichen soll.“ (S. 17)
  • Leben wie ein Millionär erfordert, interessante Dinge zu tun und nicht nur Dinge zu besitzen, um die andere Sie beneiden.“ (S. 71)
  • vgl. Ramit Sethi: Don’t be so cheap!

Zeit ≠ Ergebnis

  • „Vielen Menschen fällt es schwer, die Ergebnisse einer Arbeit zu bewerten. Deshalb ist ihr Maßstab die Zeit, die sie jeweils für eine Sache benötigen.“ (S. 45)

Es ist nie der richtige Zeitpunkt

  • „Für die wichtigen Dinge im Leben ist der Zeitpunkt immer ungünstig. […] Die Bedingungen sind nie vollkommen. […] Wenn etwas wichtig für Sie ist und Sie es „irgendwann einmal“ tun wollen, dann tun sie es einfach jetzt und korrigieren Sie, wenn nötig, den Kurs unterwegs.“ (S. 46)

Geld allein ist keine Lösung

  • “ „Wenn ich nur mehr Geld hätte, dann…“ – solch eine Behauptung ist die leichteste und bequemste Entschuldigung dafür, sich nicht mit sich selbst auseinanderzusetzen, sich vor notwendigen Entscheidungen zu drücken und das Leben auf später zu verschieben.“ (S. 48)
  • vgl. Erst-dann-Falle

Die meisten Menschen riskieren es nicht

  • „Die meisten Menschen entscheiden sich dafür, es nicht zu wagen – egal, ob sie sich selbst für mutig halten oder nicht. Unsicherheit und die Aussicht zu scheitern machen uns Angst und lähmen jede Initiative. Die meisten Menschen sind lieber unglücklich, als Unsicherheit zu riskieren.“ (S. 55)

Die Konkurrenz wird überschätzt

  • „Doch der einzig wahre Grund, wieso sich niemand an die Aufgabe herantraute, war immer der gleiche: Es war eine schwierige Aufgabe, vielleicht unmöglich, und gegen die anderen Studenten, so glaubte jeder Einzelne von ihnen, hätte man ohnehin keine Chance. Weil sie alle die Konkurrenz überschätzten, machte kein Einziger von ihnen auch nur einen Versuch.“ (S. 65)

Die Kunst der Nichtvollendung

  • „Mehr ist nicht besser, und machmal ist es zehnmal sinnvoller, etwas aufzugeben, als es zu Ende zu führen. Gewöhnen Sie sich an, langweilige und unproduktive Dinge nicht abzuschließen […].“ (S. 112)

Lernen Sie, schwierig zu sein

  • „Lernen Sie, schwierig zu sein, wenn es darauf ankommt. An der Uni ist es ebenso wie im Leben: Wer den Ruf hat, durchsetzungsstark zu sein, wird bevorzugt behandelt und muss nicht jedes Mal darum betteln oder kämpfen.“ (S. 115)

Die Leute sind schlauer, als Sie denken

  • „Die Leute sind schlauer, als Sie denken. Geben Sie ihnen eine Chance, sich zu beweisen.“ (S. 134)
  • TF sagt das im Zusammenhang mit VAs.
  • Gilt aber auch für Partner und Lieferanten.
  • Und gilt nicht zuletzt auch für Kund*innen in der Beratung…

Bevor Sie mit dem Delegieren beginnen

  • „Eliminieren Sie, bevor Sie delegieren. Automatisieren Sie niemals etwas, das eliminiert werden kann, und delegieren Sie niemals etwas, das automatisiert oder optimiert werden kann.“ (S. 152f)
  • „Wenn wir Menschen einsetzen, um einen optimierten Prozess in Schwung zu bringen, vervielfacht sich die Produktion. Der Versuch, Menschen einzusetzen, um einen schlechten Prozess zu verbessern, vervielfacht die Probleme.“ (S. 153)

Methoden gibt es viele, Prinzipien nur wenige

  • „Methoden mag es eine Million geben oder noch mehr, aber Prinzipien gibt es nur wenige. Wer Prinzipien begreift, kann mit Erfolg seine eigenen Methoden auswählen. Wer Methoden ausprobiert und Prinzipien ignoriert, wird ohne Zweifel Probleme bekommen.“ Ralph Waldo Emerson (S. 173)

Bedarf schaffen vs. Bedarf erfüllen

  • „Einen Bedarf zu schaffen ist schwer. Einen Bedarf zu erfüllen ist viel leichter. Machen Sie nicht den Fehler, ein Produkt zu entwickeln und dann nach jemandem zu suchen, dem Sie es verkaufen können. Finden Sie einen Markt, definieren Sie Ihre Kunden und finden oder entwickeln Sie erst dann ein Produkt.“ (S. 183)

Glaubwürdigkeitsindikatoren

  • „Es ist ein Unterschied, ob man ein Experte ist oder ob man als solcher angesehen wird. […] Leider kann es sein, dass Sie alles über ein Thema wissen, aber ohne Doktortitel weder Gehör noch Anerkennung finden. Der Doktortitel ist das, was ich einen Glaubwürdigkeitsindikator nenne. Und der sogenannte Experte mit den meisten Glaubwürdigkeitsindikatoren ist letztlich derjenige, der am meisten verkauft – unabhängig davon, ob er tatsächlich alles über das Thema weiß.“ (S. 196)

Ware verschenken

  • „Ware verschenken ist der sicherste Weg, Zeitfresser anzulocken und Geld für Leute auszugeben, die nicht gewillt sind, sich zu revanchieren.“ (S. 238)

Nicht selbst kündigen

  • „Oft ist es besser, nicht selbst zu kündigen, sondern taktvoll eine Kündigung herbeizuführen und die Abfindung oder das Arbeitslosengeld für einen ausgedehnten Urlaub zu nutzen.“ (S. 264)

Ich werde nicht verhungern

  • Es mag schwierig werden, aber Sie werden nicht verhungern.“ (S. 269)

Freiheit ist wie ein neuer Sport

  • „Haben Sie keine Angst vor den existenziellen oder sozialen Herausforderungen. Freiheit ist wie ein neuer Sport. Am Anfang ist die neue Erfahrung erst einmal sehr aufregend und interessant. Doch sobald Sie die Grundlagen erlernt haben, wird klar, dass viel ernsthaftes Training nötig sein wird, um auch nur ein halbwegs passabler Athlet zu werden.“ (S. 317)

Dienen

  • „Tun Sie Ihr Bestes und hoffen Sie das Beste. Wenn Sie die Welt verbessern — wie auch immer Sie das definieren —, dann haben Sie Ihre Aufgabe erfüllt, und zwar gut.“ (S. 325)
  • „Dienen ist eine Einstellung. Finden Sie den guten Zweck oder das Thema, das sie am meisten interessiert, und verlieren Sie sich nicht in Rechtfertigungen.“ (S. 325)

Seien Sie mutig!

  • „Also seien Sie mutig und kümmern Sie sich nicht darum, was die Leute denken — in der Regel denken diese sowieso seltener über Sie nach, als Sie glauben.“ (S. 334)