Tag#KI

Ungelöste Abkürzungen

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Meine Studierenden haben auch ein Leben außerhalb der FH. Dieses Leben ist mitunter kompliziert, wie bei jedem Menschen.

Und das sie dazu verleiten kann, Abkürzungen mithilfe von KI zu suchen. 

Das ist verständlich. Das ist ganz natürlich. Das sollte Hochschullehrende nicht überraschen.

Die Fragen, die aber weiterhin ungelöst bleiben: Welche Abkürzungen sind okay? Welche Abkürzungen können Lehrende ihren Studierenden sogar bewusst aufzeigen, um sich das Leben leichter zu machen? Und wo ist eine Abkürzung nicht okay, weil kein Lernen stattgefunden hat und die Abkürzung ihnen damit langfristig mehr schadet als nützt?

Diese Fragen werden mich und viele meiner Kolleg*innen im Jahr 2024 (weiterhin) beschäftigen. Ich bin gespannt, welche Antworten wir finden werden.

KI, ein strategisches Thema

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Ich denke, dass viele Österreicher*innen die Auswirkungen von Generative AI (also ChatGPT, Perplexity, Claude etc.) vollkommen unterschätzen.

Einer aktuellen Studie zufolge nutzen gerade mal 18 Prozent der Österreicher*innen ChatGPT oder haben es bereits benutzt. Je jünger, desto mehr. In meiner Altersgruppe sind es 22 Prozent.

Das bedeutet, optimistisch geschätzt, dass sich nur rund jede*r vierte Gründungsberater*in und nur jeder vierte Solo-Selbständige überhaupt jemals mit ChatGPT und Co. auseinander gesetzt hat. Und ich traue mich sagen: Kaum jemand davon hat kapiert, wie tiefgreifend die Veränderungen sein werden, die da auf die Gründerszene und die Arbeitswelt der Solopreneure zukommen.

Ich bin sicher: Das ist nicht nur ein Hype, der vorbei gehen wird wie Metaverse und NFT. Generative AI wird alles verändern!

Ich habe Künstliche Intelligenz deshalb zu einem zentralen strategischen Thema für mein Business im Jahr 2024 ausgerufen. Denn mir ist klar geworden:

  • Durch KI wird sich die Natur meines Jobs als Gründungsberater verändern!
  • Durch KI wird sich die Natur meiner Arbeit als EPU verändern!

Das sind keine kosmetischen Änderungen. Hier geht es an die Substanz!

Lehren in Zeiten von KI

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Mithilfe von KI lassen sich diese ganzen Artefakte in Sekundenschnelle produzieren, die wir (Hochschul-)Lehrende früher hergenommen haben, um Lernerfolg zu messen: Eine Zusammenfassung, ein Essay, eine Fall-Ausarbeitung, die Lösung einer Case Study usw. In Zeiten von KI ist es also (noch) schwieriger geworden festzustellen, ob Lernen tatsächlich stattgefunden hat.

Was bedeutet das für uns Lehrende? Es bedeutet wohl, dass wir uns in Zukunft noch viel mehr darauf konzentrieren, den Lernprozess zu messen und nicht die Lernergebnisse.

Das heißt aber auch: Wir müssen unsere Studierenden dahin bekommen, dass es ihnen nicht wurscht ist. Dass sie eine Lernmöglichkeit tatsächlich als wertvoll wahrnehmen und nicht mit KI den schnellsten und einfachsten Weg zu einem wertlosen Ergebnis wählen. Dass ihnen die Sache wichtig genug ist, dass sie die Anstrengung des Lernens auf sich nehmen.

Und, wir dürfen nicht vergessen: Die Studierenden sind genauso unsicher im Umgang mit den KI-Tools und was sie für Auswirkungen auf ihr Lernen und ihren Beruf haben werden wie die Lehrenden.

Es ist kein Match “Lehrer gegen Schüler”!

Ignorant

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Nach dem letzten Podcast von Anitra Eggler beschleicht mich das Gefühl:

Ich glaube, ich unterschätze die aktuelle KI-Revolution völlig.

Das Ende des Content-Marketing?

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Ein spannender Gedanke:

KI wie ChatGPT könnten viele Webseiten und Blogs überflüssig machen. Deren Content wird zwar gebraucht, aber sie werden nicht mehr besucht werden.

Die KI wird alle Antworten geben, und wo die KI ihre Antworten eigentlich her hat, wird die Wenigsten interessieren. Der eigentliche Autor und der ursprüngliche Kontext der Information werden völlig in den Hintergrund geraten – wenn nicht sogar komplett ignoriert.

Das könnte eine erhebliche Bedrohung bedeuten für viele Geschäftsmodelle im Bereich des Content-Marketing, wie wir es heute kennen.