Einige spannende Gedanken
“Die Angst zu überwinden, dass der andere anders ist, etwas anderes mag, andere Fantasien hat, vielleicht sogar etwas will, was einen selbst abschreckt, ist Teil einer sexpositiven Haltung. Die Belohnung dafür sind Respekt und Vertrauen, die weitaus größere Potenziale für intime Begegnungen bereithalten, als zu versuchen, die Unterschiede auszuklammern und sich anzupassen.” (S. 28)
“Sexualität verändert sich nicht nur im Lauf einer Beziehung, sondern auch im Lauf eines Lebens. Weil sich alles ändert.” (S. 33)
“Die Frage, was wir sexuell wollen, ist die Teilmenge der Frage, was wir vom Leben wollen.” (S. 99)
- Wenn es um Sex geht, geht es nie (nur) um Sex. Das ist wie beim Geld.
- Es geht um Werte, um Haltungen gegenĂĽber dem Leben, um Erwartungen und Erlaubnisse.
- Wer mit seiner Sexualität nicht im Reinen ist, kann es auch nicht mit seinem Leben sein.
“Glaubenssätze, die einem das Leben erschweren, kann man ändern. Wenn man will.” (S. 102)
- Wir mĂĽssen nur wollen. Aber viele wollen gar nicht.
“Jeden Tag können wir uns damit auseinandersetzen, was unsere Lebendigkeit einschränkt und was uns daran hindert, in unsere umfassende Lebenskraft zu kommen.” (S. 108)
- Wir könnten hergehen und diese Hindernisse eins nach dem anderen wegtragen, wegschieben, abbauen, überwinden. Warum bleiben wir so oft vor ihnen stehen und werfen die Hände in die Luft?
Betty Martin: Wheel of Consent. Ein Konzept des BerĂĽhrens mit vier Dimensionen:
- Empfangen: Ich werde so berĂĽhrt, wie ich es haben will.
- Gestalten: Ich berĂĽhre dich so, wie ich es will.
- Dienen: Ich berĂĽhre dich so, wie du es willst.
- Erlauben: Ich erlaube dir, mich so zu berĂĽhren, wie du es willst. (S. 127f)
“Wir laden Sie ein, mit uns zu kommen: Besuchen Sie mit uns einen sexpositiven Workshop und erfahren Sie, was das Besondere daran ist. Vorab geben wir Ihnen jedoch eine Reisewarnung: Gehen Sie es langsam an.” (S. 130)
“Bleiben Sie aufmerksam und hören Sie auf sich! Was sich nicht gut anfühlt, ist nicht gut — unabhängig davon, was andere sagen.” (S. 131)
“Genau genommen ist Eifersucht kein singuläres Gefühl, sondern ein explosiver Cocktail aus unterschiedlichen Gefühlen wie Angst, Minderwertigkeitsgefühl, Wut, Neid, Missgunst, Trauer, Einsamkeit, Versagen, Schuld, Ohnmacht und Verzweiflung.” (S. 164)
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