Alexej Nawalny: Patriot (2024) 📙

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Meine Notizen

RatschlĂ€ge fĂŒr den Umgang mit Internet und Social Media

“Ich kehre sehr besorgt in mein Zimmer zurĂŒck. Ein kurzer Text mit der Beschreibung der Recherchen auf YouTube, Texte fĂŒr die sozialen Netzwerke, ein Post auf meinem Blog – nichts davon ist fertig, und es ist unklar, ob ich Zeit dafĂŒr finden werde. Man kann ein gutes Produkt herstellen, dann aber alles dadurch kaputt machen, dass man es nicht anstĂ€ndig bewirbt. Diese Lektion in Bezug auf die neuen Medien habe ich schon lange gelernt.” (S. 159f)

“Es dauerte eine Zeit, bis ich entdeckte, wie dort [im Internet] alles lief. Was interessierte die Leute? Was interessierte sie nicht? Wie konnte man sie fĂŒr sich gewinnen? Ich merkte schon bald, dass die erste Regel war, regelmĂ€ĂŸig etwas zu posten. Ich schrieb jeden Tag, oft mehrere Male. SpĂ€ter machte ich es mit meinem YouTube-Kanal genauso. Es war unmöglich, jeden Tag ein neues Video hochzuladen, aber mich bemĂŒhte mich, zwei oder drei pro Woche zu produzieren. Mein Rat an alle Möchtegern-Blogger lautet, wenn ihr wollt, dass euer Blog viral geht, dann postet hĂ€ufig (oder macht Videos). Und bittet dann die Leute, eure Posts zu teilen. Jeden Post, den ich fĂŒr wichtig hielt, beendete ich mit dieser Aufforderung. Das war wichtig. Interaktion ist ebenfalls lebenswichtig. Kommentiert die Posts eurer Freunde.Beteiligt euch an Diskussionen. Zeigt, dass ihr euch fĂŒr die Reaktionen interessiert, und seid stets bereit, in einen Dialog einzutreten.” (S. 225f)

Über seine Arbeit

“Doch ich liebe meine Arbeit und bin der Überzeugung, dass ich sie fortfĂŒhren sollte. Ich bin weder verrĂŒckt noch verantwortungslos noch furchtlos. Ich weiß einfach tief im Inneren, dass dies mein Lebenswerk ist. Dass es Menschen gibt, die an mich glauben.” (S. 310)

Aus dem GefÀngnis

“SchĂ€tzt die einfachen Momente des Lebens, meine Freunde. Sie sind sehr, sehr gut, wie ihr merken werdet, wenn ihr sie verliert. Zum Beispiel drĂ€ngen euch eure Eltern vermutlich schon seit Monaten, sie doch zu besuchen, aber ihr habt keine rechte Lust dazu. Ihr wisst, dass sie euch bis zum Platzen fĂŒttern und alle möglichen peinlichen Fragen stellen werden. Und außerdem habt ihr keine Zeit. Aber tut es einfach.” (S. 459)

“Vermisst niemanden. Nicht schrecklich, sehr oder unendlich. Vermisst eure Lieben nicht und lasst nicht zu, dass eure Lieben euch vermissen. Seid weiter gute, anstĂ€ndige Menschen und versucht, im kommenden Jahr ein bisschen besser und anstĂ€ndiger zu sein. Das ist so ziemlich das, was ich mir fĂŒr mich wĂŒnsche. Werdet nicht krank und passt auf euch auf.” (S. 528)


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