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Feig

F

Das Angebot, das du auf deiner Website präsentierst…

Die Art und Weise, wie du beschreibst, was du tust…

Die Kompromisse im Design, die du eingehst…

Warum ist das alles so, wie es ist? Ist es deswegen, weil du auf diese Art und Weise deinen Kund*innen am besten helfen kannst? Weil sie auf diese Art am besten verstehen, worum es dir geht und was deine Angebote für sie leisten können?

Oder ist es doch eher so, dass du versuchst, möglichst vielen zu gefallen, möglichst niemanden zu verstören – und du im Grunde zu feige bis auf den Punkt zu bringen, wofür du stehen würdest, wenn du keine Angst hättest?

Gelassenheit

G

Heute sagte ein Gründer zu mir, als wir die finanzielle Seite seiner Geschäftsidee diskutierten: “Es ist überhaupt keine Angst dabei!”

Kann man sich mehr wünschen?

Fachwissen reicht nicht

F

Fachwissen bedeutet, dass sich jemand Wissen über ein bestimmtes Gebiet angeeignet hat und dieses Wissen (im besten Fall) so weit verinnerlicht hat, dass er/sie es in einfachen Worten an einen Dritten weitergeben könnte.

Fachwissen garantiert aber noch nicht, dass dieser Jemand sein Wissen auf einen neuartigen Kontext umgelegen kann. Der Transfer von Wissen von einem Fachgebiet auf ein anderes ist eine ganz eigene, sehr anspruchsvolle Kompetenz.

Gemeinhin wird angenommen, dass jemand, der Faktenwissen hat, auch Transferkompetenz hat. Meine Erfahrung: Mitnichten ist das der Fall.

Dabei wäre Transferkompetenz die viel nützlichere Fähigkeit. Fachwissen, das sich jemand anderer angeeignet und aufbereitet hat, auf die eigene Situation umzulegen und die richtigen Schlüsse ziehen zu können…

Was könnte in der Wissensökonomie des 21. Jahrhunderts wichtiger sein?

Gibt es einen Bericht?

G

Wo steht das in der Richtlinie?

Kommt das zum Test?

Was sagt der Abteilungsleiter dazu?

Alles keine nützlichen Fragen für Lifestyle Businesses. Aber wenn wir es mit Bürokratien zu tun haben, dann kommt es genau auf diese Fragen an.

Qualitätsvolle Arbeit bedeutet, die tatsächlichen Bedürfnisse eines Kunden zu erfüllen – und nicht das, was wir selbst für wichtig halten.

Kaiser

K

Jedes Unternehmen hat ein Problem, das es einfach nicht gelöst bekommt.

Wenn du daher kommst und dieses Problem lösen kannst, dann bist du der Kaiser.

Alles schon da

A

Du kannst davon ausgehen, dass alles, was du für den nächsten Schritt brauchst, schon jetzt – in Überfluss! – vorhanden ist.

Vielleicht noch nicht für den übernächsten, aber für den nächsten Schritt ist jetzt schon alles da.

Worauf wartest du noch?

Werte sind Entscheidungen

W

Für welchen Wert entscheidest du dich, wenn du nicht mehr komplett freie Wahl hast?

Für welchen Wert entscheidest du dich unter Druck?

Für welchen Wert entscheidest du dich in der Versuchung?

Für welchen Wert entscheidest du dich im Mangel?

Für welchen Wert entscheidest du dich, wenn keiner hinschaut?

Welchem Gott

W

Wir alle dienen einem Gott. Welchem Gott dienst du?

Dem Gott des Geldes?

Dem Gott des Prestige?

Dem Gott des Lobes?

Dem Gott der Bequemlichkeit?

Kind

K

Wäre dein achtjähriges Ich stolz auf das, was du heute tust?

Leistung

L

Wir in der Leistungsgesellschaft glauben, dass wir uns sogar unsere Schicksalsschläge verdient haben müssen.

Wir-Gefühl

W

Ein Gründer, geläutert von jahrzehntelanger Arbeit in einem dysfunktionalen Unternehmen, hat die Misere vieler Betriebe heute auf den Punkt gebracht:

Am Anfang gibt’s ein Wir-Gefühl – wenn’s um’s Geld geht, dann nicht mehr.

Sobald Geld ins Spiel kommt, ändern sich die Spielregeln. Caveat emptor.

Großzügig Fehler zulassen

G

Ich kann Gründer*innen nicht vor ihren Fehlern bewahren, wenn sie nicht verstehen (wollen oder können), was ich sage bzw. was ich von ihnen will.

Ich kann aber der großzügige Lehrer sein, der auch schmerzhafte Fehler gütig zulässt.

Durchhalten

D

Bob Lefsetz sagt: “It takes longer than ever to make it. If you are not in it for the long haul, don’t even start.

Er meint damit Künstler*innen, besonders Musiker*innen. Aber wir Lifestyle Entrepreneure dürfen uns durchaus mitgemeint fühlen.

Wie immer

W

Kleine Kinder folgen der Regel: Wenn etwas nicht ist wie immer, dann ist es falsch.

Leider tun das auch noch viele Erwachsene.

Können und tun

K

„Ich kann’s nicht, ich mach‘s halt“ ist kein schlechtes Motto.

Es ist oft der einzige Weg, um überhaupt etwas Neues in die Welt zu bringen.

Überfordernde Berater

Ü

Es passiert ganz leicht, dass wir Berater unsere Kund*innen mit unserem Input überfordern.

Nicht alles, was gesagt werden könnte, muss auch gesagt werden.

Nicht alles, was gesagt werden kann, muss sofort gesagt werden.

Timing matters.

Geschenk

G

Das größte Geschenk, das man einem Menschen geben kann:

Ich sehe dich.

Ich höre dich.

Ich nehme dich ernst.

Zweifel

Z

Wenn du an etwas Bedeutendem dran bist, ist es ganz normal, dass du zu zweifeln beginnst.

Hat das wirklich so viel Potenzial, wie ich glaube? Kann ich diese Herausforderung überhaupt bewältigen? Wird das überhaupt irgendjemanden interessieren? Bin ich da nicht komplett auf dem Holzweg?

Wie gesagt: Es ist ein gutes Zeichen, wenn du zweifelst. Zweifel lassen dich genauer hinschauen, gut überlegen und mögliche Schwierigkeiten rechtzeitig erkennen.

Wichtig ist nur, dass du trotz der Zweifel weiter machst. Einen Schritt nach dem anderen.

Missgunst

M

Es ist immer wieder das gleiche, im Spiel und auch im Business: Wer Erfolg hat, erntet auch Missgunst.

Wenn wir etwas gut machen, werden wir immer Menschen um uns haben, die uns und unseren Erfolg abwerten. Aus deren Sicht ist das auch verständlich: Wenn sie den anderen abwerten, stehen sie vor sich selbst nicht so sehr als Versager da. Es geht also in Wirklichkeit gar nicht um uns und unseren Erfolg, sondern immer um die Missgünstigen und ihre Nicht-Erfolge.

Missgunst ist also der Preis, den wir für unsere gute Arbeit als Lifestyle Entrepreneure bezahlen müssen. Zu versuchen, Missgunst zu vermeiden, wäre völlig sinnlos. Denn was wäre die Alternative: Keinen Erfolg anzustreben, nie herausstechen zu wollen, nie etwas zum Besseren zu verändern?

Kurz: Das Leben eines Missgünstigen zu führen?

Social Listening

S

Habe ich kürzlich von einer Gründerin gelernt: “Social Listening” nennt man es, wenn man Social Media zur Marktforschung verwendet.

Welche Themen, Produkte und Probleme werden in Social Media besprochen? Worüber wird geredet, worüber diskutiert, worüber gestritten? Und in welchem Umfang?

Und: Mit welchem “sentiment” wird darüber geredet? Eher positiv oder eher negativ?

Social Listening finde ich spannend. Zumal ich generell meine, dass es uns Unternehmer*innen gut täte, viel mehr zuzuhören als selbst zu reden.