Das digitale Notizbuch von Günter Schmatzberger

Best of Podcasts 2024

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Ich habe 2024 insgesamt 1.269 Podcasts gehört. Hier meine 10 Lieblings-Folgen des Jahres 2024 (in der Reihenfolge, in der ich sie gehört habe):

1 – Chris Williamson spricht fast drei Stunden mit Sam Harris über Gott und die Welt. Faszinierend. Ein Privileg, so einem Gespräch zuhören zu dürfen.

2 – Philipp Maderthaner erklärt, warum Auseinandersetzung ≠ Umsetzung. Und spricht damit unplugged eine der größten Herausforderungen von vielen Lifestyle Entrepreneuren an.

3 – Justin Welsh spricht über Herausforderungen, Erfolgsstrategien und Missverständnissen rund um Solo-Businesses. Er ist ein Guter!

4 – In diesem Interview wird klar, warum Claudia Stöckl die Queen des Interviews ist. Inspirierende Einblicke in ihre Arbeit und was sie aus ihren vielen Gesprächen gelernt hat.

5 – Ernesto Sirolli, einer meiner großen Heroes, spricht über Unternehmertum und Enterprise Facilitation. Eine Fundgrube für alle Gründundungsberater:innen. (Meine Notizen zum Podcast)

6 – Ralf Muhr ist Technischer Direktor meines Lieblings-Fußballvereins Admira Wacker – und ein overall leiwander Typ. Die Art und Weise, wie er offen und gleichzeitig wertschätzend kommuniziert, ist echt inspirierend.

7 – Sabrina Friedrich spricht mit Anna Turner über achtsames Marketing. Sehr schlau, sehr inspirierend, sehr sympathisch. 

8 – Noch einmal Chris Williamson, diesmal mit GregMcKeown. Sie sprechen über das influencer age und wie man darin Orientierung finden kann. Sehr inspirierend.

9 – Noch einmal Philipp Maderthaner. Diesmal erklärt er, wie man als Berater besser gehört und verstanden wird. Dieser Podcast hat mir viele Hausübungen aufgegeben.

10 – Bonus: Die erste Folge des Podcasts “Leiwand gründen“, den ich 2024 gemeinsam mit Camillo Patzl gelauncht habe. It’s been a fun ride, und 2025 geht’s mit vielen neuen Fragen weiter.

Mein Jahr 2024 in Zahlen

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Ich habe auf diesem Blog 366 Daily Blogs (tatsächlich jeden Tag!), 33 Buchnotizen, 13 Podcast-Notizen und 7 Vortrags-Notizen veröffentlicht.

Ich habe insgesamt 2.809 Stunden geschlafen. Das sind 117 Tage, und damit fast zwei Tage mehr als 2023.

Ich war 2023 auf vier Konzerten, so wenig wie seit der Corona-Zeit nicht mehr. Mein Highlight: AC/DC in Wien.

Ich habe 43 Bücher gelesen, um neun weniger als 2023. So richtig herausgestochen, sodass ich es ein “Lieblingsbuch” nenne könnte, ist keines davon.

Ich bin 57 mal gelaufen (2023: 68). Das war so wenig wie überhaupt noch nie. Aber immerhin.

Ich hatte mit meiner Frau 50 Business Breakfasts, 28 Filmabende und 11 Dates.

Ich war auf keiner Hochzeitkeiner Taufe und keinem Begräbnis.

Ich habe 739 Liter schwarzen und grünen Tee getrunken, also im Schnitt zwei Liter pro Tag. Der durchschnittliche Österreicher trinkt 33 Liter Tee pro Jahr (allerdings vorwiegend Früchtetee).

Ich habe 1.269 Podcasts gehört, also durchschnittlich 3-4 pro Tag.

Ich habe auch heuer wieder mehr Geld für mein Auto ausgegeben als für Weiterbildung. Sehr viel mehr Geld, aber jetzt ist Schluss (mit diesem Auto). Wir brauchen 2025 nämlich ein neues.

Song des Jahres: Chris Stapleton: The Bottom

[Meine Jahre 202320222021 und 2020 in Zahlen]

Leseliste: Bücher, die ich 2024 gelesen habe

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  1. Marc-Uwe Kling: Das Klugscheisserchen
  2. Ingeborg Kuca: Stille Stärken
  3. Seth Godin: The Song Of Significance (Meine Notizen)
  4. Khalil Gibran: Der Prophet (Meine Notizen)
  5. Johann Graf Lambsdorff, Björn Frank: Geldgerinnung
  6. Pierre Martin: Monsieur le Comte und die Kunst des Tötens
  7. Peter Rohrsen: Das Buch zum Tee
  8. Rainer Schmidt: Tee. Der Guide für Kenner und Genießer.
  9. Kate & Jol Temple: Die Underdogs. Ein hundsgemeiner Verbrecher
  10. Bruce Judson: Go It Alone (Meine Notizen)
  11. Lemony Snicket: All The Wrong Questions 1
  12. Seth Godin: The Dip
  13. Dale Carnegie & Associates: Die Kunst, Vertrauen zu schaffen
  14. Michael Mary: Das Leben lässt fragen, wo du bleibst (Meine Notizen)
  15. Terry Pratchett & Neil Gaiman: The Illustrated Good Omens
  16. Martin Ebbertz: Ein Esel ist ein Zebra ohne Streifen
  17. Thomas Müller: Bestie Mensch (Meine Notizen)
  18. Robert Kiyosaki: Rich Dad, Poor Dad (Meine Notizen)
  19. Lemony Snicket: All The Wrong Questions 2
  20. Claudia Jacobs: Die populärsten Irrtümer über das Lernen (Meine Notizen)
  21. Mareice Kaiser: Wie viel. Was wir mit Geld machen und was Geld mit uns macht (Meine Notizen)
  22. Konrad Paul Liessmann: Geisterstunde (Meine Notizen)
  23. Thomas Müller: Gierige Bestie (Meine Notizen)
  24. Pamela Slim: Body of Work (Meine Notizen)
  25. Claudia Stöckl: Frühstück bei mir (Meine Notizen)
  26. Ben Winters: Der letze Polizist
  27. Ulf D. Posé: Führen durch Überzeugen (Meine Notizen)
  28. Martin Ebbertz: Das Krokodil, das kommt aus Kiel
  29. Michael A. Singer: Die unbändige Seele
  30. Anthony de Mello: Der springende Punkt
  31. Michael Stradal: Herr Antal bekommt Besuch
  32. [Dieses Buch muss vorerst geheim bleiben]
  33. Natalie Rogers: Frei reden
  34. Maren Urner: Raus aus der ewigen Dauerkrise (Meine Notizen)
  35. Franz Werfel: Jacobowski und der Oberst
  36. Lemony Snicket: All The Wrong Questions 3
  37. Oliver Burkeman: Meditations for Mortals
  38. Peter Drucker: Managing Oneself
  39. Tom Peters: Das Tom Peters Seminar (Meine Notizen)
  40. Nils Büttner: Rembrandt
  41. Daniel Pink: A Whole New Mind
  42. Lemony Snicket: All The Wrong Questions 4
  43. Agatha Christie: Der Mann im braunen Anzug (1924)

[Meine Leselisten 2023, 2022 und 2021]

WKO-Rechnung

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Ich habe 2024 an die Wirtschaftskammer Niederösterreich 122 Euro an Grundumlage bezahlt.

Dafür habe ich als Gegenwert im Laufe des Jahres 2024 bekommen:

  • EPU-Convention in Baden – gratis; geschätzter Wert eines Tickets: 100 Euro
  • WKO Bildungsscheck – 1x jährlich: 100 Euro
  • UBIT NÖ Klimaticket-Förderung: 450 Euro
  • Gratis-Meetingräume bei der WK Wien – geschätzter Gegenwert: 57 Stunden x 20 Euro = 1.440 Euro
  • UBIT NÖ Co-Working-Space-Förderung: 162,50
  • 8 einstündige WKO Webinare – gratis; geschätzter Wert: 400 Euro
  • Gesamtsumme: ca. 2.660 Euro

Ich bin nicht immer ein Fan davon, was die WKO an politischer Arbeit für Ein-Personen-Unternehmen leistet.

Aber eines muss ich in aller Klarheit und Dankbarkeit auch sagen: Ich werde als Mitglied von der WKO nicht abgezockt. Im Gegenteil: Ich bekomme von der WKO ein Vielfaches dessen zurück, was ich an Grundumlage zu zahlen hatte.

Und das nicht nur 2024, sondern jedes Jahr.

Delfine und Business

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Eine Bekannte war unlängst auf den Malediven.

Dort hat sie an einem Delfin-Watching-Ausflug teilgenommen.

Delfine hat sie keine gesehen. So ist die Natur.

Für die Tour zahlen musste sie trotzdem. So ist Business.

Spielverderber

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Wenn du immer was zum Meckern hast, brauchst du dich nicht wundern, wenn du irgendwann nicht mehr eingeladen wirst.

Leichtigkeit im Ehrenamt

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Unlängst habe ich mit einem Freund über das Ehrenamt gesprochen. Er leitet in seiner Heimatgemeinde das örtliche Museum und hat erzählt, welche Herausforderungen so kleine Museen im daily business haben.

Kurz gesagt: Die allermeisten Probleme hängen mit den handelnden Personen zusammen. Oder, wie er es auf den Punkt gebracht hat: Die meisten Museumsleiter nehmen sich selbst zu wichtig. Sie gehen zu verkrampft an ihr Ehrenamt heran. Ihnen fehlt die Leichtigkeit, auch mal zu sagen: Na dann halt nicht!

Ich halte Leichtigkeit für den zentralen Erfolgsfaktor im Leben, im (Lifestyle) Business und jetzt auch im Ehrenamt.

Wenn’s leicht geht, bist du am richtigen Weg. Wenn’s nicht leicht geht, dann bist du wahrscheinlich zu sehr mit dir selbst beschäftigt statt mit den Menschen, für die du es eigentlich machst.

Lieber nicht allein

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Luisa Neubauer sagt: Wenn du die Welt verändern willst, dann schließ dich lieber einer bestehenden lokalen Initiative an, bevor du etwas Neues startest.

Es ist viel schwieriger allein, und weniger lustig ist es auch. 

Was ein freier Tag ist

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Falls du es vergessen haben solltest:

Einen FREIEN Tag erkennst du daran, dass:

  • du keine To-Do-Liste abzuarbeiten hast
  • du dich um nichts kümmern musst
  • alle Aktivitäten des Tages optional sind.

Alle Jahre wieder

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Alle Jahre wieder kommt das Christuskind

Auf die Erde nieder, wo wir Menschen sind.

Das ist keine Kleinigkeit. 

Alle Jahre wieder.

Ein Witz

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Ein Radfahrer stürzt und bleibt bewusstlos liegen.

Eine Frau beugt sich über den Verletzten, um ihm zu helfen. Aus der Menschenmenge kommt ein Mann gelaufen, tippt die Dame auf die Schulter und sagt: “Lassen Sie mich das machen, ich kenne mich aus, ich habe letzte Woche einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht.”

Die Frau tritt zur Seite, schaut dem Mann eine Weile zu und sagt dann: “Gut, wenn Sie an die Stelle kommen, wo Sie den Arzt rufen sollen: Ich bin schon da.”

Das Kind kann nicht schlafen

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Eltern kennen’s:

Mitten in der Nacht kommt das Kind ans Elternbett, weil es nicht einschlafen kann, weil es schlecht geträumt hat oder was auch immer.

Es wird daraufhin von einem verschlafenen Elternteil brummend “eingeladen”, sich zwischen Mama und Papa zu legen – in der Hoffnung, dass alle drei schnell und gut wieder einschlafen. Eine Hoffnung, die sich nur selten erfüllt, eh klar.

Aus meiner Erfahrung als Papa, dem das erst unlängst wieder passiert ist, gibt es zwei Strategien, mit dem (hustenden, sich herumwälzenden und/oder um sich tretenden) Kind neben sich umzugehen:

  1. Ignorieren. So tun, als wäre das Kind nicht da. An der Bettkante einigeln und kompromisslos den eigenen Schlafbedarf in den Fokus stellen. Man muss ja schließlich am nächsten Tag wieder arbeiten!
  2. Zuwenden. Sich zum Kind hindrehen und fest kuscheln. Sich ins Ohr husten und gegen das Schienbein treten lassen. Gemeinsam solange herumwälzen, bis der Schlaf einsetzt – auch, wenn es gefühlte Stunden dauert.

Was denkst du, welche Strategie ich bevorzugen würde – und welche tatsächlich funktioniert?

Hermes Phettberg

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Unlängst ist Hermes Phettberg gestorben.

Das war Anlass für folgenden WhatsApp-Chat zwischen meinem Bruder und mir:

Bruder: Der war ja auch ein Unikat.

Ich: Ja, das war er. Ein echtes Original, unverwechselbar und sich selbst treu trotz aller Häme, die er zuhauf einstecken musste. Kann am Ende des Lebens auch nicht jeder von sich sagen.

Bruder: Völlig richtig. Kann mich noch an ein Profil-Interview vor einigen Jahren mit ihm erinnern. Sehr geistreich und selbstreflektiert. Mit der Selbstreflexion hat es ja auch nicht jeder so.

Ich: Stimmt. Ich glaube, das hängt sogar direkt zusammen: Ein echtes Original kann nur jemand werden, der sehr selbstreflektiv ist. Ohne Selbstreflexion entstehen nur Luftpumpen ohne Substanz.

Bruder: 👍

RIP Hermes Phettberg

Immer im gleichen Tempo

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Ich arbeite in meinem Lifestyle Business so, wie ich laufe: Immer im gleichen Tempo.

Wenn ich meine Laufrunde mache, dann laufe ich immer gleich schnell – nämlich so schnell ich gerade kann. Damit bin ich immer im gleichen Belastungslevel unterwegs: Fast am Anschlag, aber nie richtig verausgabend.

In meiner Laufrunde sind keine Variationen – und das ist nicht gut. Ich könnte ja auch mal bewusst langsamer laufen – und dafür länger. Oder ich lege zwischendurch mal ein paar gezielte Sprints ein, wo ich richtig schnell laufe und mich wirklich verausgabe. Und dann wieder langsamer weiter.

Durch Variation entstünde ein Trainingseffekt, weil ich in verschiedenen Belastungslevels trainieren und mich verbessern würde. Wenn ich immer im gleichen Tempo laufe, dann trainiere ich eigentlich nur meine Unflexibilität.

Und genauso ist es auch in meinem Business: Ich arbeite jeden Tag mit der gleichen Power. Auch an Tagen, an denen ich es eigentlich ruhiger angehen lassen könnte und an denen ich Kräfte schonen könnte für stressigere Tage. Ich das tue ich nicht – und wundere mich dann, warum mir um diese Zeit des Jahres regelmäßig die Luft ausgeht.

Es ist echt schwer, bewusst weniger zu tun.

KI ist klimaschädlich

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Weißt du was? 

Diese Geschichte, dass KI wie ChatGPT so viel Energie und Wasser verbrauchen und total klimaschädlich sind… Das ist schon wieder so ein Narrativ, mit dem uns Solopreneuren ein schlechtes Gewissen gemacht wird. 

Durch diesen Narrativ traut sich der kleine Solopreneur dann ChatGPT nicht (so oft) benutzen, weil er mit den moralischen Fragen kämpft. Wer will schon das Klima schädigen mit seiner Arbeit?

Und derweil schei*en sich die großen Konzerne überhaupt nichts und verwenden KI, wo immer möglich und wo immer es ihren Zielen dient. Ohne den geringsten Funken von schlechtem Gewissen.

Ich will überhaupt nicht leugnen, dass der hohe Energie- und Wasserverbrauch der KI-Rechenzentren ein großes Problem ist. Aber (und das ist ein großes ABER): Die großen Konzerne sind die Hauptverantwortlichen für die klimaschädlichen Effekte von KI, nicht wir kleinen Solo-Businesses!

Die Diskussion über die Klimaschädlichkeit von KI dient im Wirklichkeit nur diesen großen Konzernen, die dafür sorgen, dass die kleinen Solopreneure ihre moralischen Ansprüche gegen sich selbst richten und sich damit selbst daran hindern, die Wettbewerbsvorteile auszunützen, welche die KI ihnen ermöglichen würde. Durch diesen Narrativ werden die Kleinen klein gehalten.

Ja, verwende Generative KI verantwortungsvoll und nicht “unnötig”. Aber lass dir auch nicht die Verantwortung für ein Problem in die Schuhe schieben, das ganz Andere lösen sollten!

[Vgl. Seth Godins erhellende Erklärung, wie die Idee des carbon footprints entstanden ist – und wem dieses Konzept eigentlich nützt.]

Ungleiche Geschwister

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Es gab bis vor kurzem einen sehr leiwanden Podcast für Gründer:innen: I hate my job – mit Frank und Murphy.

Ja, gab. Leider. Dabei war das ein inhaltlich wirklich guter Podcast. Und auch Frank und Murphy waren sympathische Podcast-Hosts. Aber es gibt seit Mitte Oktober 2024 keine neuen Folgen mehr.

Besonders spannend fand ich den Podcast deswegen, weil er sozusagen ein Bruder-Podcast unseres eigenen Podcasts “Leiwand gründen” war, den ich gemeinsam mit Camillo Patzl hoste. Und, wie immer unter Geschwistern, habe ich jede Folge mit einer gewissen (gesunden!) Geschwister-Rivalität gehört, nach dem Motto: Was machen Frank und Murphy diesmal Leiwandes, und was können wir uns abschauen?

Die beiden Podcasts sind aber recht ungleiche Geschwister:

I Hate My JobLeiwand gründen
Gestartet im Februar 2024 mit langen Folgen bis zu 60 Minuten.Gestartet im Jänner 2024. Von Anfang an kurze Folgen von 15 Minuten.
Ab Mai wurden die langen Folgen “geteilt” – vermutlich, damit der wöchentliche Rhythmus aufrecht erhalten werden konnte.Von Anfang an wöchentlich, und das regelmäßig, auch in den Ferien.
Seit Mitte Oktober ist Funkstille. Sang- und klanglos, nach 20 Folgen. Wir sind im Dezember 2024 immer noch “on air” mit über 50 Folgen – und haben auch die ersten Folgen für 2025 schon im Kasten.

Es würde mich sehr freuen, wenn “I hate my job” 2025 sein Comeback feiern würde. Und gleichzeitig bin ich stolz auf Camillo und mich, dass wir 2025 in unser zweites Podcast-Jahr gehen werden – so stark und committed wie nie.

Projektionen

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Vieles von dem, was wir wahrnehmen (oder wahrzunehmen glauben), ist in Wirklichkeit eine Projektion unserer Gedanken auf die Welt um uns.

Wir glauben zu wissen, wie jemand reagiert, weil wir in dieser Situation so reagieren würden. Wir sind fest davon überzeugt, dass die anderen genau das denken und tun würden, was wir tun würden.

Damit tun wir uns aber keinen Gefallen.

Wir vergeben uns damit die Chance, an der Realität zu lernen und gescheiter zu werden.

In der Augen-Ambulanz

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Unlängst, in einer Augen-Ambulanz in einem Wiener Gesundheitszentrum. Ein Gespräch zwischen einer Patientin mit Augenschmerzen und der Dame bei der Anmeldung:

Dame: „Sie müssen das aber gleich hier vor Ort zahlen…“

Patientin: „Ja, was soll ich machen, es geht um mein Auge!

In einer Augen-Ambulanz gibt es keine Preisverhandlungen. In einer Augen-Ambulanz braucht man kein Verkaufsgespräch führen. In einer Augen-Ambulanz braucht man keinen Marketing-Funnel.

Kannst du dir vorstellen, dein Lifestyle Business ein bisschen mehr wie eine Augen-Ambulanz aufzusetzen?

Da ist Fantasie drinnen

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Als Lese-Papa kriege ich einiges zu hören.

Unlängst haben wir einen Text über die erst 14-jährige Skaterin und Olympiasiegerin Coco Yoshizawa gelesen.

In dem Text hieß es: “Bei den Weltmeisterschaften 2023 wurde sie Fünfte.” Eine Schülerin hat aber gelesen: “Bei den Weltmeisterschaften 2023 wurde sie entführt.”

Ja, die spannendsten Geschichten finden in unseren Köpfen statt!

Nicht blöd

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In der Evaluierung zu meiner Lehrveranstaltung “Buchhaltung” an der FH des BFI Wien habe ich eine eigentlich sehr nette Rückmeldung erhalten.

Auf die Frage “Was hat mir besonders gut gefallen?”, hat ein:e Student:in geantwortet (Schreibweise wie im Original):

“Ihre sehr zuvorkommende Art. Selbst wenn man etwas falsches sagt geben Sie einem nicht das gefühl blöd zu sein.”

Das freut mich natürlich, weil genau das ein explizites Unterrichtsprinzip von mir ist. Ich will sichere Lernräume schaffen, wo es in Ordnung ist, dass wir uns gegenseitig beim Lernen und beim Fehlermachen zuhören.

Was mir allerdings zu denken gibt: Wie muss es um die Lernbiografien meiner Studierenden bestellt sein, wenn meine Lehrveranstaltung in dieser Hinsicht eine positive Ausnahme zu sein scheint?