Tag#Marketing

Soziale Preise

S

Wir Lifestyle Entrepreneure neigen dazu, unsere Preise “sozial verträglich” gestalten zu wollen. Wir wollen anderen Menschen helfen, und denen, die sich unsere Hilfe nicht leisten können, möchten wir gerne preislich entgegen kommen.

So löblich dieser Gedanke auch erscheinen mag, so fraglich ist, ob wir uns und unseren Kunden damit tatsächlich einen Gefallen tun.

In jeder Schule gibt es einen Hilfsfonds für jene Kinder, deren Eltern sich die Teilnahme am Schikurs nicht leisten können. Das interessante Phänomen dabei: Diese Hilfe wird selten in Anspruch genommen – nämlich auch von den Kindern/Eltern nicht, die Anspruch hätten und für die der Fonds ja eigentlich gedacht war.

Warum ist das so? Sich als “hilfsbedürftig” oder als “arm” zu deklarieren, ist mit Scham verbunden. Zu sagen: “Ja, ich bin arm, ich brauche deine finanzielle Unterstützung”, das fällt vielen nicht leicht. Und so passiert es, dass Eltern ihre Kinder lieber unter fadenscheinigen Vorwänden nicht am Schikurs teilnehmen lassen, als jene Hilfe in Anspruch zu nehmen, die für sie vorgesehen wäre.

Genauso kann es uns Lifestyle Entrepreneuren auch gehen, wenn wir “sozial” sein wollen: Genau die Menschen, denen wir eigentlich helfen wollen, kommen lieber überhaupt nicht zu uns, als dass sie uns nach den “sozialen Preisen” fragen müssen.

Wäre es da nicht viel sozialer, auf “soziale Preise” ganz zu verzichten und unseren Kunden ihre Würde zu lassen?

Verstanden werden

V

Nur, weil jemand (d)einen Gedanken nicht versteht, muss er nicht falsch gewesen sein. „Richtig” und „falsch” sind überhaupt wenig hilfreiche Kategorien in diesem Zusammenhang.

In vielen, vielen Fällen gibt es gar kein „richtig” oder „falsch”, sondern nur verschiedene mehr oder weniger plausible Interpretationen einer Situation.

Auch, wenn deine Interpretation nicht verstanden wird oder eine andere Interpretation attraktiver ist (aus welchem Grund auch immer), hast du dennoch den Mut gehabt, deinen Gedanken auszudrücken.

Das ist an sich schon wertvoll, weil du damit zur Konversation beigetragen hast.

Für wen ist es?

F

Als er zwölf Jahre alt war, sah Kenny Rogers bei einem Ray-Charles-Konzert die lachenden und klatschenden Zuschauer und Zuschauerinnen.

„Seitdem war es einfach nie wichtig für mich, dass die Menschen meine Show verlassen und sagen: ‚Er ist der beste Sänger aller Zeiten.‘ Aber es ist mir wichtig, dass sie sagen: ‚Ich habe die Show genossen.‘ Ich bin eben ein Entertainer.“

RIP Kenny Rogers