Tag#Marketing

Das Wettrennen der Übertreibung

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Weil wir Angst haben, nicht ernst genommen zu werden, übertreiben wir.

Und weil wir wissen, dass alle anderen auch übertreiben, trauen wir uns gegenseitig nicht mehr über den Weg. Und weil wir uns gegenseitig nicht mehr über den Weg trauen, müssen wir noch lauter übertreiben. Ein Teufelskreis.

Im Online-Marketing ist das besonders gut zu beobachten. Wer selbst lügt — oder zumindest “übertreibt” —, weiß, dass die anderen das auch tun. Die sogenannte trust recession hat hier ihre Wurzel: Nicht in einzelnen schwarzen Schafen, sondern in einem System, das Übertreibung als Normalzustand akzeptiert hat.

Das Tückische daran: Wer die Dinge täglich zu seinen Gunsten zurechtbiegt, merkt irgendwann nicht mehr, dass er das tut. Falsche Informationen werden zum “neuen normal” — nicht aus Bosheit, sondern weil alle es machen.

Die Lösung? Nicht mehr lügen. Ganz einfach.

Der Robin-Hood-Trick

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Von Katrin Gildner habe ich folgende Idee: Lieber von einer Firma bezahlt werden als von den eigenen Followern.

Der Gedanke dahinter ist so simpel wie bestechend. Wer Workshops, Inhalte oder Beratung für Zielgruppen anbietet, die traditionell wenig Kaufkraft haben – Solopreneure, EPUs, Kreative im frühen Stadium –, der kämpft strukturell gegen eine Wand. Nicht weil die Leistung zu wenig wert wäre. Sondern weil diese Zielgruppen schlichtweg kein Geld haben.

Die Lösung: Hol dir das Geld woanders. Nämlich von kaufkräftigen Firmen, die Zugang zu deiner Zielgruppe haben und über Interesse und Budget verfügen, um Angebote für diese Zielgruppen zu finanzieren.

Der Robin-Hood-Ansatz bedeutet nicht, die eigene Zielgruppe aufzugeben. Er bedeutet, das Finanzierungsmodell von ihr zu entkoppeln.

Teile nur das Teilbare

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Es gibt einen Unterschied zwischen dem, was du weißt, und dem, was du teilen solltest.

Wer einen Podcast aufnimmt, ein Seminar hält oder ein Gespräch führt, hat danach viel in der Hand. Zu viel, um es einfach (auf Social Media) “auszuschütten”.

Teile also nicht die ganze Folge, nicht deine kompletten Notizen, nicht den vollständigen Gedankengang. Teile lieber den einen Tipp, der für sich alleine stehen kann. Der in sich nützlich und ohne viel Kontext verständlich ist.

Wer das beherrscht, wird auch mehr Reichweite bekommen. Denn: Was nützlich ist, verbreitet sich leichter.

[Danke Gordon Schönwälder für diesen Gedanken.]

Begraben oder veröffentlichen

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Michelle Mazur hat unlängst ihren TEDx-Talk veröffentlicht. Die Produktion ist, wie sie selbst zugibt, katastrophal. Schlechtes Licht, schlechter Ton, schlechte Kamera. Sie war, als sie das Video zum ersten Mal gesehen hat, erschüttert. (Ich, zugegebenermaßen, auch.)

Ihr erster Instinkt war: Begraben. Totschweigen. Nie mehr davon reden.

Aber dann hat sie sich erinnert, was sie in dem Vortrag selbst sagt: Ideen können die Welt nicht verändern, wenn niemand sie hört. Und so hat sie ihn dann doch in ihrem Newsletter geteilt. Das muss ganz schön viel Mut gebraucht haben.

Als Solopreneure kennen wir solche Situationen nur zu gut. Das neue Angebot ist nicht fertig genug. Die Website ist noch nicht perfekt genug. Die innere Stimme sagt: “Noch nicht!” Und wir warten. Und warten.

Aber diese Stimme schützt meistens nicht die Qualität — sie schützt unser Ego.

Aber unser Ego ist unserem Erfolg im Business oft im Weg.

Die Zukunft der Website

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Kerstin Müller hat sich Gedanken gemacht, welche Rolle unsere Websites in Zeiten von ChatGPT und Co. spielen werden.

Sie kommt zu folgendem Schluss: Die Zukunft heißt nicht Traffic auf der Website, sondern Inhalte.

Die Klickzahlen sinken, weil KI-Tools wie Google Overviews oder Perplexity die Antwort direkt liefern. Blogartikel, die nur oberflächliches Wissen zusammenfassen, verlieren ihren Traffic. Nicht irgendwann, sondern jetzt.

Auf die Elemente einer Website umgelegt, würde das bedeuten:

ElementDie „alte“ Website (SEO-Fokus)Die „neue“ Website (KI-Fokus)
TexteLang, Keyword-optimiert, oft trockenKurz, prägnant, stark meinungsgetrieben
BilderStockfotos von lachenden MenschenEchte Arbeitsergebnisse, Gesichter, Whiteboard-Skizzen
Ziel„Hoffentlich klickt jemand auf meine Anzeige.“„Wer hier landet, soll sehen, dass ich die einzige logische Wahl bin.“
InteraktionKontaktformular mit 10 FeldernDirekt-Termin via Calendly oder 1-Klick-WhatsApp

Das Spiel, sagt Kerstin Müller, hat sich grundlegend verändert: Die Frage ist nicht mehr nur „Wie ranke ich bei Google?”, sondern „Wie sorge ich dafür, dass die KI mich als Quelle nennt?”

Sichtbarkeit würde, so gesehen, bedeuten: Du musst so schreiben, dass eine KI dich zitiert, nicht nur, dass Google dich findet.

Webseiten werden nicht verschwinden. Im Gegenteil: Wir werden uns in Zukunft noch besser um unsere Websites kümmern müssen.

Gedankenlose Geschenke

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Wenn man Geburtstag hat, kriegt man gerne mal ein Mail mit Geburtstagsgrüßen von irgendwelchen Firmen, bei denen man Kunde ist – oder war. Mitunter ist auch ein kleines Geschenk dabei.

Mein Freund Martin hat sich unlängst über so ein Geburtstags-“Geschenk” geärgert. Es war ein 5-Euro-Gutschein ab einem Einkaufswert von 50 Euro. Er hat das nämlich nicht als Geschenk empfunden, sondern an schlecht verkleidete Werbemaßnahme, die ihn zum Kaufen animieren soll. Der eigentlich Beschenkte wäre dann nicht er, sondern das Unternehmen.

Über solche “Geschenke” freut man sich nicht, weil sie nicht leiwand sind. Leiwand ist, wenn man am Geburtstag gratis auf den Wiener Donauturm gehen kann. Oder wenn die ÖBB sagen; Wenn du die Vorteilscard hast, kannst du an deinem Geburtstag gratis in ganz Österreich herumfahren.

Darüber freut man sich, weil man wirklich etwas geschenkt bekommt.

Und nicht zuletzt deshalb, weil man das Gefühl hat: Hier hat sich jemand wirklich was überlegt, womit er mir eine Freude machen kann.

Dabei unterstelle ich der 5-Euro-Gutschein-Firma nicht mal eine schlechte Absicht. Vielleicht glauben die Marketing-Leute dort ja wirklich, dass sich die Kunden darüber freuen. Aber ich bin mir sicher: Wenn sich die verantwortlichen Mitarbeiter:innen auch nur eine Stunde lang zusammensetzen würden, kämen sie ohne große Mühe auf etliche viel leiwandere Ideen. Man müsste nur wollen.

Denn besonders bei Geschenken gilt: Mach es gscheit, oder lass es bleiben.

Der Countdown läuft

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Wenn ein Angebot mit künstlicher Verknappung vermarktet wird (Stichwort: Countdown), dann ist etwas im Busch. Denn wer ein wirklich starkes, glaubwürdiges Versprechen hat, braucht keinen künstlichen Druck.

Ich finde: Als Solopreneur hast du weder Zeit noch Ressourcen für aufwändige Conversion-Taktiken. Aber du brauchst sie auch nicht.

Dein Vorteil sind Nähe und Beziehung.

Wer kein Netzwerk hat, zahlt

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Es gibt einen Unterschied, über den in der Gründungsberatung wahrscheinlich zu wenig offen gesprochen wird: Manche Solopreneure starten mit einem starken persönlichen Netzwerk – und andere nicht.

Wer ein gewachsenes Netzwerk mitbringt, hat Zugang zu ersten Kund:innen, zu Weiterempfehlungen, zu Gesprächen, die einen weiterbringen. Dieser “organische” Zugang zum Markt kostet nichts. Er ist einfach da (bzw. über die Jahre vor der Gründung aufgebaut).

Wer dieses Netzwerk nicht hat – oder sich scheut, es “zu nützen” – steht vor einem strukturellen Problem: Er muss sich Aufmerksamkeit nämlich (teuer) erkaufen. Über Werbung, über Social Media oder über Content, der vielleicht irgendwann irgendwen erreicht. Das kostet Geld, Zeit, und/oder Nerven.

Erfolg in der Selbständigkeit ist nicht allein eine Frage von Fleiß oder Talent. Dein persönliches Netzwerk ist ein Startkapital, das in keiner Bilanz aufscheint – und das dennoch in den ersten Jahre deines Unternehmens ein unbezahlbares Asset ist.

Namen statt Zielgruppen

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Viele Gründer:innen haben Schwierigkeiten dabei, ihren “Markt” zu erkennen.

“Meine Zielgruppe sind KMUs in Niederösterreich.” Klingt klar und präzise. Ist es aber nicht. Denn “KMUs in Niederösterreich” kann man nicht anrufen. Man kann ihnen keine E-Mail schreiben. Man kann sie nicht um ein Gespräch bitten.

Ein echter Markt – gerade für Solopreneure – ist keine abstrakte Kategorie. Der Markt für Solopreneure ist eine ganz konkrete Liste mit Namen. Mit Gesichtern. Mit Menschen, zu denen man Zugang hat, direkt oder über andere Kontakte. Marlene vom letzten Netzwerktreffen. Der Thomas, der mal nachgefragt hat. Die Beraterin, die einen Kommentar unter dem LinkedIn-Post hinterlassen hat.

Der Weg zu deiner Zielgruppe beginnt nicht mit irgendeiner Instagram-Kampagne. Sie beginnt mit: Wer steht auf meiner Liste? Und wen davon spreche ich diese Woche an?

Der Markt als falscher Nordstern

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Maria Popova hat einmal etwas Fundamentales über unsere Orientierung im Unbekannten gesagt: Wir tasten blind nach vertrauten Referenzpunkten und basteln uns daraus einen Kompass. Besonders in nebulösen Bereichen wie Kunst oder Philosophie – wo es keinen wahren Norden gibt – greifen wir nach greifbaren Dingen wie “dem Markt”, um uns zu orientieren.

Aber, so Popovas These: Der Markt ist ein miserabler Kompass. Er zeigt nicht nach Norden, sondern immer nur dorthin, wo gestern schon alle hingelaufen sind. “Der Markt will das” – was für ein Aberglaube! Der Markt will gar nichts. Er ist nur die Summe dessen, was bereits gedacht, bereits gemacht, bereits gekauft wurde. Wer sich am Markt orientiert, expandiert nicht seinen Möglichkeitsraum. Er schrumpft ihn auf das bereits Bekannte zusammen.

Popova spricht vom “private locus of the possible” – dem persönlichen Ort des Möglichen, den wir behutsam erweitern sollen. Nicht am Markt orientiert, nicht am Bekannten, sondern an dem, was wir in uns selbst als Potenzial entdecken.

Das ist auch die einzige Art, wie echte Innovation entsteht: Wenn jemand aufhört, nach dem vermeintlichen Nordstern “Markt” zu schielen, und stattdessen ins Dunkle vorangeht.

Die meisten Solopreneure machen sich klein vor dem Markt. Validieren jede Idee, bevor sie überhaupt richtig durchdacht und ausgeleuchtet ist.

Aber warum sollten sie auch jemals ihren eigenen Radius erweitern, wenn der Markt ihnen doch so deutlich sagt, wo’s langgeht?

Spoiler: In die Mittelmäßigkeit.

Die geerbte Bühne

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Wer schon eine Bühne hat, braucht kein Mikrofon mehr zu suchen. Er stellt sich einfach drauf.

Ein Promi startet einen Podcast, eine Influencerin launcht einen Kurs, ein Ex-Politiker schreibt ein Buch. Die Reichweite war vorher schon da — und das neue Produkt profitiert davon. Das Publikum folgt ihnen nicht primär wegen des neuen Angebots, es folgt ihnen, weil es ihnen immer schon gefolgt ist.

Für alle anderen — die, die ohne “geerbte” Aufmerksamkeit starten — bedeutet das: Der Wettbewerb ist nicht fair. Er war es nie. Weil es nicht nur um Inhalte geht, sondern um Beziehungen.

Aber dieses Ungleichgewicht wird gerade verstärkt sichtbar. Denn je mehr geerbte Bühnen belegt werden, desto weniger Platz bleibt für jene, die sich Aufmerksamkeit erst Schritt für Schritt erarbeiten müssen.

Sich Reichweite zu erarbeiten, dauert immer länger. Falls es überhaupt gelingt.

Der Feed zeigt nicht die Welt, er zeigt dich

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Unlängst wieder: LinkedIn geöffnet, Feed reingezogen, und nach zehn Minuten die quälende Frage im Hinterkopf: Mache ich eigentlich irgendetwas richtig?

Dabei passiert da etwas Eigenartiges: Der Feed zeigt mir nicht, wie die Welt wirklich funktioniert. Er zeigt mir, wo ich unsicher bin.

Ein Coach mit hundert Reaktionen auf einen einzigen Post trifft mich genau dort, wo ich mir selbst nicht erfolgreich genug vorkomme. Die Zeitmanagement-Queen mit drei extra “freien Stunden” pro Tag trifft mich dort, wo ich das Gefühl habe, selbst zu wenig zu schaffen.

Der Feed ist ein Spiegel der eigenen Zweifel. Und er ist sehr gut darin, diese Zweifel zu finden – und zu nähren.

[Danke Matthias Barth für diesen Gedanken.]

Für und wider Social Media

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Die Fußballer Stefan Schwab und Richard Windbichler haben einen leiwanden Podcast, Play 2 Grow.

Unlängst haben sie über Social Media gesprochen. Stefan Schwab sagt, dass er Social Media nicht versteht. Er findet, das ist “ein Kasperltheater”. Es hat keine Substanz, es interessiert ihn nicht, weil in den ganzen Kommentaren “keine Wahrheiten” stehen. Er sagt, was auf Social Media über Fußball gesprochen wird, ist “ganz weit weg von Fußball”.

Richard Windbichler hingegen versteht, dass es bei Fußball auch viel um Entertainment geht. Um das Rundherum. Um die Inszenierung. Kann sein, dass er das in seiner Zeit in Amerika gelernt hat.

Schwab und Windbichler sind wie die beiden Stimmen, die auch in mir sprechen, wenn es um Social Media geht. Wenn ich Vorteile und Nachteile von Social Media für mein Solo-Business abwiege.

Spannend, den beiden beim Reden zuzuhören.

Niemand kauft dein Angebot

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Menschen entscheiden sich nicht beim Angebot – sie entscheiden sich beim Zuhören. Wer deine Diagnose nicht teilt, wird deine Therapie nicht wollen. Wer deine Sichtweise nicht übernimmt, wird dein Paket nicht buchen. Punkt.

Für Solopreneure ist das eine wichtige Unterscheidung. Viele präsentieren ihr Angebot, bevor sie ihre Haltung erklärt haben. Sie zeigen das „Was” und „Wie”, bevor das „Warum” klar ist.

Kein Wunder, dass sich das dann nach “Verkaufen” anfühlt – für beide Seiten.

Der Philosoph stört

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Social-Media-Plattformen sind keine Diskursräume. Differenzierte Meinungen und tiefgehende Gespräche haben es dort ganz, ganz schwer.

Alles, was die Leichtigkeit und die Gefälligkeit des kontinuierlichen Inhalte-Flusses stört (also differenzierte Argumentationen oder ein echter Meinungsaustausch), wird vom Algorithmus nicht gern gesehen.

Der Clown wird gegenüber dem Philosophen eindeutig bevorzugt, weil der Clown platt ist und sofort Reaktionen auslöst — und kein langes Nachdenken verlangt.

Die Plattformen sind wie Einkaufszentren: Alles ist darauf ausgerichtet, dass man möglichst lang weitergeht und weiterschaut – und seine gute Laune nicht verliert.

Die alte Schule ist die neue Schule

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Spannend, dass “Beziehungen pflegen” plötzlich als Marketing-Innovation gilt.

Jahrelang haben uns die Business-Gurus erzählt: Skaliere! Automatisiere! Baue Funnels! Poste Content bis die Finger bluten und hoffe, dass die Algorithmus-Götter gnädig sind. Persönliche Gespräche? Das war die alte Schule. Unsexy. Nicht skalierbar.

Aber was haben wir bekommen? Eine große “Broadcast-Müdigkeit” (Michelle Mazur). Menschen vertrauen dem, was gepostet wird, nicht mehr.

Deshalb ist die “alte Schule” wieder angesagt. Weil alles andere nicht mehr funktioniert. Du musst deine Zielgruppe wieder kennen. Mit ihnen reden. Ihnen zuhören. Beziehungen aufbauen, bevor du etwas verkaufst.

Es ist schon paradox: Was gerade als “innovativer Marketing-Shift” verkauft wird, ist exakt das, was der “redliche Kaufmann” immer schon gemacht hat: Er kennt seine Kund:innen. Er wird weiterempfohlen. Er muss nicht hoffen, dass der LinkedIn-Algorithmus ihn mag.

Vielleicht war die alte Schule nie alt. Vielleicht war nur der Umweg falsch.

Wie heißt deine Strategie?

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Philipp Maderthaner sagt: Wenn deine Strategie keinen Namen hat, hast du keine Strategie. Mark Zuckerbergs “Year of Efficiency”, Starbucks’ “Triple Shot Strategy” – die Besten geben ihrer Richtung einen Begriff, der hängen bleibt.

Als Solopreneur:in brauchst du das doppelt.

Nicht weil du deine Mitarbeiter:innen auf die Strategie ausrichten müsstest, sondern weil du dich selbst ausrichten musst. Jeden Tag aufs Neue, in hundert kleinen Entscheidungen: Welches Angebot? Welcher Kunde? Welches Ja? Welches Nein?

Seth Godin sagt; If you can’t state your position in eight words, you don’t have a position.

Also: Versuch mal, deinen strategischen Fokus in acht Worten zusammenzufassen. Wenn du 10 Minuten überlegst und nichts kommt – oder viele verschiedene Versionen –, dann hast vielleicht dein dringendstes Business-Problem gefunden.

Like a Bohrmaschine

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Im Intro von Poundcake klingt Eddie Van Halens Gitarre wie eine Bohrmaschine.

Jeder weiß, dass es keine echte Bohrmaschine ist. Aber Eddie Van Halen schafft es, seine Gitarre wie eine Bohrmaschine klingen zu lassen. Und dadurch wird die Sache noch leiwander, als wenn wir eine echte Bohrmaschine hören würden.

Gekonnte Verfremdung ist MAGISCH!

Das Erfolgsrezept für ein fremdes Business

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Unlängst bin ich über einen Newsletter gestolpert, der ein Muster beschreibt, das ich aus meiner Beratungspraxis sehr gut kenne.

Jemand kauft sich ein Marketing-Programm. Investiert Zeit und Geld. Folgt den Schritten. Baut den Funnel, schreibt die E-Mails, postet den empfohlenen Content.

Und dann: Nichts. Nada. Niente.

Das Problem liegt nämlich woanders. Die meisten Marketing-Programme verkaufen dir nicht eine Strategie für dein Business. Sie verkaufen dir die Replikation dessen, was für deren Business funktioniert hat.

Das Geschäftsmodell der Person, die dir das Programm verkauft, schaut aber wahrscheinlich komplett anders aus als deines. Sie braucht vielleicht hunderte Kund:innen pro Jahr, du brauchst fünf. Oder umgekehrt. Sie verkauft über automatisierte Systeme, du über persönliche Gespräche. Sie hat ein Team, du bist allein.

Du bist nicht gescheitert. Du hast bloß versucht, den Bauplan für ein fremdes Gebäude auf dein Grundstück zu legen.