Ich kenne da diesen Anwalt in München. Er wollte mit 65 aufhören zu arbeiten und seine Kanzlei verkaufen.
Allein… Er fand (und findet) keinen Käufer. Niemand will seine Kanzlei übernehmen bzw. dafür Geld bezahlen. Also arbeitet er immer noch weiter.
Wahrscheinlich hat er sich seinen Ruhestand anders vorgestellt. Und er ist beileibe kein Einzelfall.
Viele Unternehmer:innen glauben, dass sie sich mit ihrem Unternehmen ein Vermögen aufbauen. Sie investieren ganz viel Zeit, Geld und Nerven in ihr Unternehmen in dem festen Glauben, dass sich dieses Investment am Ende auszahlt – entweder, weil sie das Unternehmen den Kindern übergeben oder es für ein schönes Gnedl verkaufen können.
Öfter, als ihnen lieb ist, tritt jedoch beides nicht ein. Die Kinder wollen lieber was anderes machen, als sich wie die Eltern ein Leben lang für das Unternehmen abstrudeln. Und kaufen will es auch niemand, weil die vermeintlich potenziellen Käufer das gleiche Problem haben.
Am Ende der unternehmerischen Karriere mit einem nicht veränderbaren Lebenswerk dazustehen, ist nicht nur bitter fürs Ego. Es zeigt auch, dass man sich finanziell verkalkuliert hat.
Allen Solopreneuren kann ich daher nur raten: Baut euch euer Vermögen außerhalb eures Unternehmens auf. Denn euer Unternehmen lebt mit euch, und es stirbt mit euch.
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