Andy Holzer: Den Sehenden die Augen öffnen

Vortrag beim 12. EPU-Erfolgstag der WKNÖ, 9. November 2019, Eventhotel Pyramide Vösendorf

„Es bringt uns überhaupt nicht weiter, wenn man jemand bewundert.“

  • Sondern: „Herrschaftszeiten, was habe ICH eigentlich davon, was mir der Andy heute hier erzählt?“
  • Nicht das Bewundern bringt uns weiter, sondern das Auseinandersetzen mit dem Gehörten, das Nachdenken und das Übertragen auf mein eigenes Leben.
  • Das ist meine ganz eigenen Arbeit, die mir Andy Holzer nicht abnehmen kann.

„Jedes EPU hat ein kleines Kind in sich, sonst wären wir es gar nicht.“

  • Kleine Kinder wissen gar nicht, was ein Vorteil und was ein Nachteil ist.
  • Kleine Kinder kennen keine Prognosen.
  • Kleine Kinder wissen nicht, ob sich etwas auszahlt oder nicht.
  • Kleine Kinder spüren nicht, ob die anderen im Vorteil sind und ich im Nachteil.
  • => Ich bin ein EPU, weil das Sonnenkind in mir STARK ist!

„Wir Erwachsene wollen die Gleichberechtigung nicht spüren. Wir wollen die Ungleichheit spüren.“

  • Wir fühlen uns wohl in der Opferrolle. Wir glauben, dass es die anderen viel leichter haben als wir. Das ist uns eine bequeme Ausrede. Dabei hat jeder seine Stärken, und insgesamt gleicht sich alles aus.

Bei Dingen, die uns außerhalb unserer Reichweite scheinen, sagen wir: „Ich brauche das nicht.“ Wir nehmen gleich die gedankliche Abkürzung – statt dass wir durchdenken, wie wir das schaffen könnten. Denn wenn wir uns wirklich damit auseinandersetzen, dann kommen wir plötzlich in die „Verlegenheit der Gelegenheit“.

„Mit dem Werkzeug der Werte kannst du alles Geld in der Welt generieren.“

  • Aber was machst du mit Geld ohne Werte?
  • vgl. Wertschöpfung folgt Wertschätzung

AH spricht von den „Passanten“: Menschen, die am Wegesrand stehen, die nicht wissen, wo du herkommst oder wo du hingehst, die nicht sehen, wie viele Nächte du dir schon um die Ohren geschlagen hast… aber die jeden deiner Schritte kommentieren: „Das wird so nichts. Das kannst du nicht machen. Das wird nie funktionieren. Das hätte ich dir gleich sagen können.“ Diese Passanten sind wichtig, sie haben eine Funktion. Sie könnten z.B. einmal unsere Kunden werden. Aber sie eignen sich nicht als Ratgeber auf deinem unternehmerischen Weg. Und die meisten der Menschen in deinem Leben sind Passanten. Sie wissen gar nichts über dich – und reden trotzdem. Vergiss das nie.

„Das Geniale ist doch, dass wir verschieden sind!“

Die gleichaltrigen Kinder hatten mit dem Andy überhaupt kein Problem. Der Andy ist halt ein bisschen anders, aber eh irgendwie cool. Das Problem hatten deren Eltern – und die Frau Lehrerin.

„Gepflegte Abhängigkeit“: Wir sind nicht auf der Welt, um unabhängig zu sein – sondern, um mit unserer Umwelt in Gegenseitigkeit zu leben. Um füreinander da zu sein. 

  • Das ist besonders wichtig für EPU, für die individuelle Freiheit ein ganz wichtiger Wert ist.
  • „Wir würden alleine nicht dort sein, wo wir zusammen sind.“
  • „Wir brauchen uns bitter nötig. Am Anfang brauchen wir die Hebamme, am Schluss brauchen wir den Totengräber.“
  • Sich bewusst in die Abhängigkeit begeben. Nicht als Bürde, sondern als absolute Chance. Sich darauf einlassen. Selbstvertrauen entwickeln, und dann Vertrauen schenken.
  • Das resoniert doch auch sehr gut mit der Gabenökonomie!

Jeder von uns ist blind. Die Welt ist nicht für das Perfekte geschaffen. Ein unperfekter Kompromiss ist das Beste, was wir erwarten können. „Ich habe meine Blindheit benutzt, um ein Business Konzept daraus zu machen.“

  • „Packt’s eure Blindheit und strickts daraus ein Business-Konzept!“ – und wartet nicht darauf, wann die nächste Behindertenbeihilfe überwiesen wird.