Etwas funktioniert nicht wie gewünscht. Warum?
- Die Idee war schlecht.
- Die Idee war gut, aber die Umsetzung war schlecht.
Meistens liegt’s nicht an der Idee.
Etwas funktioniert nicht wie gewünscht. Warum?
Meistens liegt’s nicht an der Idee.
Pain-Kommunikation: Ich zeige dir, wie du etwas, das du hast, aber nicht willst, los wirst. Beispiel: Ich zeige dir, wie du miese Kund*innen los wirst. Unbelegte Hypothese: Besonders Frauen sprechen auf diese Art der Kommunikation an.
Gain–Kommunikation: Ich zeige dir, wie du etwas bekommst, das du willst, aber nicht hast. Beispiel: Ich zeige dir, wie du nur noch mit deinen Wunschkund*innen arbeitest. Unbelegte Hypothese: Das passt besonders gut für Männer.
Die meisten Content-Marketer fragen sich: Wo ist meine Zielgruppe? – und erstellen dann Content danach.
Das ist unter Umständen der falsche Zugang. Wahrscheinlich ist es am Anfang besser, dort zu starten, wo du dich am wohlsten fühlt. Wenn du gerne redest, dann nimm einen Podcast auf. Wenn du gerne schreibst, dann schreib einen Blog. Wenn du gerne auf der Bühne stehst, dann nimm Youtube-Videos auf.
Das ist der Lifestyle Entrepreneur-Zugang: Er ist “egoistisch”, nicht opportunistisch – auch nicht richtiger oder falscher. Es muss zuerst für dich passen, sonst kannst du es nicht durchhalten. Du kannst “the long game” nur spielen, wenn das Spiel zu dir passt.
Was nicht heißt, dass du im Verlauf des Spieles nicht deine Kompetenzen erweitern und auch auf andere Spielfelder wechseln kannst.
Wir Lifestyle Entrepreneure sehnen uns immer wieder nach Experten, die uns sagen, ob eine bestimmte Idee gut ist oder nicht. Ob ein neues Produkt gute Erfolgschancen haben wird oder nicht. Ob unsere Marketingidee bei den Kund*innen gut ankommen wird oder nicht.
Die bittere Wahrheit ist: Niemand hat die Glaskugel, die diese Antworten liefern würde.
Es wird immer unser unternehmerisches Risiko bleiben, die Antworten selbst herausfinden zu müssen – indem wir es einfach versuchen und schauen, was passiert.
Und daraus lernen.
Es gibt immer Menschen in deinem Umfeld, die bereit sind anzupacken. Menschen, die mit dem Status Quo nicht zufrieden sind und gerne etwas verändern würden. Oft wissen sie aber nicht, wo sie anfangen sollen.
Diese Menschen brauchst du nur anzusprechen. Gut möglich, dass sie sich freuen, mit dir zusammenzuarbeiten und die Welt zu verändern.
Such-basierte Plattformen
Feed-basiere Plattformen
[Danke Jonny Watson für das Konzept.]
Ich habe mein Home Office umgestellt: Den Lesesessel rausgeräumt, den Schreibtisch um 90° gedreht, den Stehtisch nach hinten verschoben.
Keine großartigen Änderungen – aber was für eine Veränderung im Blickwinkel! Das Büro ist jetzt irgendwie ungewohnt, spannend, wie ein neu zu beschreibendes Blatt.
Es ist wie ein neuer Aufbruch!
Spannender Gedanke von Seth Godin:
Wie wäre es, wenn du nicht einfach nur deinen Job machen würdest, sondern es darauf anlegst, deinen Job ganz neu zu erfinden?
Technische Probleme löst man dadurch, dass man sich hinsetzt und die Arbeit erledigt, auch wenn es mühsam ist. Beispiel: Einen Liquiditätsplan erstellen.
Kreative Probleme löst man auch durch Nachdenken, aber man kann sie nicht abarbeiten. Es ist wie ein Tanz: Man versucht dies, man versucht das, und irgendwann kommt plötzlich die Lösung. Meist dann, wenn man gar nicht damit gerechnet hat. Beispiel: Einen Slogan für sein Business entwickeln.
Wichtig ist, dass wir erkennen, wann wir ein technisches und wann ein kreatives Problem vor uns haben.
Ein Kurs ist ein großartiger Ort, um sich zu verstecken.
Man hört doch immer wieder, wie notwendig es ist, sich ständig weiterzubilden, auf dem Laufenden zu bleiben, über den Tellerrand hinauszuschauen. Was könnte also besser sein, als möglichst viel Zeit für die eigene Weiterbildung zu investieren?
Es gibt etwas, das tatsächlich viel besser ist: Seine Zeit damit zu verbringen, das Gelernte auch wirklich auf sein eigenes Lifestyle Business umzulegen, anzuwenden und in die Tat umzusetzen – statt sich Hals über Kopf in den nächsten Kurs zu flüchten.
Vor einigen Monaten habe ich mir vorgenommen, jeden Tag ein Ding wegzuwerfen, das ich nicht mehr brauche. Nur ein einziges, aber dafür jeden Tag.
Durch diese kleine Gewohnheit hat sich viel verändert. Ich sehe nun viel besser und viel klarer, wo in meinem Leben sich Überflüssiges angesammelt hat. Und es fällt mir wesentlich leichter, mich davon zu trennen.
Kleinigkeiten wie diese können mächtige Veränderungen bewirken. Wir brauchen nur damit anfangen.
Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Und manchmal weiß man vor lauter To Dos gar nicht, mit welchem man anfangen soll.
Sich einen Fahrplan zu erstellen, ganz klassisch nach dem Wichtig-Dringend-Prinzip, ist in diesem Fall die smarteste Herangehensweise.
Zuerst der Plan, dann die Action.
“Das Produkt ist gut, weil es war eine wahnsinnige Arbeit.”
Leider ist es nicht so einfach. Nur weil man viel Zeit investiert hat, muss das Ergebnis noch lange nicht gut sein.
Man kann auch sehr viel Arbeit in einen Irrtum investieren.
Wir Lifestyle Entrepreneure glauben daran, dass wir mit unserem Lifestyle Business Erfolg haben werden.
Daran zu glauben, bedeutet auch, dass immer ein Stück Restzweifel dabei ist. Und es stimmt ja auch: Wir haben keine Gewissheit. Wir wissen nicht, wann und ob sich der Erfolg einstellen wird.
Aber genau darin liegt ja die eigentliche Leistung von uns Unternehmer*innen: Weil wir nicht wissen, weil wir keine Gewissheit haben, glauben wir an unser Unternehmen.
Denn wenn der Erfolg sicher wäre, dann bräuchte es uns Unternehmer*innen nicht. Dann würden es alle machen.
Ein Solo-Unternehmen ist nicht einfach nur eine kleine Mini-Version eines großen Unternehmens.
Ein Solo-Unternehmen funktioniert (wenn es funktionieren soll) ganz, ganz anders. Ein Solo-Unternehmen muss nach anderen Spielregeln spielen als die Großen. Wenn es versucht, es mit den Großen aufzunehmen, wird es entweder ignoriert oder platt gewälzt.
Solo-Unternehmen haben nur eine Chance: Sich auf ihre Stärken zu konzentrieren und das zu machen, was die Großen nicht tun können oder wollen.
In der Psychotherapie gibt es den Begriff der „Therapiemotivation“: Selbst wenn Klienten wissen, dass ihnen Therapie gut tut, heißt das noch lange nicht, dass sie auch die Motivation aufbringen, regelmäßig hinzugehen.
So was Ähnliches kennen auch wir Berater: Es gibt Kund*innen, die wollen sich lieber nicht beraten lassen. Oft sind das jedoch gerade die, die dringend Unterstützung brauchen würden.
Muss man so akzeptieren. Aber leicht fällt mir das nicht.
Es ist ziemlich egoistisch, aus seinen Möglichkeiten nichts zu machen – und feig.
Du hast dir Wissen angeeignet, das auch für andere interessant sein könnte? Warum teilst du es dann nicht?
Du hast Kleidung, die du nicht mehr brauchst? Warum verschenkst du sie dann nicht?
Du hast eine Zweitwohnung, die die längste Zeit schon leer steht? Warum vermietest du sie nicht an jemanden, der eineWohnung sucht?
Du hast Kontakte, die für jemand anderen hilfreich sein könnten? Warum stellst du nicht großzügig den Kontakt her?
Aus den Möglichkeiten, die du hast, nichts zu machen – besonders dann, wenn die Kosten dafür gering wären… Welche Ausrede hast du dafür?
Ich liebe Notizen, und ich liebe Notizbücher. Sie begleiten mich schon mein Leben lang, und Notizen sind der Ausgangspunkt fast aller meiner großen und kleinen Projekte.
Wer Notizbücher führt, ist mir grundsätzlich systematisch. Und noch cooler finde ich, wenn ein junges Wiener Startup beschließt, selbst schöne und hochwertige Notizbücher herzustellen.
So geschehen bei Xaraktiras, einem Projekt meiner lieben Freundin Daniela Prattes. Für ihren Blog hat sie mich interviewt. Wir sprechen über Notizen, Notizbücher, C. G. Jung und Hermann Maier. Aber lies selbst…
Handelsübliche BWL-Bücher sind für Solopreneure, die sich in Sachen Wirtschaftskompetenz aufschlauen wollen, völlig ungeeignet.
Das Problem ist nicht, dass in den Büchern etwas Falsches drinnen stünde. Der Inhalt ist schon okay, aber er ist viel zu theoretisch, zu umständlich und zu langatmig aufbereitet. Der Weg zur konkreten Lösung, zur hilfreichen Handlungsanweisung ist viel zu lang.
Solopreneure brauchen kurze Wege. Sie können sich viele Umwege einfach nicht leisten.
Es ist leicht, sich über Dinge zu beschweren, die man nicht ändern kann.
Wesentlich schwieriger ist es, darüber nachzudenken, was man aus den Möglichkeiten rausholen kann, die man hat. Also zu schauen, was im eigenen Wirkungskreis liegt, und diese Sachen dann konsequent, Schritt für Schritt zu verbessern.
Das Schwierige dabei ist nämlich, dass man für die Möglichkeiten im eigenen Wirkungskreis Verantwortung übernehmen kann – und muss. Wenn du da nichts weiter bringst, liegt es an niemand anderem außer dir.
Da ist es dann doch oft bequemer zu sagen: “Ich würde ja gerne, aber…”