Tag#Alltagsgeschichten

Ausruhigen

A

Meine zweijährige Tochter hat unlängst in unserem Urlaub gemeint, dass wir uns nach dem Spielen „ausruhigen“ müssen.

Sie hat völlig recht: Ausruhen bedingt, dass es ruhig wird – im Außen und im Innen gleichermaßen.

Ruhigen Urlaub allerseits!

Kleiner Brauner

K

Gestern waren wir zu Mittag essen in einem Gasthaus, das wir eigentlich sehr mögen. Als ich mir später am Nachmittag die Rechnung genauer angesehen habe, ist mir aufgefallen, dass darin ein Kleiner Brauner (= Kaffee) inkludiert war, den wir nicht bestellt und auch nicht konsumiert hatten.

Das ist etwas, das mich wahnsinnig stört. Nicht wegen der 2,30 Euro, sondern weil hier mit dem Vertrauen der Kund*innen gespielt wird.

Natürlich kann es sich um einen Irrtum handeln. Passiert auch dem aufmerksamsten Kellner mal. Aber was, wenn es kein Irrtum ist? Was, wenn hier jemand versucht hat, mich über’s Ohr zu hauen?

Am Ende ist es egal, ob das Absicht war oder nicht. Der Zweifel nagt, ich traue diesem Lokal nicht mehr, und damit ist mehr Schaden angerichtet, als 2,30 Euro jemals einbringen könnten.

Kein Einziger

K

Gestern hatte meine Website keinen einzigen Besucher. Auch keine Besucherin. Gestern hat meine Website niemanden interessiert.

Es tut gut, immer wieder mal daran erinnert zu werden: Die Welt hat nicht auf dich und deinen Blog gewartet.

Auch wenn’s ein bisschen kränkt.

Besserer Tee

B

Ich trinke seit vielen Jahren viel und gerne Tee. Schwarztee vor allem, aber auch grünen.

Aber erst seit vor Tagen habe ich begonnen, mich wirklich für Tee zu interessieren. Ich habe gelernt, wo Tee herkommt, wie er verarbeitet wird, was guten Tee ausmacht und wie unterschiedlich Tee an verschiedenen Orten der Welt getrunken wird. Es ist eine faszinierende Welt, die Welt des Tees.

Daraus habe ich für mich folgenden Schluss abgeleitet: Je mehr wir über eine Sache wissen, desto weniger wurscht wird uns diese Sache. Wir geben uns nicht mehr mit dem Erstbesten zufrieden, weil wir lernen, das Gute vom Schlechten zu unterscheiden. Es ist, als würden uns die Augen geöffnet – endlich.

Zu sehen und zu verstehen, hilft uns dabei, bessere Entscheidungen zu treffen – für unser Lifestyle Business, aber auch für unser Leben insgesamt. So wertvoll!

[Tipp: Der Zauber des Tees, Dokumentation auf Youtube]

Highway To Hell

H

Es hat zwei Jahre gedauert, aber es war alle Mühe wert:

Dieser Tage ist mein erstes Buch erschienen. Es trägt den Titel “Highway To Hell – Die 11 größten Fehler im Projektmanagement” und handelt, man würde es kaum glauben, von genau den Fehlern, die jedes ambitionierte Projekt zu einem Höllentrip werden lassen.

Ich bin vielleicht etwas voreingenommen, aber: Das Buch ist gut.

Kommen Sie, kaufen Sie!

Was hat sich verändert?

W

Bob Rock, der legendäre Producer von Bon Jovi, Aerosmith, Metallica u.v.a.m., wurde in einem hörenswerten Interview von Bob Lefsetz gefragt, wie der sensationelle Erfolg des “Black Album” von Metallica (16 Mio verkaufte Alben!) sein Leben verändert habe.

Bob Rock schmunzelte und antwortete schließlich: “Well… I live in Hawaii…”

Ich mag diese Antwort nicht nur wegen des trockenen Humors. Bob Rock hält uns Lifestyle Entrepreneuren auch vor Augen, dass es vollauf genügen kann, einen großen Erfolg zu haben, der für den Rest unseres Lebens reicht.

Wir müssen nicht ständig erfolgreich sein. Ein Mal genügt.

Statistiken

S

„Die Statistiken sagen eindeutig…“ – Wenn ich Menschen höre, die sich auf irgendwelche nicht näher genannte Statistiken, Studien oder Forschungen berufen, werde ich hellhörig.

Mir ist klar, warum das gemacht wird: Man will seinem Argument Gewicht verleihen, es glaubwürdiger machen, ihm den Anschein der Objektivität geben. Zahlen lügen nicht, stimmt‘s?

Bei mir löst dieser Versuch aber genau das Gegenteil aus: Ich werde sofort misstrauisch. Warum versteckt er seine Meinung hinter einem Anstrich von Pseudo-Wissenschaftlichkeit? Warum gibt sie ihre subjektive Einschätzung als eine objektive Tatsache aus? Wer will mich hier manipulieren?

Es ist legitim, eine Meinungsverschiedenheit mit den besseren Argumenten gewinnen zu wollen. Aber irgendeine Statistik ins Treffen zu führen, die man nie genau gelesen und ziemlich sicher nicht verstanden hat, ja die es vielleicht außerhalb der eigenen kleinen Welt gar nicht gibt… das ist kein Argument, das ist… gar nichts.