Tag#Lehren&Lernen

Instruktor und Facilitator

I

Ein Instruktor ist jemand, der Wissen hat und es an andere weitergibt. Eine Instrukturin bemüht sich, das, was sie weiß, bestmöglich zu erklären, um Aha-Momente bei seinen Schülerinnen und Schülern auszulösen.

Ein Facilitator ist jemand, der davon überzeugt ist, dass alles notwendige Wissen schon bei seinen Schülerinnen und Schülern vorhanden ist. Ihr geht es vor allem darum, die Stolpersteine und Blockaden aus dem Weg räumen zu helfen, die verhindern, dass ihre Schülerinnen und Schüler ihre besten Leistungen abrufen können.

Als Lehrer:in bist du immer beides, Instruktor und Facilitator. Aber du bist nicht immer beides zu gleichen Teilen: Mal bist du vor allem Instruktor, mal bist du vor allem Facilitator.

Wähle weise, in welchem Format du welche Rolle einnehmen willst – und dann bleib dabei!

Sokrates

S

In die größten Katastrophen als Unternehmer schlittern wir nicht aus völligem Unwissen, sondern weil wir glauben, wir machen eh alles richtig.

Wir glauben zu wissen, was wir tun. Dabei verstehen wir Dinge falsch, kürzen Prozesse eigenmächtig ab, gehen unhinterfragt von falschen Annahmen aus, glauben, es auch irgendwie mit weniger Anstrengung zu schaffen.

“Ich weiß, dass ich nichts weiß”, sagte Sokrates. Weißt du das auch?

Verstanden werden

V

Nur, weil jemand (d)einen Gedanken nicht versteht, muss er nicht falsch gewesen sein. „Richtig” und „falsch” sind überhaupt wenig hilfreiche Kategorien in diesem Zusammenhang.

In vielen, vielen Fällen gibt es gar kein „richtig” oder „falsch”, sondern nur verschiedene mehr oder weniger plausible Interpretationen einer Situation.

Auch, wenn deine Interpretation nicht verstanden wird oder eine andere Interpretation attraktiver ist (aus welchem Grund auch immer), hast du dennoch den Mut gehabt, deinen Gedanken auszudrücken.

Das ist an sich schon wertvoll, weil du damit zur Konversation beigetragen hast.