Unlängst habe ich in brand eins ein Interview mit einem Experten für Rettungsaktionen gelesen.
Robert Koester kennt sich aus mit Leuten, die sich verlaufen. Seine wichtigste Erkenntnis: Die meisten hassen das Umkehren. Aber es ist die beste Methode – einfach so lange denselben Weg zurückgehen, bis man an eine Stelle kommt, an der man sich wieder zurechtfindet. Selbst wenn das der Startpunkt sein sollte. Das ist besser, als in der Wildnis verloren zu gehen.
Das gilt auch fürs Business. Du bist drei Jahre unterwegs, hast X ausprobiert, dann Y, dann eine Kombination aus beidem. Irgendwann merkst du: Ich weiß nicht mehr, wo ich bin. Die Zahlen passen nicht, die Kund:innen verstehen nicht, was du machst, du selbst verstehst es auch nicht mehr so genau. Aber zurück? Zurück auf null, nach drei Jahren?
Die Vorstellung ist unerträglich. Also gehst du weiter. Noch ein Angebot, noch eine Nische, noch ein Versuchsballon. Tiefer hinein in die Wildnis.
Aber: Umkehren ist keine Niederlage. Umkehren ist der sicherste Weg zur Neu-Orientierung.
Lieber zurück zum Start als verloren in der Wildnis – auch nach drei Jahren.
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