Ja, man kann “Erfolg” nicht eindeutig definieren. Jeder Mensch hat dafür andere Maßstäbe.
Aber jeder Mensch hat ein eindeutiges Gefühl dafür, ob er gerade “erfolgreich” ist oder nicht.
Ja, man kann “Erfolg” nicht eindeutig definieren. Jeder Mensch hat dafür andere Maßstäbe.
Aber jeder Mensch hat ein eindeutiges Gefühl dafür, ob er gerade “erfolgreich” ist oder nicht.
Ein Problem, das sich mit Geld lösen lässt, ist kein Problem. Just throw money at it. Dazu ist Geld ja da.
Ein Problem, das sich nicht mit Geld lösen lässt, aber von dem ich glaube, dass ich es mit Geld lösen kann (indem ich etwas kaufe, um mein Gewissen zu beruhigen, um mich selbst in eine bessere Stimmung zu versetzen)…
Das funktioniert hingegen nicht.
Auf der Suche nach Purpose in Arbeit und Leben landet so mancher beim japanischen Konzept des ikigai. Kann das Buch halten, was sich viele davon versprechen? Meine Antwort: Kommt drauf an.
(mehr …)So wie ich denke, denkt sonst niemand.
Das weiß ich. Aber ich vergesse es immer wieder.
Deswegen bin ich von der Welt auch immer wieder überrascht.
Wir Menschen haben ein tiefes Bedürfnis nach Kindness.
Kindness ist mehr als Freundlichkeit. Kindness ist Offenheit, Toleranz, Respekt. Mit anderen Worten: Kindness ist gelebte Menschlichkeit.
Gleichzeitig gibt es (bei uns) ein Misstrauen gegenüber Kindness, sagt Matthias Horx, „weil sie immer als taktisch und strategisch benutzt wird“.
Aber es gibt sie noch da draußen: Die Menschen, die einfach deswegen kind sind, weil sie können. Weil sie gute Menschen sind. Weil dadurch die Welt zu einem besseren Ort wird.
Hast du nicht auch Lust, öfter mal einer dieser Menschen zu sein?
Passend zum heutigen Schulschluss:
Unlängst hat mein Nachbar angemerkt, dass es schon irgendwie leiwand ist, Lehrer zu sein, weil man 13 Wochen im Jahr Urlaub hat.
Stimmt natürlich.
Aber die entscheidende Frage ist:
Sind 13 Wochen Urlaub ein gut genuges Argument, um die anderen 39 Wochen des Jahres aufzuwiegen?
Oder, anders formuliert: Ist die Zeit, wo man nicht an seinem Arbeitsplatz ist, wirklich ein geeignetes Argument dafür, dort zu sein?
Album der Woche: KW 26 // Juni 2025
Kontext: Travis mag und kenne ich schon lange. Daher war ich auf das neue Album sehr neugierig.
Playlist-Tipps: Raze The Bar // Alive // Bus
Fazit: Ja, eh. Poppige Songs, eingängige Melodien, typisch Travis halt. Sehr charmant, und sehr gut geeignet als Hintergrundmusik im Home Office.
Wie gut du in deinem Business wirklich bist, zeigt sich an deinem schlechtesten Tag.
Wenn alles schief geht, wenn sich scheinbar die ganze Welt gegen dich verschworen hat…
Bist du auch an so einem Tag noch fähig, was Gutes hervorzubringen?
Unlängst habe ich von einer Studie gelesen, in der herausgefunden wurde, dass dass die Mehrheit aller Büroangestellten KI nutzt, ohne dass der Chef Bescheid weiß. Sie tun es heimlich, und wenn man es ihnen verbietet (KI bedeutet ja auch Risiken für Unternehmen!), dann ignoriert die Mehrheit der Befragten diese Vorgabe einfach.
So weit halte ich die Studie für plausibel, weil sie sich mit meinen eigenen Erfahrungen rund um institutionelle KI-Richtlinien deckt.
Dadurch, so heißt es in dem Artikel weiter, geraten zunehmend “Arbeitsergebnisse in Unternehmen in Umlauf, die nicht auf ihre Richtigkeit geprüft wurden”.
Da sage ich allerdings: Haltaus! Dass die Menschen nicht alles, was sie produzieren, auf Richtigkeit checken, war auch schon vor ChatGPT so.
Das kann man der KI wirklich nicht in die Schuhe schieben.
Unlängst habe ich einen Vormittag lang in der dritten Volksschulklasse meines Sohnes unterrichtet. 17 Neunjährige, eine Lehrerin und ich haben ein Unternehmen gegründet: einen Apfelsaft-Stand.
Dieses Projekt war, wie man sich vorstellen kann, in mehrerlei Hinsicht spannend. Aber eine Erkenntnis hat sich mir besonders eingeprägt:
Die Probleme, die Neunjährige bei der Zusammenarbeit in mehreren Teams haben, sind haargenau dieselben wie bei den Erwachsenen.
Oder, anders formuliert: Erwachsene haben immer noch die gleichen Probleme wie Neunjährige, wenn sie in verschiedenen Abteilungen zusammenarbeiten sollen – und oft auch noch haargenau die gleichen Lösungsstrategien.
Das Iron Law of the Market besagt: Ein Angebot, das nicht nützlich ist, wird vom Markt verschwinden.
Oft scheitern Angebote aber gar nicht so sehr daran, dass sie nicht nützlich wären.
Sie scheitern daran, dass sie nicht zugänglich sind.
Ö3 Frühstück bei mir, 1. Juni 2025
(mehr …)Unlängst habe ich in einem Blog-Post die Frage gestellt: Was ist eine Kunstsammlung wert, wenn man sie nicht herzeigen kann?
Das hat zu einem spannenden Gespräch mit Martin geführt – nämlich über die Frage, ob z.B. Kunstwerke nicht auch an und für sich einen Wert haben.
Worauf wir gemeinsam gekommen sind: Ja, ein Kunstwerk hat einen Wert “an sich”, einen intrinsischen Wert. Ein Kunstwerk ist nicht deswegen wertlos, weil es “nur” der Künstler oder die Kunstsammlerin sehen kann.
Aber es bekommt mehr Wert, wenn es auch anderen Menschen zugänglich ist.
Selbst, wenn das Kunstwerk in einem Museum hängt und dort von niemandem betrachtet wird — allein, dass es gesehen werden könnte, macht schon einen Riesenunterschied.
Unsere gemeinsame Hypothese: Das meiste im Leben wird mehr wert, wenn man es teilt.
[Genau diese Idee (oder so was Ähnliches) motiviert mich auch seit Jahren, diesen Daily Blog zu schreiben. Er könnte ja gelesen werden. Und ab und zu spreche ich tatsächlich mit jemandem über ein Blog-Post. Das empfinde ich jedes Mal als ausgesprochen wert-voll.]
Unlängst wurde ich unfreiwillig Zeuge von schlechtem Unterricht.
Ein Kind sollte den Unterschied zwischen Silben mit langen Vokalen und Silben mit kurzen Vokalen erkennen. Also: BIE-ne (langer Vokal, dann kurzer Vokal) vs. Pin-gu-in (lauter kurze Vokale).
Die Lehrerin war sehr bemüht und geduldig, das muss man ihr wirklich zugute halten. Aber das Problem war: In ihren Erklärungen haben alle Vokale gleich lang geklungen. Das Kind konnte den Unterschied zwischen den langen und den kurzen Vokalen nicht deutlich genug hören.
Mit anderen Worten: Der Kontrast zwischen den verschiedenen Möglichkeiten war nicht stark genug. Und das Ergebnis: Das Kind hat nichts gelernt, sondern bis zum Ende der Übung nur geraten. Weil es bis zum Schluss die Unterscheidung nicht hinbekommen hat. Für das Kind klang beides gleich.
So geht es übrigens auch unseren Kunden oft, wenn sie versuchen, verschiedene Angebote zu vergleichen. Es sieht nur so aus, als ob unsere Kunden sich nicht die Mühe machen wollten, sich genau zu informieren.
In Wirklichkeit bleibt auch ihnen nichts anderes übrig als zu raten, weil die Unterschiede einfach nicht deutlich genug erkennbar sind.
Album der Woche: KW 25 // Juni 2025
Kontext: Albert Hammond ist der Songwriter soooo vieler Hits der letzten 50 Jahre, darunter eines meiner absoluten Lieblingslieder: The Free Electric Band. Inzwischen ist er 81 Jahre alt. Sind seine Songs immer noch leiwand?
Playlist-Tipps: Don’t Bother Me Babe // Both Ways // Somebody’s Child // Looking Back
Fazit: Ja, es sind noch einige leiwande Songs dabei. Einen großen Hit wird er damit wohl nicht mehr haben, aber das ist egal. Ich finde, das Album ist ein würdiges Alterswerk, sehr gut geeignet zum Hören und leisen Mitsummen während der Arbeit.
Die Marktwirtschaft hat eine wunderbare Eigenschaft: Jeder darf mitspielen. Du musst niemanden um Erlaubnis fragen.
Du hast ein gutes neues Angebot? Dann biete es am Markt an! Zeig es her, stell es anderen Menschen vor – und der Markt wird dich belohnen, wenn deine Idee wirklich so gut war, wie du dachtest.
Aber auf das zwanzigste Me-Too-Produkt hat aber niemand gewartet. Mit 08/15 wird der Markt dich eiskalt abservieren.
Die Aufgabe des Unternehmers ist die Innovation, sagt Joseph Schumpeter. Das Bessere. Das Passendere. Das Zugänglichere.
“Me Too” fehlt die Innovationskraft, und deswegen wird “Me too” vom Markt bestraft.
“Me too” ist als Anspruch einfach viel zu wenig.
… ist einer der größten Aberglauben überhaupt.
Es kann doch nicht so schwer sein, Lehrerin zu sein – die paar Stunden Unterricht am Tag, die vielen Ferien!
Es kann doch nicht so schwer sein, ein Kaffeehaus aufzumachen – das bringt doch jeder zusammen!
Es kann doch nicht so schwer sein, den Ball ins Tor zu treffen – das schafft ja sogar ein Fünfjähriger!
Das sagen typischerweise Menschen, die noch keine Sekunde in ihrem Leben unterrichtet, in einem Kaffeehaus gearbeitet oder professionell Fußball gespielt haben.
Denn wenn sie das hätten, dann wüssten sie: Hinter dem, was vermeintlich so leicht ausschaut, steckt VIEL harte Arbeit.
Man sieht sie halt nur nicht.
Kennst du das? Diese eine Sache, die du schon lange machen willst, aber zu der du einfach nie kommst?
Greg McKeown hat eine einfache Lösung:
Los! Worauf wartest du noch?
Eine persönliche Hypothese:
Die allermeisten zwischenmenschlichen Probleme lassen sich auf eine dieser beiden Ursachen zurückführen:
Stimmt vielleicht nicht überall, aber in erstaunlich vielen Kontexten.
Unlängst gelernt im Zoo Schmiding:
Ein Gepard hat bei der Jagd eine Erfolgsquote von 50 – 70 %. Damit ist er der erfolgreichste unter allen Raubkatzen.
Ich denke: Im Business geht es uns auch nicht viel anders wie den Raubkatzen bei der Jagd: Der Erfolgreiche hat knapp über 50 % der Zeit Erfolg.
Mehr nicht.