AutorGünter Schmatzberger

Product first

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Es ist unsere Kern-Aufgabe als Unternehmer:innen, für gute Angebote am Markt zu sorgen. 

Das ist unsere Rolle in der Marktwirtschaft. Dafür sind wir da, dafür werden wir gebraucht.

Alles andere (Marketing, Finanzen, Kundenbetreuung) sind nachgelagerte (unterstützende) Tätigkeiten.

Alles beginnt (und fällt) mit unseren Produkten.

Dein Traum

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Träume sind wichtig  

Und du brauchst jemanden, der deine Träume ernst nimmt  

[Danke für diesen Gedanken Barbara Sher, die heute 90 Jahre alt geworden wäre.]

Zu viel gratis?

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Bestimmte Dinge werden bei dir gratis sein, für andere Dinge wird man bezahlen müssen, wenn man sie von dir haben will.

Es genügt, wenn du glasklar hast, was was ist.

Don’t be afraid of giving something away for free – as long as you’ve got something else to sell.

Der Kindertisch

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Man kennt’s von Familienfeiern: Es gibt den Erwachsenentisch, und es gibt den Kindertisch.

Am Erwachsenentisch sitzen die Erwachsenen, da werden die ernsten Gespräche geführt, und da geht es gesittet zu.

Am Kindertisch ist es laut, chaotisch, aber auch lustig. Am Kindertisch kann alles Mögliche passieren, jedenfalls ist es da selten langweilig.

Welcher Tisch ist dir denn lieber?

[PS: Nur, weil Menschen Ü20 zusammensitzen, heißt das noch lange nicht, dass das ein Erwachsenentisch sein muss.]

Controlling für Solopreneure

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Meine Hypothese: Die meisten Solopreneure beschäftigen sich erst mit ihren Zahlen (ihrer Liquidität, ihrem Gewinn, ihrer Kalkulation), wenn sie das Gefühl haben, es läuft nicht rund.

Das ist wie beim Arzt: Die meisten gehen erst hin, wenn sich der Schmerz nicht mehr ignorieren lässt.

Natürlich ist das nicht gescheit. Natürlich wäre es besser, sie hätten ein Controlling-System mit einfachen Kennzahlen, die ihnen rechtzeitig zeigen würden, wenn etwas in die falsche Richtung läuft.

Und so ein Controlling-System wäre auch gar nicht so schwer aufzusetzen. Das könnte ein Unternehmensberater in einer einzigen Session zusammenstellen.

Aber: So ein Angebot würde, glaube ich, kaum wer in Anspruch nehmen.

Weil: Diejenigen, die erkennen, dass Controlling wichtig ist, haben sowas eh schon. Und diejenigen, die sich mit ihren Zahlen erst beschäftigen, wenn’s gar nicht mehr anders geht, die brauchen kein Controlling, sondern eine Not-Operation.

Ernste Dinge

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Marketing hat Ernst-Charakter.

Du musst das Thema Marketing schon ernst nehmen. Die Frage, wie du mit den Menschen in Beziehung treten wirst, für die du da sein willst, ist eine der wichtigsten in deinem Business.

Die ernsthafte Auseinandersetzung mit dieser Frage bist du deinem Business schuldig – und letztendlich auch dir selbst.

Sonst nimmst du deine Verantwortung nicht wahr. Sonst gibst du nicht dein Bestes. 

Digitale Schmerzen

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Es gibt sehr viele Menschen da draußen, die leiden. Es sind echte Schmerzen, die sie auf sich nehmen in ihrer Arbeit, in ihrem Business, in ihren Beziehungen, in ihrem Leben.

Diese Schmerzen kannst du wahrnehmen. Und wenn du spürst, dass dir einige dieser Schmerzen nicht wurscht sind, sondern sie dein Herz berühren – dann darfst du dich fragen, ob du die Kompetenz hast und die Kraft aufbringen willst, diese Schmerzen zu lindern,

Aber Achtung: Du kannst nicht alle Schmerzen der Menschen auf eine Schultern nehmen. Das ist auch gar nicht notwendig. Fokussiere auf die, die dich wirklich berühren.

Und dann mach ein Business draus oder auch nicht – auf jeden Fall wirst du Purpose spüren.

Die Erkenntnisse liegen auf der Straße

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Es gibt nichts Besseres, als mit seinen Kunden in ein offenes, absichtsloses Gespräch zu kommen.

Meistens haben die Kunden nämlich was zu sagen, das für uns ziemlich interessant wäre. Aber sie wollen gefragt werden. Sie drängen uns ihre Beobachtungen, ihre guten Tipps oder kleinen Verstimmungen nicht auf.

Wenn wir es schaffen, ihnen offen und ehrlich zuzuhören, ohne gleich alles persönlich zu nehmen, dann hätten wir uns eine reichhaltige Quelle an insights erschlossen.

Aber leider… Wir führen solche Gespräche oft lieber nicht. Weil wir Angst vor der Antwort haben. Weil wir etwas hören könnten, das wir gar nicht hören wollen. Weil dadurch kurzfristig unsere Laune vergällt sein könnte.

Ewig schade um den Schatz an Erkenntnissen, der in solchen Gesprächen liegen würde.

Feeder: Black / Red (2024)

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Album der Woche: KW 32 // August 2025

Kontext: Feeder waren eine der Bands, die vor gut 20 Jahren dein Soundtrack meines Studiums gebildet haben. Deswegen bin ich immer neugierig, was es bei Grant Nicholas & Co Neues gibt.

Playlist-Tipps: Elf // Soldiers Of Love // Lost in the Wilderness // Hey You

Fazit: Feeder klingen immer noch genau so, wie ich es erwartet habe: Ein paar sehr eingängige Songs, aber auch viele, naja, mittelmäßige. Bin mir nicht sicher, ob ich das Album noch öfter hören werde.

An der Kreuzung

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Wenn man Fußgängern zuschaut, die an eine Straßenkreuzung kommen, dann kann man Folgendes beobachten:

Die meisten sehen diese Kreuzung als Hindernis. Etwas, das sie so schnell wie möglich überwinden möchten. Die rote Ampel soll so schnell wie möglich grün werden, damit sie ihren Weg wieder ungestört fortsetzen können.

So geht es uns meistens auch in unserem Leben. Wenn wir an eine Kreuzung gelangen, dann ist unser Impuls, diese so schnell wie möglich zu überwinden. Viel zu selten nehmen wir uns die Zeit, an dieser Kreuzung innezuhalten und länger als notwendig nach links und nach rechts zu schauen. Die Kreuzung also nicht als Hindernis wahrzunehmen, sondern als Einladung und Ausgangspunkt für eine Pause, bevor wir unseren Weg fortsetzen.

Hudel nicht drüber über jede Kreuzung. Lass auch mal eine Ampelphase verstreichen. Gönn dir einen bewussten Blick, wo du da eigentlich gerade stehst.

Aber Vorsicht: Du könntest dabei etwas lernen!

[Danke Elisabeth Engel für diesen Gedanken.]

Keine Wirkung ohne Klarheit

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Wovon ich fest überzeugt bin:

Marketing ist eine komplette Zeitverschwendung, wenn dir die innere Klarheit fehlt, was du mit deinem Business eigentlich erreichen willst.

Auf der Bremse

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Es ist wunderschön, mit einem Gründer zu sprechen, der voller Energie für sein Gründungsprojekt ist. Bei dem die Euphorie hör- und spürbar ist. Der nachts wach liegt, weil der über seine Idee nachdenkt – und das aber nicht als Last, sondern als pure Freude empfindet.

Als Gründungsberater stehe ich in so einem Fall vor einer Herausforderung: Einerseits will ich den Gründer in seinem Enthusiasmus auf keinen Fall bremsen. Diese Anfangsenergie ist enorm wichtig, um die große Lernaufgabe, die eine Gründung mit sich bringt, zu bewältigen.

Andererseits beobachte ich oft, dass in dieser Euphorie die Strategiearbeit zu kurz kommt. Der Gründer ist schon mit ganz konkreten Umsetzungsfragen beschäftigt, hat aber das Geschäftsmodell des neuen Business noch nicht (fertig) durchdacht.

Das ist, als würde sich ein Häuslbauer schon Gedanken über den Wohnzimmerteppich machen, wenn noch nicht mal der Rohbau des Kellers steht.

Also sehe ich es als meine Aufgabe als Gründungsberater zu sagen: Moment mal! Ganz mit der Ruhe! Lass uns mal über ganz grundsätzliche Dinge nachdenken. Lass uns die Idee mal in Ruhe anschauen, von allen Seiten beleuchten und gemeinsam überlegen, wie wir die Idee in eine passende Form bringen können.

Das mag zwar ein bisschen unsexy daherkommen und eine Spaßbremse sein, aber mit der Erfahrung aus 250+ Gründungsprojekten weiß ich:

Nur so macht eine Gründungsidee langfristig Spaß.

Finanzkrise

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Unser gesamtes Geldsystem ist auf Vertrauen aufgebaut.

Wenn man das Vertrauen aus dem System rauszieht, bleibt nicht mehr viel übrig.

[Danke Helmo Pape für diesen Gedanken.]

Formel-1-Fahrer

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Wenn ein Rennfahrer bei einem Rennen mitfährt, dann wird er sich denken: Ich will heute gewinnen! Selbst, wenn er in der letzten Startreihe steht.

Ich glaube, keiner der Fahrer tritt an, um einfach nur dabei zu sein. Um eine ruhige Kugel zu schieben. Um halbwegs unbeschadet durchs Rennen zu kommen.

Auch, wenn nur einer der Sieger sein kann, haben trotzdem alle den Anspruch: Ich fahre, um zu gewinnen.

Jeder will gewinnen. Bis das Rennen vorbei ist.

Und genau mit diesem Anspruch sollten wir auch an unser Solo-Business herangehen: Mitspielen, um zu gewinnen.

It might not work

I

Jede wichtige Arbeit might not work. Seth Godin meint sogar: Je bedeutender die Aufgabe, desto mehr kann schief gehen.

Die wirklich wertvollen Tätigkeiten (im Business, im Leben) sind die, denen ein gewisses Risiko innewohnt, dass sie (total) schief gehen können..

Für die sichere Bank hast du wenig Lohn zu erwarten.

Auffälligkeiten

A

Dir fällt etwas auf.

Dann redest du mit einer Freundin darüber. Der ist das auch schon aufgefallen.

Es dauert wahrscheinlich nicht lange, und ihr beide seid euch einig, “dass das einfach so ist“.

Die Welt ist komplex, und es ist ziemlich schwer zu entscheiden, was man glauben soll und was nicht. Eine gute Heuristik ist: Je mehr Menschen es glauben, desto wahrscheinlicher ist es richtig. Das stimmt tatsächlich in den meisten Fällen.

Aber nicht immer.

Das sollten wir nicht vergessen.

Orientierungslos

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Es ist essenziell wichtig, dass du ganz genau weißt, was du von deinem Business willst (Stichwort: Innere Positionierung).

Sonst schleudert dir der Markt alle möglichen Ideen um die Ohren. 

Und du irrst hilflos herum wie im November-Nebel.

Kuratoren-Führung

K

Unlängst war ich bei einer Führung im Kunsthistorischen Museum. Die Kuratorin der Sonder-Ausstellung “Archimboldo – Bassano – Bruegel“, Francesca Del Torre Scheuch, hat durch “ihre” Ausstellung geführt.

Die Begeisterung für und der Stolz auf diese Ausstellung war ihr in den Augen abzulesen. Sie hat sich viel Zeit genommen, uns ihre Gedanken hinter der Konzeption so einer Ausstellung zu erklären: Was wo hängt – und warum in Kombination mit den anderen Dingen in den Raum. Welche historischen Trends sich in den Kunstwerken abbilden und wie Künstler, Wissenschaftler und Mäzene zusammengewirkt haben.

Spannend und faszinierend. Aber den meisten Besucher:innen, die sich diese Ausstellung auf eigene Faust anschauen, bleiben diese reichhaltigen Hintergedanken wohl verborgen. Sie kennen diese unsichtbaren inneren Zusammenhänge nicht, und sie “sehen” dadurch nur die Hälfte.

Und trotzdem wird, im besten Fall, auch beim “normalen” Besucher jene Ordnung, jene “Story” zumindest spürbar, welche die Kuratorin in die Ausstellung hineingelegt hat – selbst wenn sie nicht persönlich anwesend ist, um alles zu erklären.