ThemaBlog

Was das Leben von dir will (2)

W

Das Leben will, dass du deine Gaben, deine Talente annimmst, sie mehrst und sie zum Wohle deiner Nächsten gibst.

Dir wurde geschenkt, damit du geben kannst.

Was das Leben von dir will (1)

W

Das Leben will, dass du mithilfst, den Himmel auf Erden mit zu verwirklichen.

Mit deinen Gedanken, deinen Worten und Werken. Mit all deinem Herzen, deinem Verstand und deiner Kraft. Mit allem, was du hast, bist und kannst.

Jeden Tag, jede Stunde, jede Sekunde deines Lebens. No hurry, no pause.

Ausruhigen

A

Meine zweijährige Tochter hat unlängst in unserem Urlaub gemeint, dass wir uns nach dem Spielen „ausruhigen“ müssen.

Sie hat völlig recht: Ausruhen bedingt, dass es ruhig wird – im Außen und im Innen gleichermaßen.

Ruhigen Urlaub allerseits!

Was will das Leben von dir?

W

Wir versuchen oft, dem Leben noch ein Projekt und noch eines und noch eines abzupressen. Was passt noch alles rein von dem, was wir erledigt haben wollen, bevor unsere Zeit um ist?

Hast du dich schon mal gefragt: Nicht, was willst du vom Leben, sondern was will das Leben eigentlich von dir?

Die Antwort könnte dich überraschen.

Nein sagen

N

Wenn wir unsere Arbeit gerne machen, dann machen wir sie gut. Wenn wir unsere Arbeit gut machen, dann entstehen Gelegenheiten. Und wenn sich Gelegenheiten ergeben, dann ich es wichtig, die besten Gelegenheiten auszuwählen.

Wenn wir auswählen müssen (oder dürfen, je nach Perspektive), dann müssen/dürfen wir auch “nein” sagen zu vielen Gelegenheiten – auch zu sehr guten Gelegenheiten.

Wenn wir nicht (genug) nein sagen, dann werden wir über kurz oder lang unsere Arbeit nicht mehr gerne machen. Sie ist dann auch nicht mehr so gut, und die Gelegenheiten nehmen von selbst ab.

Übrig bleiben die Gelegenheiten, zu denen wir von Anfang an hätten “nein” sagen sollen.

Porsche

P

Neid ist eine sehr mächtige Emotion. Im besseren Fall motiviert sie uns, im schlechteren (und häufigeren) Fall zerfrisst sie uns und macht uns blind für alles Gute, das wir haben.

Spürst du auch manchmal diesen Anflug von Neid, wenn du jemanden aus einem nagelneuen Porsche aussteigen siehst? Wenn ja, wie können wir am besten mit dieser Emotion umgehen?

Folgendes lohnt den Versuch: Wie wäre es, wenn wir statt mit Neid mit Freude reagieren? Freude darüber, dass wir heute so ein schönes Auto zu sehen bekommen haben. Freude darüber, dass wir uns nicht (wie der Besitzer) ständig Sorgen machen müssen, dass dem teuren Auto was passiert oder es gestohlen wird. Freude darüber, dass es Menschen gibt, die ihr Geld im Kreislauf der Wirtschaft halten.

Und schließlich Freude darüber, dass wir uns an etwas erfreuen können, ohne es besitzen zu müssen.

Einfach

E

Was wir gut können, das fällt uns leicht.

Die Falle, die dabei für uns Unternehmer lauert: Wenn wir etwas für einfach halten… Dann ist es doch nichts Besonderes, oder? Dann ist es doch nichts wert! Dann kann ich doch nicht viel dafür verlangen!

Unsere ganz spezielles Talent, unsere ganz besondere Kompetenz ist jedoch seltener, als wir denken – und damit für die meisten unserer Kund*innen ein ausgesprochen wertvolles Gut, für das sie auch bereit sind, zu bezahlen.

Schlechtes Gefühl

S

Nicht oft, aber hin und wieder habe ich ein schlechtes Gefühl, wenn ich eine*n Gründer*in in die Selbständigkeit “entlasse”. Ich habe den Eindruck, dass ich da jemanden sehenden Auges aus sein/ihr Unglück zusteuern lasse.

Es fällt mir nicht leicht, damit umzugehen. Einerseits weiß ich, dass ich mich irren könnte. Nur, weil mein Gefühl nicht gut ist, heißt das nicht, dass der/die Gründer*in nicht seinen/ihren Weg finden und Erfolg haben wird. Was weiß denn ich schon?

Andererseits sehe ich es als meine Verantwortung als Berater, das zu artikulieren, was ich wahrnehme – ganz besonders dann, wenn da jemand böse auf die Nase fallen könnte. Wozu hat man denn einen Berater?

Ich entscheide mich dann meistens dafür, den Dingen seinen Lauf zu lassen und auf das Leben zu vertrauen. Ganz im Sinne von Dan Sullivan: Entweder stellt sich der Erfolg in Form von Umsatz ein, oder er stellt sich in Form dessen ein, was man aus dem Misserfolg gelernt hat.

Beides ist okay, beides hat seinen Wert.

Ein unbeschriebenes Blatt

E

Ein nützlicher Zugang für Beratungen aller Art: Jede Kundin, jeder Kunde ist ein vollkommen unbeschriebenes Blatt. Jede Beratung beginnt vollkommen von Neuem – ohne dass Vorurteile, Vorerfahrungen oder Vorgeschichten der Berater*innen eine Rolle spielen.

Jede Kundin und jeder Kunde hat es verdient, die unvoreingenommene Aufmerksamkeit ihrer Berater*innen zu bekommen, sodass diese wirklich sie oder ihn wahrnehmen und nicht ein von Vor-Stellungen entstelltes Zerrbild.

Dieses Ideal wird natürlich nie vollständig gelingen, aber das Bemühen darum ehrt und lohnt jede*n Berater*in.

Der erste Schritt

D

Der erste Schritt zur Lösung eines Problem ist, das Problem überhaupt zu erkennen – es wahrzunehmen und anzunehmen.

Das klingt vielleicht banal, ist aber alles andere als das. Ein Problem zu erkennen ist viel schwieriger, als man denkt. Die allermeisten Probleme bleiben ungesehen und daher ungelöst.

Wer ein Problem erkennen und benennen kann, hat tatsächlich den größten Schritt zur Lösung des Problems bereits getan.

Sinn der Gründungsberatung

S

Vielleicht ist der Sinn einer Gründungsberatung, den Gründer*innen dabei zu helfen, eine “innere Story” zu finden, die sie motiviert, stärkt und ermächtigt.

Eine Story über ihre Unternehmung, die ihnen Kraft gibt. Eine Story, die sie gerne von sich erzählen. Eine Story, die sowohl das Herz als auch das Hirn anspricht.

Vielleicht ist es tatsächlich nicht mehr – aber auch nicht weniger. Vielleicht ist das tatsächlich schon sehr viel. Vielleicht ist es sogar alles, was im Rahmen einer Gründungsberatung möglich ist.

Wertschätzung spüren

W

Wertschätzung zu spüren ist eines der elementarsten Bedürfnisse, die wir Menschen haben – und eines der größten Geschenke, die wir jemandem geben können.

Wertschätzung, das sind nicht die grandiosen Gesten. Wertschätzung beginnt, wo ich den Anderen als Menschen wahrnehme, mit all seinen Hoffnungen, Ängsten und Besonderheiten.

Wertschätzung beginnt, wo wir erkennen, dass die Andere auch „nur“ ein Mensch ist – wie wir.

Prämie

P

Sobald jemand Ziele vorgibt und dafür eine Belohnung ansetzt, wird es Menschen geben, die versuchen, diese Belohnung zu ergattern. Sie werden sehr kreativ werden beim Fischen nach der Belohnung. Ob die intendierten Ziele dadurch erreicht werden, steht auf einem anderen Blatt. Die unerwünschten Nebeneffekte von Belohnungen können nämlich erheblich sein.

Gleichzeitig sollten wir Lifestyle Entrepreneure uns von Belohnungen nicht blenden lassen. Sie sollten niemals das Ziel unserer Anstrengungen sein oder werden. Wenn wir tun, was wir sowieso tun wollen und wir dadurch eine Belohnung quasi “nebenbei” einstreifen können – klar, warum nicht.

Aber eine Belohnung darf allein schon deswegen nicht das Ziel unserer Anstrengung werden, weil es das Ziel von jemand anderem ist, das wir dadurch zu unserem eigenen machen würden.

Fragen stellen

F

Unlängst, bei einem meiner Betriebswirtschafts-Webinare: Eine Teilnehmerin war mit dem Thema Investitionsrechnung sichtlich überfordert. Auf meine Frage “Hast du eine Frage dazu?” war ihre Antwort: “Ich checke so wenig, dass ich nicht mal eine Frage stellen kann.”

Es stimmt: Um hilfreiche Fragen stellen zu können, muss man zuerst ein bisschen was wissen. Um jemanden um Hilfe bitten zu können, muss man zuerst wissen, wo man eigentlich Hilfe benötigt. Um Lücken füllen zu können, muss zuerst ein gewisses Grundgerüst da sein.

Eine wirklich gute Frage ist also kein Zeichen von Unwissen, sondern im Gegenteil ein Indiz dafür, dass schon ganz, ganz viel Wissen da ist – sonst wäre diese Frage gar nicht möglich gewesen.

Bittere Wahrheiten

B

Die Corona-Krise hat “meine” Gründer*innen sehr unterschiedlich getroffen: Einigen geht es sehr gut, andere leiden erheblich unter der wirtschaftlichen Krise.

Mit so einem Gründer am Telefon zu sprechen und von seinen Problemen zu hören, das ist nicht leicht. Irgendwann im Gespräch folgt die unausweichliche Frage: “Gibt es irgendwelche Förderungen für mich?” Und was nicht gesagt wird: “Denn sonst muss ich meinen Unternehmertraum begraben. Sonst kann ich zusperren.”

Die bittere Wahrheit ist: Ja, es gibt staatliche Hilfen, aber es ist nicht viel. Es wird dir deinen Umsatzentgang nicht vollständig ersetzen können. Wahrscheinlich wird es nicht reichen, um dein Business am Leben zu behalten.

Es hilft nicht, hier um den heißen Brei herumzureden. Klar ausgesprochen, sind bittere Wahrheiten immer noch am besten zu verdauen.

Nicht wichtig oder nicht angenehm?

N

Manchmal übergehen wir eine Frage, weil wir glauben, sie wäre nicht wichtig.

Bei genauerem Hinsehen könnte sich jedoch herausstellen, dass die Frage sehr wohl wichtig wäre. Wir übergehen die Frage allein deswegen, weil die Auseinandersetzung damit mühsam oder aufwendig oder unangenehm wäre.

Bevor wir uns allzu sehr inkonvenieren, lassen wir es lieber bleiben. Das ist keine Gewohnheit, die jemand haben sollte, der*die ernsthaft anderen Menschen helfen möchte.

Kleiner Brauner

K

Gestern waren wir zu Mittag essen in einem Gasthaus, das wir eigentlich sehr mögen. Als ich mir später am Nachmittag die Rechnung genauer angesehen habe, ist mir aufgefallen, dass darin ein Kleiner Brauner (= Kaffee) inkludiert war, den wir nicht bestellt und auch nicht konsumiert hatten.

Das ist etwas, das mich wahnsinnig stört. Nicht wegen der 2,30 Euro, sondern weil hier mit dem Vertrauen der Kund*innen gespielt wird.

Natürlich kann es sich um einen Irrtum handeln. Passiert auch dem aufmerksamsten Kellner mal. Aber was, wenn es kein Irrtum ist? Was, wenn hier jemand versucht hat, mich über’s Ohr zu hauen?

Am Ende ist es egal, ob das Absicht war oder nicht. Der Zweifel nagt, ich traue diesem Lokal nicht mehr, und damit ist mehr Schaden angerichtet, als 2,30 Euro jemals einbringen könnten.

Kein Einziger

K

Gestern hatte meine Website keinen einzigen Besucher. Auch keine Besucherin. Gestern hat meine Website niemanden interessiert.

Es tut gut, immer wieder mal daran erinnert zu werden: Die Welt hat nicht auf dich und deinen Blog gewartet.

Auch wenn’s ein bisschen kränkt.

Unternehmer*in sein vs. sein wollen

U

Es genügt nicht, Unternehmer*in sein zu wollen.

Tatsächlich Unternehmer*in zu sein, bedeutet nämlich, sich selbst einzugestehen, wenn man gerade nicht wie eine*r handelt – oder, noch schlimmer, sich selbst einzugestehen, wenn man eigentlich gar kein Business (mehr) hat.

Unternehmer*in zu sein bedeutet, dass das Risiko des Scheiterns real ist. Möchtegern-Unternehmer*innen werden nie in diese Verlegenheit kommen.