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Plan A

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Was, wenn es sowas wie einen „Plan B“ gar nicht gibt, gar nicht geben kann?

Wenn alles schief geht, wenn nichts so funktioniert wie gedacht und man sich völlig neu orientieren muss… Was, wenn auch das immer noch der Plan A für dich ist, den das Leben für dich vorgesehen hat?

Überraschungen

Ü

Das Leben ist voller Überraschungen. Fast täglich passiert etwas, mit dem wir nicht gerechnet haben. Mal ist die Überraschung gut, mal ist sie schlecht, aber immer kommt sie unerwartet.

Das ist doch eigentlich paradox: Wenn wir ständig überrascht werden, warum sind wir dann jedes Mal auf’s Neue überrascht, wenn etwas Überraschendes geschieht?

Tränen

T

Heute hat eine Gründerin in meiner Beratung geweint – leider nicht vor Freude.

Das kommt nicht oft vor, und es fällt mir nicht leicht, damit umzugehen. Manchmal laufen Dinge einfach schief, ohne dass jemand etwas dafür kann.

Da gibt es nichts zu richten, nichts zu beraten. Das einzige, was ich tun kann: Gemeinsam mit meiner Kundin den Schmerz aushalten.

Play to win

P

Die Idee von “play to win” ist (im Business) folgende: Wenn du siehst, dass du mit deiner Unternehmung keinen Erfolg haben wirst, dann musst du konsequent damit aufhören und etwas Neues versuchen.

Wenn du merkst, dass du nicht gewinnen kannst, dann hör auf zu spielen und spiel ein anderes Spiel, in dem die Chancen besser stehen.

Dabei sehe ich ein Problem: Wir Lifestyle Entrepreneure definieren meist nur sehr ungenau, was mit “Erfolg” und “gewinnen” eigentlich gemeint ist:

  • Machst du dein Business nur für dich, völlig unabhängig davon, ob du damit Gewinn machst oder nicht?
  • Machst du dein Business in erster Linie für andere, weil sie brauchen, was du anbietest?
  • Machst du dein Business allein dafür, um damit Geld zu verdienen und Gewinn zu machen?

Klar: Je nachdem, wofür und für wen du dein Business machst, definieren sich auch “Erfolg” und “gewinnen” entsprechend.

Bei uns Lifestyle Entrepreneuren ist es aber meistens so, dass unser Business ein Mix aus allen drei Motiven ist: Wir machen das, was wir lieben, damit andere etwas davon haben und damit wir damit Geld verdienen.

Mit dieser Motiv-Verquickung sind eine Vielzahl von Problemen verbunden. Eines davon: Wie können wir jemals feststellen, ob wir “gewinnen”? Und ein weiteres: Wenn wir drauf kommen, dass wir mit unserem Lifestyle Business kein Geld verdienen… dann fällt es uns schwer, das Business loszulassen und was Neues zu versuchen – weil unser Herz dran hängt.

Vielleicht ist “play to win” auch das völlig falsche Konzept, um über Lifestyle Businesses nachzudenken. Vielleicht lässt sich ein Lifestyle Business gar nicht “gewinnen”.

Das Offensichtliche sehen (2)

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Die Tatsache, dass das Offensichtliche jenen verborgen bleibt, die mit der Nase davor stehen, hat folgende Konsequenz:

Ich sehe das Offensichtliche ebenfalls nicht.

Wenn wir jemand das Offensichtliche sagen oder zeigen möchte: post at schmatzberger punkt com

Danke im Voraus!

Das Offensichtliche sehen

D

Es passiert mir in meinen Beratungen immer wieder, dass ich das – für mich – Offensichtliche ausspreche, aber damit bei meinen Gründer*innen Aha-Erlebnisse auslöse.

Was für mich offensichtlich ist, ist ihnen verborgen geblieben. Es war versteckt, aber nicht im Dunklen, sondern am helllichten Tag. Die geringe Distanz hat verhindert, dass sie das große Ganze sehen können.

Deshalb sollte man das Offensichtliche nie gering schätzen. Als Berater*in sollte man sich nie zu schade sein, das Offensichtliche auszusprechen.

Es kann nämlich gut sein, dass das Offensichtliche nicht für jeden offensichtlich ist.

Schlechte Erfahrungen

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Das wirklich Schlechte an schlechten Erfahrungen ist allein, wenn man nichts daraus lernt.

Wenn man aus dem ersten Mal nichts lernt, dann stehen die Chancen gut, dass es auch ein zweites Mal passiert.

[Danke Dan Sullivan für die Inspiration.]

Kein Schwein

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Heute sprach ich mit einer Gründerin über Sinn und Unsinn von Newslettern. Ihr Urteil: “Es interessiert doch kein Schwein, was da irgendjemand herumphilosophiert.” Wenn überhaupt, dann öffnet sie einen Newsletter nur, um schnell abzuchecken, ob irgendwas Nützliches für sie drinnen ist. Wenn nicht: Delete.

Ich glaube, sie hat vollkommen recht. Niemand braucht einen Newsletter, der “more of the same” bringt. Einen Newsletter, der lustlos geschrieben ist. Einen Newsletter, den man nicht einmal selbst lesen würde, bekäme man ihn von jemand anderem zugesendet.

Wenn schon Newsletter, dann sollte der Anspruch sein, dass man ihn vermissen würde, wäre er nicht mehr da.

Der richtige Preis

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Eines der Themen, das ich am häufigsten mit meinen Gründer*innen bespreche: Der richtige Preis für die Angebote/Produkte/Dienstleistungen.

Es scheint eines der mit Abstand schwierigsten zu lösenden unternehmerischen Probleme zu sein. Das liegt unter anderem daran, dass es keine direkte Beziehung zwischen Preis, Wert und Nutzen gibt und dass unser Gehirn sehr irrational auf Preise reagiert. Der richtige Preis ist also ebenso sehr ein psychologisches wie ein rechnerisches Problem.

Es liegt aber auch daran, dass wir Unternehmer nur die Preise verlangen (können), die wir uns selbst erlauben. Der richtige Preis ist also immer auch die Frage nach dem eigenen Selbstwert und der subjektiv empfundenen Kompetenz, mit der man seinen Kund*innen gegenübertritt.

Die Frage nach dem richtigen Preis ist also zuallererst eine Frage der Glaubenssätze und erst an zweiter Stelle eine Excel-Formel.

Probleme formulieren

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Ein Weg zum Erfolg: Das Problem deiner Kunden besser formulieren, als es deine Kunden selbst könnten.

Es ist eine Sache, ein Gefühl dafür zu haben, dass etwas schiefläuft. Eine ganz andere Sache ist es allerdings, dieses Unbehagen in Worte fassen zu können und auf den Punkt zu bringen. Genau diese Fähigkeit zeichnet echte Expert*innen aus.

Wenn du es also schaffst, das Problem deiner Kund*innen wirklich zu verstehen und das auch in der Sprache deiner Kund*innen klar und überzeugend zu formulieren, dann fühlen sich deine Kund*innen verstanden. Und von Menschen, von denen man sich verstanden fühlt, lässt man sich auch gerne helfen.

Genau so kann die Sogwirkung entstehen, die du dir für dein Lifestyle Business wünscht.

Arbeit und Freizeit

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“Du arbeitest auch, wenn du nicht arbeitest.” Das ist ein Vorwurf, den wir Lifestyle Entrepreneure gerne mal zu hören bekommen.

Natürlich könnten wir in unserer Freizeit auch Netflix sehen, sinnlos im Internet surfen oder Social Media spielen – also das machen, was andere Menschen so als ihre Freizeit bezeichnen.

Aber wir können einfach auch das tun, was wir in unserem Lifestyle Business tun wollen – egal, ob wir das jetzt als Arbeit oder als Freizeit bezeichnen.

Spott

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Es wird immer Leute geben, die ihre Bewunderung nur dadurch ausdrücken können, dass sie sich lustig machen.

Der Fluch der Begeisterung

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Ein Kollege von mir meinte heute zu einem Gründer: „Nur, weil du eine Eingebung hast, heißt das noch lange nicht, dass das der richtige Weg ist.“

Oft genug verlieben wir uns in eine Idee und werden von Wogen der Begeisterung erfasst. Und wie das halt so ist, wenn man verliebt ist: Man sieht die Welt nicht mehr 100% objektiv. Stichwort: Rosarote Brille.

Da hilft es, mit anderen Menschen – und speziell mit möglichen Kund*innen – zu reden und sich so wieder ein bisschen Bodenhaftung zu holen. Sonst kann es sein, dass der Liebeskummer sehr schmerzhaft wird.

Engel und Teufel

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Da ist dieses Lied, “Broken Radio” von Jesse Malin, ein Duett mit Bruce Springsteen (Youtube). Im Refrain heißt es: “The angels love you more than you know.”

Das hat mich auf folgende Idee gebracht: Was, wenn alles, was wir in unserem Leben als Benachteiligung, als Ungerechtigkeit oder als Schwierigkeit empfinden, in Wirklichkeit genau das Gegenteil ist? Was, wenn alles, was uns geschieht, in Wahrheit uneingeschränkt zu unserem Vorteil ist? Was, wenn alles in unserem Leben letztlich zu unseren Gunsten passiert? Was, wenn wir uns darauf bedingungslos verlassen könnten?

Ich glaube, wir wären viel, viel mutiger mit dem, was wir aus dem Leben, das wir geschenkt bekommen haben, machen.

Wiedersehen

W

Nach vielen Wochen Corona-bedingter „virtueller“ Beratung mit Zoom & Co, finden nun wieder persönliche Beratungen mit meinen Gründer*innen statt.

Bei vielen von ihnen freue ich mich auf das Wiedersehen. Ich habe sie vermisst.

Ich habe für mich festgestellt: „Virtuelle Beratung“ ist etwas, das ich kann. Aber persönliche Beratung ist das, was ich will.

Es geht zu langsam!

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Ungeduld ist ein Gefühl, das viele Gründer*innen begleitet. Die Youtube-Abonnenten werden nicht schnell genug mehr, die Newsletter-Liste wächst nicht rasch genug, beim Webinar waren nicht so viele Teilnehmer*innen wie erwartet.

Wir Unternehmer*innen unterschätzen regelmäßig, wie lange der Beziehungsaufbau mit unseren Kund*innen dauert. Wie viel wir investieren müssen, bis es zu einem Return On Investment kommt. Wie viel Zeit vergehen kann, bis unsere Kund*innen (endlich) kaufen.

Wenn alles einfach und schnell ginge, würde ja jede*r Unternehmer*in werden.

Flow

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Du weißt, dass deine Arbeit Sinn hat, wenn du dir am Ende deines Arbeitstages denkst: Was? Schon wieder vorbei? Wo ist die Zeit hin?

Solche Flow-Gefühle in seiner Arbeit zu erleben, ist ein Geschenk. Es ist ein Privileg und gleichzeitig der Auftrag, so viel wie möglich von dieser Arbeit zu tun.

Haben wir dieses Flow-Gefühl erleben dürfen, sind wir quasi verpflichtet, unsere Arbeit, unser Business, ja unser ganzes Leben darauf auszurichten, nie wieder etwas anderes zu tun.

Gitarre spielen

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Ich habe nie gelernt, Gitarre zu spielen. Ich kann Keyboard spielen, leidlich gut, aber Gitarre… leider nicht.

Und so passiert es immer wieder, dass ich jemanden sehe, der/die voll Hingabe Gitarre spielt und ich mir denke: “Ach, Gitarre spielen… das hätte ich auch gerne gelernt. Schade, dass ich es nicht kann. Aber immerhin… ich kann ja Keyboard spielen. Auch nicht schlecht.”

Es stimmt schon: Wir dürfen durchaus dankbar sein für das, was wir an Kompetenzen bisher im Leben gesammelt haben. Aber warum hier stehen bleiben? Warum nicht auch Gitarre spielen lernen? Etwa, weil es dafür zu spät wäre?

Hammer und Nagel

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Als Gründungsberater beobachte ich folgendes Phänomen immer wieder: Die Leute nehmen sich zu viel vor – nämlich zu viel gleichzeitig.

Jeden Tag sage ich mindestens einem Gründer/einer Gründerin, dass es besser ist, sich auf eine Idee wirklich zu konzentrieren und alle Energie da reinzulegen, als zwei oder drei Ideen gleichzeitig zum Laufen bringen zu wollen.

Stell dir vor, du hast einen Hammer. Was ist gescheiter: Mit dem Hammer mit voller Kraft auf einen Nagel zu schlagen oder zu versuchen, drei gleichzeitig einzuschlagen?

PS: Erst heute habe ich wieder einen Unternehmer an das Hammer-Prinzip erinnert – nämlich mich selbst.

Besser als erwartet

B

Was bedeutet es eigentlich, wenn der Kunde sagt: “Das war viel besser als erwartet.”?

Natürlich freut man sich. Es ist schön, einen zufriedenen Kunden zu haben.

Aber: Was sagt das über das Unternehmen/Produkt aus? Sehr viel erwartet scheint sich der Kunde nicht zu haben. Warum eigentlich nicht?