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Nachhaltigkeit

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So, wie du dein Lifestyle Business heute geführt hast… Mit dem Gefühl, mit dem du heute Morgen aufgestanden bist… Mit dem Gefühl, das du heute Abend nach deinem Arbeitstag gehabt hast… Kannst du dir vorstellen, 30 Jahre lang jeden Tag so zu erleben?

Das wichtigste Kriterium für den Erfolg eines Lifestyle Business ist, dass es “sustainable”, also nachhaltig ist. Und nachhaltig bedeutet ganz konkret, dass du dein Lifestyle Business so führst, dass dir niemals die Puste ausgehen wird – weder finanziell noch körperlich noch emotional.

Für die Nachhaltigkeit als oberstes Unternehmensziel bist einzig und allein du verantwortlich, und zwar an jedem einzelnen Tag. Daher: Wenn du heute Abend wieder einmal froh warst, dass der Tag vorbei war und du hoffst, dass morgen ganz sicher alles viel, viel besser sein wird – dann hast du Handlungsbedarf, und zwar nicht erst morgen, sondern schon heute.

Weil du den Pfad der Nachhaltigkeit verlassen hast, und weil damit nicht weniger als dein gesamtes Lifestyle Business auf dem Spiel steht.

Wie lange willst du noch die Luft anhalten, bis du umkippst?

Wer ist hier der Boss?

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Wer ist eigentlich der Boss in deinem Lifestyle Business? Bist das du, oder lässt du dich von deinen Kunden, deinen Partnern und/oder den Menschen in deinem Umfeld regelmäßig “overrulen”?

Wer setzt eigentlich die Prioritäten in deinem Business? Wer bestimmt, was dringend ist und was warten kann? Wer entscheidet, wofür du deine Kreativität einsetzt und wofür nicht?

Es ist leicht, die Kontrolle über sein eigenes Business zu verlieren und dem Druck von außen nachzugeben. Du allein, niemand sonst, bist dafür zuständig, dir die Definitionsmacht über dein Lifestyle Business immer wieder zurückzuholen und immer wieder die unternehmerischen Spielregeln mit dir selbst neu auszuhandeln.

Wenn du das nicht tust, wird es niemand für dich tun.

Karriere-Ende

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Wer sich für den Weg des Lifestyle Entrepreneurs entscheidet, hört auf, Karriere machen zu wollen.

Ich finde, das ist eine gute Nachricht. Und du?

Statistiken

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„Die Statistiken sagen eindeutig…“ – Wenn ich Menschen höre, die sich auf irgendwelche nicht näher genannte Statistiken, Studien oder Forschungen berufen, werde ich hellhörig.

Mir ist klar, warum das gemacht wird: Man will seinem Argument Gewicht verleihen, es glaubwürdiger machen, ihm den Anschein der Objektivität geben. Zahlen lügen nicht, stimmt‘s?

Bei mir löst dieser Versuch aber genau das Gegenteil aus: Ich werde sofort misstrauisch. Warum versteckt er seine Meinung hinter einem Anstrich von Pseudo-Wissenschaftlichkeit? Warum gibt sie ihre subjektive Einschätzung als eine objektive Tatsache aus? Wer will mich hier manipulieren?

Es ist legitim, eine Meinungsverschiedenheit mit den besseren Argumenten gewinnen zu wollen. Aber irgendeine Statistik ins Treffen zu führen, die man nie genau gelesen und ziemlich sicher nicht verstanden hat, ja die es vielleicht außerhalb der eigenen kleinen Welt gar nicht gibt… das ist kein Argument, das ist… gar nichts.

Furchterregend und gefährlich

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Furchterregend und gefährlich ist nicht dasselbe.

Wir haben Angst vor Dingen, die eigentlich überhaupt nicht gefährlich sind. Wenn wir uns beispielsweise entscheiden, mit einem Blog, einem Podcast oder einem Video-Kanal “sichtbar” zu werden, so ist das in keiner Weise gefährlich. Weder Leib noch Leben sind bedroht. Dennoch reagieren wir so, als wäre genau das der Fall. Unser Körper reagiert, als wäre die Bedrohung real.

Gleichzeitig entscheiden wir uns die Dinge, die wirklich gefährlich sind, weitgehend zu ignorieren. Die Sprachlosigkeit in der Beziehung, der Stillstand im Business, die Erwärmung der Erde… da wäre es angebracht, alarmiert zu sein.

Aber wir fürchten uns lieber, statt uns um die wirklich gefährlichen Dinge zu kümmern.

Wir werden alle sterben

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Wenig im Leben ist so gewiss wie der eigene Tod. Und dennoch handeln wir tagein, tagaus so, als würde diese Tatsache ausgerechnet auf uns nicht zutreffen, als hätten wir ewig Zeit.

Im Leben gibt es keine Nachspielzeit.

Worauf wartest du eigentlich noch?

[Mein Podcast über den eigenen Tod]

Jeder kann warten

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Als Vater beobachte ich, dass es eine der schwersten Lebenslektionen für meine Kinder zu lernen ist, dass man manchmal warten muss. Dass nicht alles sofort gehen kann, dass Papa nicht immer sofort Zeit hat zu spielen.

Warten zu können ist etwas, das einen Erwachsenen von einem Kind unterscheidet – oder zumindest unterscheiden sollte. Wir dürfen darauf vertrauen, dass alle Erwachsenen, mit denen wir zu tun haben, als Kinder gelernt haben zu warten. Jeder Erwachsene kann warten.

Deshalb brauchen wir auch kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn wir mal jemanden warten lassen. Wenn wir nicht sofort zurückrufen, wenn wir nicht jedes e-Mail sofort beantworten, wenn wir mal nicht sofort entscheiden. Er/Sie wird es aushalten, es geht praktisch nie um Leben oder Tod.

Und wenn nicht, wenn er/sie sich nicht viel anders als ein/e Dreijährige/r benimmt, wird es höchste Zeit für ihn/sie, diese wichtige Lebenslektion nachzuholen. Dann bin ich eben der Lehrer, den er/sie schon lange dringend gebraucht hat.

Erfolge

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Note to self: Wenn du schon mal Erfolg hast, wenn etwas tatsächlich so klappt, wie du es dir vorgestellt hast, wenn rundum Zufriedenheit mit dem Ergebnis herrscht…

… dann geh nicht gleich wieder zur Tagesordnung über.

Du hast lange darauf hingearbeitet. Es war schwer genug. Gönn dir die paar Momente in der Sonne.

Anerkennung

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Wir alle stehen auf den Schultern von Riesen. Was wir denken, sagen und tun haben wir von Menschen gelernt, die uns auf besondere Weise beeinflusst haben.

Unseren besten Lehrern, unseren Förderern und Mentoren haben wir viel zu verdanken. Sie haben geholfen, uns dahin zu bringen, wo wir heute stehen.

Von diesen besonderen Lehrern ein Wort der Anerkennung und des Lobes zu bekommen, bedeutet uns wahrscheinlich gerade deswegen so besonders viel, weil wir eigentlich tief in ihrer Schuld stehen.

Die beste Art, wie wir uns bei unseren Lehrern bedanken können, ist, dass wir sie eines Tages übertreffen und noch besser werden als sie – und dass wir unsere Fähigkeiten dann wiederum an junge wissbegierige Schülerinnen und Schüler weitergeben, bis diese uns übertreffen.

Helden

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Die Helden deines Lifestyle Business sind jene Menschen, die ungefragt helfen.

Menschen, die dir Arbeit abnehmen, weil sie sehen, dass du ohnehin schon nicht mehr weißt, wo hinten und wo vorne ist. Die dir ein nettes Wort schenken, weil sie spüren, dass gerade sie Selbstzweifel an dir nagen. Die dir zur Seite stehen, wenn du Spundes hast vor dem neuen Projekt, das dich vermeintlich überfordert.

Sei dankbar für diese Menschen, und lass sie deine Dankbarkeit wissen und spüren.

Das Ende der Studenten-Version

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Wenn du dein Lifestyle Business startest, dann hör auf, weiterhin Raubkopien und Studenten-Versionen zu verwenden. Leiste dir die Vollversion.

Du bist kein Amateur mehr, sondern Profi – also handle auch wie einer und kaufe dir die Werkzeuge, die du für deine Arbeit brauchst.

Damit signalisierst du deinen Kunden, aber besonders auch dir selbst, dass du es ernst wirklich meinst.

Hilflosigkeit

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Unterschied #1: Es ist ein Unterschied zwischen „herausgefordert sein“ und echter Hilflosigkeit: Hilflosigkeit entsteht, wenn wir nicht nur ein bisschen aus unserer Komfortzone herausgeholt werden, sondern wenn wir uns so überfordert fühlen, dass wir in eine Art Schockstarre verfallen, wenn wir resignieren, weil das Projekt so überwältigend anspruchsvoll auf uns wirkt. 

Unterschied #2: Das “Wachsen mit den Aufgaben” ist eine lohnenswerte Sache für Lifestyle Entrepreneure. Aber: Bei echter Überforderung ist es das Gescheiteste, sich rechtzeitig Hilfe zu holen. Auch wir Lifestyle Entrepreneure brauchen nicht alles selbst zu lösen.

[Mein Podcast über Hilflosigkeit]

Namen

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Wir können Dinge erst begreifen, wenn wir ihnen einen Namen gegeben haben. Solange etwas keinen Namen hat, können wir es nicht erfassen.

Deshalb reagieren viele Menschen, die sich krank fühlen, auch so erleichtert, wenn sie eine Diagnose bekommen. Wenn die Krankheit einen Namen hat, können sie auch damit umgehen (lernen).

Wir sollten also die Bedeutung der Namen, die wir vergeben und verwenden, nicht unterschätzen. Mit den Namen, den wir geben, definieren wir nämlich auch, wie wir handeln und wie wir behandelt werden wollen.

Verstehen

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“Wir kaufen nicht die besten Produkte, wir kaufen, was wir verstehen”, sagt Markus Gull.

Wir Lifestyle Entrepreneure haben oft Produkte entwickelt, die zumindest ein bisschen erklärungsbedürftig sind. Wenn unsere Kunden nicht verstehen, worum es uns geht und – noch wichtiger – was sie davon haben… sie werden nicht kaufen. Weil wir Menschen eben nicht kaufen, was wir nicht verstehen.

Deshalb ist es hilfreich, dass wir unsere Kunden immer wieder auch als unsere “Schüler” betrachten und uns die Zeit nehmen, ihnen so verständlich, so einfach und so anschaulich wie wir nur können erklären, womit und wie wir ihnen helfen können.

Was hast du vermisst?

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Jetzt, am Beginn der Rückkehr zur “neuen Normalität”, ist ein guter Zeitpunkt, eine erste Bilanz zu ziehen und zu fragen: Was hast du in den letzten Wochen wirklich vermisst? Was hat dir wirklich gefehlt?

Ich schätze, das sind nur einige wenige Dinge und/oder Personen. Von diesen Dingen hol dir mehr in dein Leben, weil sie dir gut tun und weil sie dich mit Freude und Energie erfüllen.

Alles andere lass einfach zurück. Es war ohnehin nur Ballast für dein Lifestyle Business.

Unternehmerische Selbstverantwortung

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Jede/r UnternehmerIn kann sich glücklich schätzen, wenn er/sie Menschen um sich hat, die sie unterstützen, die mit Rat und Tat zur Seite stehen, die auch mal einen Teil der Last auf sich nehmen.

Aber etwas können sie niemals abgeben: Ihre Verantwortung als Unternehmer für ihr Handeln, ihre Entscheidungen und deren Folgen.

Daran müssen besonders jene Helfer immer wieder erinnert werden, die sich besonders beherzt einsetzen.

Wehleidig

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“Wir sind alle unwahrscheinlich wehleidig”, sagt Erziehungsberaterin Martina Leibovici-Mühlberger und meint damit die wohlstandsgewöhnten Menschen des 21. Jahrhunderts, die “ständig auf Kuschelkurs” sind.

Ich glaube, wir Lifestyle Entrepreneure sollten für uns selbst besonders klar unterscheiden können, wann wir vor echten Problemen stehen und wann wir wie ein verwöhntes Kind unserer Wehleidigkeit nachgeben.

Niemand hat gesagt, dass es leicht werden würde, Lifestyle Entrepreneur zu sein. Ein Lifestyle Business ist kein Ponyhof, also benimm dich auch wie ein Erwachsener!

Jobverlust

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Wenn wir einen Auftrag verlieren, wenn uns ein Kunde nicht (oder nicht mehr) beauftragt, wenn ein Angebot am Ende doch nicht angenommen wird…

Dann trennen wir uns nicht nur von einer Einkommensquelle. Das allein ist oft schon schmerzlich, aber meistens noch viel schwerer wiegt der Verlust von etwas, das uns Status und Sinn gegeben hat. Wir nehmen es persönlich. Unser Lifestyle Business ist viel mehr als nur Tätigkeiten, die unser Leben finanzieren, und wenn jemand “nein” zu unseren Angeboten sagt, ist uns das alles andere als egal.

Los lassen können, sich von etwas trennen können… das sind essentielle unternehmerische Fähigkeiten.

[Mein Podcast über fremd-initiierte Trennungsprojekte]

Erfolgsfaktor

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Brian Little hat in einer Studie herausgefunden, dass sich anhand eines ganz bestimmten Faktors am verlässlichsten voraussagen lässt, ob ein Unternehmen erfolgreich sein wird:

Wie sehr unterstützt der Lebenspartner/ die Lebenspartnerin dieses Projekt?

Wenn jemals ein Klischee wahr war, dann dieses: Jeder Lifestyle Entrepreneur ist nur so stark wie der Mann oder die Frau an seiner/ihrer Seite.

Danke für alles, Viki!