Das Umsetzungs-Paradox (1/3): Die Wissenskrise

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Kathrin Gildner berichtet aus ihrem Hexenzirkel – ihrer Community für Selbstständige – von einer bemerkenswerten Beobachtung: Neuer Input und neues Wissen stehen nicht mehr hoch im Kurs. Neue Strategien oder Methoden zu lernen fühlt sich nicht nach einer aufregenden Möglichkeit an, sondern nach noch einem To-Do auf der eh schon langen Aufgabenliste.

Das finde ich spannend – und deckt sich mit meiner eigenen Erfahrung. Wir leben in einer Zeit, in der noch nie so viel Wissen so leicht verfügbar war. Für praktisch jedes Business-Problem gibt es drei Podcasts, fünf Newsletter und sieben Kurse. Und genau das ist das Problem: Die Fülle an verfügbarem Wissen hat dessen gefühlten Wert auf nahezu null reduziert. Ein weiteres Framework zu lernen bedeutet nicht Fortschritt, sondern Ballast.

Der eigentliche Engpass für Solopreneure ist nicht mangelndes Wissen. Es gibt zu viel Wissen. Das Problem ist nicht Was sollte ich tun?, sondern Wie schaffe ich es, auch nur einen Bruchteil davon umzusetzen?

Die klassische Kurse-und-Webinar-Industrie scheint ein Problem geschaffen zu haben, das sie selbst nicht mehr lösen kann.

Mehr Input ist nicht die Lösung. Mehr Input ist das Problem.


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