In unsicheren Zeiten wird das Grundsätzliche (die “Basics”) plötzlich wieder interessant.
Was ist das Grundsätzliche in einem Solo-Business? Im Grunde der BWL-Stoff für Erstsemester. Also: Deckungsbeitrag, Liquidität, Kundenbindung, Pricing, Positionierung. Dinge, die man eigentlich wissen sollte, bevor man über Funnels, Content-Strategien oder Personal Branding nachdenkt.
Aber das Notwendige ist oft das Erste, das übersprungen wird – weil es so unspektakulär klingt.
Wenn die Zeiten ruhig sind, kommt man damit durch. Schlechte Kalkulation? Macht nix, der Umsatz verzeiht’s. Kein klares Wertversprechen? Auch kein Problem, solange wer kauft. Aber: Wenn die Kaufzurückhaltung kommt – wie wir sie gerade spüren –, dann räumt der Markt auf. Nicht böse und nicht ungerecht, aber konsequent.
Das Ärgerliche daran ist, dass viele genau jetzt nach neuen Taktiken suchen. Ein frischer Hook, eine andere Zielgruppe – oder doch ein Podcast? Dabei wäre die richtige Frage: Stimmt eigentlich das Fundament? Verdiene ich an jedem Auftrag wirklich Geld? Wissen meine Kund:innen, wofür sie zahlen? Kann ich drei Monate ohne Neukund:innen überleben?
Die “Basics” werden nicht trendiger. Aber sie waren immer die Voraussetzung für alles andere – was man meistens erst dann merkt, wenn sie fehlen.
Entdecke mehr von schmatzberger.com
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.