Das digitale Notizbuch von Günter Schmatzberger

Die Meisterklasse der Improvisation

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Unlängst, in einer Diskussion unter Medien-Expert:innen: “Du bist als Medienmanager der Meisterung der Transformation verpflichtet.” Die Medienbranche, sagt er, ist Transformation.

Stimmt wahrscheinlich. Aber die wahren Transformations-Weltmeister sitzen nicht in den Medienhäusern mit ihren Change-Management-Beratern und Strategieabteilungen. Sie sitzen allein vor ihrem Laptop, ohne Budget für McKinsey, ohne Task Force, ohne Transformation Board. Solopreneure transformieren sich täglich – sie nennen’s nur nicht so.

Der Konzernmanager hat drei Monate Zeit für die Strategieanpassung, fünf Gremien zur Abstimmung und ein sechsstelliges Budget für die Umsetzung. Der Solopreneur? Hat einen Vormittag, seinen gesunden Hausverstand und die Badner Bahn-Fahrt zum Nachdenken. Wenn ein Geschäftsmodell nicht funktioniert, pivotiert er beim Mittagessen. Kein Drama, keine Presseaussendung, keine Kündigungswelle.

Transformation ohne Netz und doppelten Boden – das ist die eigentliche Meisterklasse.

Ever so gently

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Maria Popova spricht von der Kunst, „ever so gently” seinen persönlichen Möglichkeitsraum zu erweitern. Nicht mit Gewalt. Nicht mit Zehn-Jahres-Plänen. Behutsam.

Popovas Gedanke ist das Gegenteil der Wachstums-Erzählung, die uns permanent einredet, wir bräuchten in unserem Business immer mehr: Mehr Umsatz, mehr Reichweite, mehr Skalierung.

Behutsame Expansion bedeutet etwas anderes: Du nimmst wahr, was in dir schlummert – an Können, an Interesse, an Möglichkeiten. Und dann gehst du einen Schritt in diese Richtung. Nicht fünf. Einen.

Du entwickelst eine neue Dienstleistung, weil du merkst, dass deine Kund:innen danach fragen. Du schreibst öffentlich über ein Thema, das dich umtreibt. Du probierst ein Format aus, das dir seit Monaten im Kopf herumschwirrt.

Ever so gently. Das ist ein Plädoyer dafür, dem eigenen Tempo zu vertrauen – statt sich von externen Maßstäben antreiben zu lassen.

Zu viele individuelle Brösel, kein gemeinsamer Kuchen

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Mir scheint: Je mehr die Politik auf individuelle Verantwortung setzt, desto weniger können sich die Betroffenen wehren. Das ist kein Zufall, sondern System.

Bei Ein-Personen-Unternehmen zeigt sich das Muster perfekt. Läuft’s nicht? “Selber schuld, hättest halt besser wirtschaften müssen.” Zu wenig Aufträge? “Andere schaffen’s doch auch.” Probleme mit der Sozialversicherung? “Der Staat ist nicht dein Babysitter.”  Jedes Problem ist automatisch ein persönliches Versagen. Strukturelle Nachteile? Gibt’s nicht, sind alles nur individuelle Schwächen.

Das Perfide daran: Wenn jeder für sich kämpft, kämpft niemand gemeinsam. Deswegen wird das auch nichts mit einer schlagkräftigen EPU-Interessensvertretung. Zu verschieden die Branchen, zu unterschiedlich die Situationen, zu individuell die Probleme. Der Grafikdesigner hat andere Sorgen als die Physiotherapeutin, die IT-Beraterin andere als der Handwerker. Und während alle ihr eigenes Süppchen kochen, freut sich die Politik über den ausbleibenden organisierten Widerstand gegen strukturelle Probleme (von denen es genug gibt).

Wohlstand für alle? Na klar, aber bitteschön jeder für sich.

Kompliziert ist nicht klüger

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Mir scheint, wir haben eine seltsame Aversion gegen das Leichte.

Unlängst diskutierte ich mit meiner Frau über Freizeitaktivitäten für die Kinder. Wir bemühten uns um eine komplizierte Lösung, obwohl eine einfachere und billigere Alternative direkt vor uns lag. Aber irgendwie wirkte das zu simpel für uns.

Das ist schon interessant. Als wäre da ein Generalverdacht gegenüber dem Einfachen. Als könnte es nicht gut genug sein, wenn man sich dafür nicht anstrengen muss. Als müsste eine Lösung kompliziert und teuer sein, um richtig zu sein.

Aber ist das nicht ein ziemlicher Blödsinn? Schließlich funktioniert nur das Einfache wirklich. Die besten Geschäftsmodelle sind simpel. Die überzeugendsten Botschaften sind klar. Die elegantesten Lösungen sind meist die direktesten.

Vielleicht dürfen wir lernen, uns das Leben leichter zu machen.

Nicht weil wir faul sind, sondern weil das Einfache oft das Klügste ist.

Orientierungslos

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Wir halten es ganz schwer aus, wenn wir keine Orientierung haben.

Wir spinnen uns ein Netz aus Bedeutungen und Erklärungen zusammen, und dieses Netz gibt uns Sicherheit. Es erklärt uns die Welt. Und es macht die Welt für uns vorhersehbar (oder wir bilden uns das zumindest ein).

Diese vermeintliche Sicherheit ist für uns überlebenswichtig – nicht nur, aber auch im Solo-Business. Deshalb haben wir Angst davor, dass unser Bedeutungsgewebe Risse bekommt.

Aus dieser Angst heraus reagieren wir oft extrem: Extrem ablehnend, extrem ignorant, extrem defensiv.

Eh verständlich. Aber ist dieses Verhalten auch günstig für uns und unser Business?

Wenn der Artist die Ehe dominiert

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Tad Hargrave sagtBusinesses are a marriage between the artist and the entrepreneur.

Bei den meisten Solopreneuren ist diese Ehe dysfunktional. Der Artist dominiert – er trifft die Entscheidungen, bestimmt die Richtung, ignoriert die Stimme des Entrepreneur.

Das Ergebnis: Du arbeitest viel, gibst alles, machst Rabatte, wenn’s eng wird. Du hoffst, dass die Qualität deiner Arbeit schon irgendwann erkannt wird. Burnout durch Over-Giving. Oder du machst dich so klein, dass dich niemand findet.

Our businesses are the child of that marriage, sagt Tad Hargrave. Eine dysfunktionale Ehe ergibt kein glückliches Kind.

Die Lösung ist nicht, den Artist rauszuwerfen und nur noch Entrepreneur zu spielen. Das wäre das andere Extrem – und genauso ungesund. Die Lösung ist, beide an einen Tisch zu bringen. Der Artist darf seine Vision haben, aber der Entrepreneur muss mitentscheiden dürfen.

Erst dann funktioniert’s.

Der Artist und der Entrepreneur

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Tad Hargrave unterscheidet zwei grundverschiedene Haltungen, wie man ein Business startet:

Der Artist ist die innere Stimme, die sagt: Das will ich machen – ohne sich um die finanzielle Tragfähigkeit zu kümmern. Er folgt seiner Vision, seinem Können, seiner Leidenschaft. Die Frage nach dem Markt interessiert ihn nicht.

Der Entrepreneur fragt: Was braucht der Markt? Welches Problem kann ich lösen? Er schaut nach außen, sucht die Gelegenheit, identifiziert den Bedarf.

Das sind zwei völlig unterschiedliche Archetypen. Der Artist ist von der Venus, der Entrepreneur vom Mars.

Die meisten Solopreneure, die ich kenne, starten als Artist. Sie haben etwas zu sagen, etwas anzubieten – und hoffen, dass der Markt das schon irgendwie honorieren wird. Der Entrepreneur-Blick fällt ihnen schwer. Er fühlt sich opportunistisch an, kalkuliert, unecht.

Aber: Ein Business braucht beide. Der Artist allein verhungert. Der Entrepreneur allein baut etwas, das niemand wirklich will – auch wenn es sich verkauft.

Welcher der beiden dominiert bei dir?

Kalkulatorische Löhne für Idealisten

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Meine Beobachtung: Die meisten idealistisch motivierten Solopreneure vergessen, ihre eigene Arbeitszeit zu kalkulieren.

Du gründest ein Business, weil du die Welt ein bisschen besser machen willst. Nachhaltigkeit, Gemeinwohl, faire Produkte. Und du denkst dir: “Ich kann ja erstmal auf mein Gehalt verzichten. Für den Anfang.”

Aber: Deine Arbeitszeit kostet Geld. Immer. Auch am Anfang. Auch wenn du sie gerade nicht bezahlt bekommst. Auch wenn du für eine gute Sache arbeitest.

In der BWL nennt sich das kalkulatorischer Lohn. Du rechnest deine Zeit mit einem realistischen Stundensatz in deine Kosten ein – auch, wenn du das Geld gerade nicht ausbezahlst.

Ich sehe das immer wieder in Beratungsgesprächen. Die Rechnung geht auf – aber nur, weil 40 Stunden unbezahlte Idealismus-Arbeit pro Woche nicht mitgerechnet wurden.

Das funktioniert vielleicht ein Jahr. Oder zwei. Aber dann brennst du aus.

Ein Business, das nur funktioniert, wenn du dich selbst ausbeutest, ist kein nachhaltiges Business. Das ist ein Hobby mit Existenzangst.

Zeichen setzen

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Meine Beobachtung: Die meisten Solo-Selbständigen sind viel zu bescheiden mit dem, was sie nach außen zeigen.

Man kennt’s: Ein Projekt läuft richtig gut. Das Kundenfeedback ist durchwegs positiv. Die Zusammenarbeit hat super funktioniert. Aber auf LinkedIn oder der eigenen Website? Kein Wort darüber.

„Ich will nicht angeben”, denken sich viele.

Was für ein Aberglaube!

Wenn du einen guten Job machst, dann ist das kein Angeben. Das ist eine Klarstellung. Du zeigst, dass du kompetent bist. Du machst sichtbar, was du leistest. Du gibst potenziellen Kunden einen Grund, dir zu vertrauen.

Aber wir Österreicher haben ein seltsames Verhältnis zum Erfolg-Zeigen. Als würde man sich selbst disqualifizieren, wenn man zugibt, dass man gut ist in dem, was man tut. Das beginnt in der Schule und setzt sich in der Selbständigkeit nahtlos fort.

Wenn du als Solopreneur nicht zeigst, was du drauf hast, macht es niemand für dich. Du hast keinen Marketing-Manager. Du hast keine PR-Abteilung. Du bist dein eigener Verkäufer.

Und ein Verkäufer, der seine Erfolge versteckt, ist ein schlechter Verkäufer.

Also: Zeig, was du geschafft hast. Erzähl von deinen Kunden. Sprich über deine Projekte. Nicht, weil du ein Wunderwuzzi bist, sondern weil es dein Job ist!

[Danke Justin Welsh für diesen wichtigen Reminder.]

Slow Growth und Fast Growth

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Es gibt zwei Geschwindigkeiten, in denen dein Solo-Business wachsen kann:

  • Slow Growth: Dein Business wächst langsam und stetig. Mit der Zeit wirst du bekannter und besser, und mit der Zeit kommen mehr Kunden und dadurch mehr Umsatz ins Haus. Dein Wachstum ist konstant, aber du bist halt im Vespa-Tempo unterwegs.
  • Fast Growth: Dein Wachstum erfolgt im Ferrari-Tempo: Du steigerst deine Umsätze sehr rasch, aber um diesen Umsatz auch zu bewältigen, brauchst du die entsprechenden Ressourcen (Personal, Produkte, Systeme etc.). Sprich: Um Fast Growth hinzulegen, musst du vorher investieren.

Viele Selbständige investieren zu wenig in ihr Business und wundern sich dann, warum sie nicht wie gewünscht weiterkommen.

Es ist eine strategische Entscheidung: Willst du Slow Growth, oder willst du Fast Growth? Und wenn du dich entschieden hast, dann manage die daraus folgenden Konsequenzen.

Neue Wege müssen sich rechtfertigen

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Eine meiner wichtigsten Aufgaben als Gründungsberater ist es, gute neue Ideen von unnötigen Ablenkungen zu unterscheiden.

In einem Solo-Business sind wir oft gefordert, über neue Wege nachzudenken, wenn wir unser Ziel auf dem ursprünglichen Weg nicht erreichen können. Dabei ist Kreativität gefragt. Und gleichzeitig müssen wir aufpassen, dass wir unser eigentliches Ziel nicht aus den Augen verlieren.

Wenn ich mit meinen Kund:innen über einen “neuen Weg” spreche, dann bin ich streng. Dieser “neue Weg” muss sich vor mir rechtfertigen: Machst du nur zusätzliche Arbeit, oder zahlst du wirklich auf das eigentliche Ziel ein?

Können ist zu wenig

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Inspiriert von Gabe The Bass Player:

Eine Coaching-Ausbildung zu machen… das ist noch das Leichteste. Aber ein Coaching-Business aufzubauen… das ist echt schwierig.

Es geht nicht um das Handwerk. Das Handwerk kann jeder lernen.

Das Handwerk allein genügt nicht, um Menschen zu begeistern.

Es geht um die SHOW!

Das Problem erklärt

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Für ganz viele Probleme gibt es einen Haufen Erklärungen, aber keine Lösung. 

Ein Problem zu erklären, also zu erklären, wo es herkommt und warum es so ist und nicht anders… Das ist noch keine Lösung.

Deine Kund:innen haben nicht viel davon, wenn sie durch dich ihr Problem verstanden haben, sich aber immer noch fragen: Und was mache ich jetzt dagegen?

Wenn deine Kund:innen ein Problem haben, dann suchen sie bei dir ziemlich sicher nach einer Lösung, nicht (nur) nach Erklärungen.

Online vs. digital

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Ein „Online-Business“ (skalierbare digitale Produkte; Kunden werden ausschließlich im Internet gesucht und gewonnen) ist nicht das gleiche wie ein Business, in dem alles digitalisiert ist (z.B. persönliche Dienstleistungen, die digital abgewickelt werden).

Ich wette, das ist längst nicht allen “Online-Unternehmer:innen” klar.

Marketing-Ursulas

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So nennt Larissa Fessl die Frauen auf Instagram, „die dann immer so sagen, du musst das und das machen“, wenn du mit deinem Business Erfolg haben willst.

Die dir sagen: “Du brauchst einen Online-Kurs. Und dann musst du hier einen Funnel aufbauen. Und e-Mail-Marketing machen und irgendwie tausend e-Mail-Sequenzen schreiben.“

Die “Marketing-Ursulas” sagen dir genau, wie’s geht. Und trotzdem spürst du: Da stimmt was nicht. „Ich hab auch irgendwie jetzt festgestellt: Ich kauf das ja selber nicht, wenn ich solche e-Mails bekomme!“, sagt Larissa Fessl.

Nimm dich in Acht vor den “Marketing-Ursulas”. (Es ist gar nicht leicht, ihnen zu entkommen.)

Erdnüsse nach Bangkok

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Eine der entscheidendsten Überlegungen in deinem Solo-Business: Was verkaufst du eigentlich – und was kauft dein Kunde?

Stell dir vor, eine Fluglinie würde so werben: “Economy Class: Sitzgröße DIN A4, Beinfreiheit 12 cm, 3 Erdnüsse.”

Das macht keine Airline. Die werben mit: “Bangkok ab 699 €”

Sie verkaufen nicht die Erdnüsse. Sie verkaufen Bangkok.

Wir Solopreneure reden meistens über unsere Erdnüsse. Über Features, Methoden, Zertifikate. Über das, was wir tun.

Aber der Kunde kauft Bangkok. Er kauft, wo er nachher sein wird. Die Transformation. Das Ergebnis. Die Methode ist ihm wurscht. Das Ziel zählt.

Wenn du Menschen von A nach B bringst, dann fokussiere auf B. Alles andere sind nur Erdnüsse.

[Danke Matthias Barth für diesen Gedanken.]

Allein im Sturm

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Manche sagen: Die Marktwirtschaft ist eine dog-eat-dog world. Der Wind ist jedenfalls rau.

Die Marktwirtschaft kann tatsächlich ein hartes Pflaster sein. Da kommt es nicht nur darauf an, gute Arbeit zu leisten. Da zählen Dinge wie Geschäftsmodell, Strategie, Preispolitik, Positionierung, Vertriebskanäle und, und, und.

Im Grunde unterscheiden sich deine Aufgaben als Solopreneur´:in nicht von den Aufgaben eines Weltkonzerns – nur mit dem Unterschied, dass alle diese Aufgaben dir allein zufallen.

Du bist für alles zuständig – und das ist eine Riesenherausforderung.

Mikro-Freiheiten

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Justin Welsh beschreibt eine Situation aus seinem Solopreneur-Leben:

Er steht an einem Donnerstag um 10:47 in einem Café in Stone Ridge, New York. Um ihn herum: Pensionisten mit Zeitungen. Studenten am Laptop. Leute, die offensichtlich nirgendwohin hetzen müssen.

Und er denkt sich: Das ist Freiheit.

Nicht der große Wurf. Nicht der siebenstellige Kontostand. Nicht die Villa am Strand.

Diese Mikro-Freiheiten, sagt er, sind die echten Marker für unternehmerischen Erfolg. Um 14 Uhr den Laptop zuklappen. Eine E-Mail morgen beantworten. Zoom-Calls vom Garten aus machen.

Und: Kaffee trinken, wann du willst. Ohne jemanden fragen zu müssen.

Argumente verkaufen

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„Argumente soll man nie verkaufen“, sagt Matthias Horx.

Soll heißen (glaube ich): Wenn du ein gutes Argument hast, dann kann das für sich stehen.

Du musst nichts unternehmen, um es anderen Menschen “schmackhaft” zu machen. Meistens nimmst du dem Argument dadurch nämlich Schärfe, Stärke und Genauigkeit. 

Im Stadion

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Christian Kern hat unlängst erzählt, warum er regelmäßig und gern ins Austria-Stadion geht:

“Andere Leute tun vielleicht meditieren, aber für mich sind diese eineinhalb Stunden, die Pause dazwischen, das Ins-Stadion-Fahren, wieder nach Haus gehen… das ist für mich wie Meditation. Da bist du wirklich in einer anderen Welt, da ist Eindreiviertelstunden gar nichts Anderes, du schaust auf das Spiel, verfolgst jede Sekunde, bist voll fokussiert und dein Kopf ist nur dem Geschehen gewidmet und die Emotionen sowieso.”

Besser hätte ich es auch nicht beschreiben können.