Das digitale Notizbuch von Günter Schmatzberger

Das unendliche Solo-Spiel

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Viele (vielleicht die meisten) Solopreneure wollen mit ihrem Business etwas beweisen. Sie wollen Kund:innen “gewinnen” oder die Konkurrenz “schlagen”. Aber: Business ist kein Fußballmatch mit Schlusspfiff. Es ist ein unendliches Spiel.

Simon Sinek hat das schön ausgearbeitet: Du kannst etwas im Business gewinnen, aber nicht Business an sich. Das Spiel hat kein Ende. Die Akteure wechseln, aber gespielt wird immer weiter.

Mit einem finite mindset denkst du in Quartalen und Exit-Strategien. Du willst schnell groß werden, alle überholen und dann… ja, was dann?

Mit einem infinite mindset fragst du: “Wie kann ich das Spiel am Laufen halten?” Das führt zu völlig anderen Entscheidungen. Du investierst in langfristige Beziehungen statt schnelle Gewinne. Du baust Vertrauen auf, statt andere übers Ohr zu hauen. Du entwickelst dich persönlich weiter, statt ständig nur dein Business zu optimieren.

Seth Godin sagt: Für Ein-Personen-Unternehmen ist das besonders relevant, denn: Als Solopreneur bist du das Spiel.

Die Frage ist also nicht: “Wann habe ich gewonnen?” Sondern: “Wie bleibe ich im Spiel?”

Für die Fische geplant

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Man kann es mit dem Planen (im Business, im Leben) sicher übertreiben.

Aber wenn man sich schon die Arbeit macht und einen Plan aufstellt, dann muss man zwischendurch auch reinschauen und checken, ob man noch on track ist.

Sonst hätte man sich die Arbeit sparen können.

Am Ende hast du 7 Euro 30

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Wie weiß ich denn, was notwendig ist, wenn ich mit einem Business starte?

Die Antwort von Philipp Maderthaner: „Du kannst es nicht wissen. Stell dich drauf ein: Es ist sauhart, und es wird lang dauern.”

Das ist die ehrlichste Ansage zum Solopreneurship, die ich kenne. Du startest, und dann siehst du weiter. Vielleicht läuft’s. Oder vielleicht hast du am Ende 7 Euro 30 am Konto.

Damit musst du rechnen.

Eine durchgängige Story

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Wenn du Dinge verändern willst – die großen wie die kleinen –, dann ist es ganz entscheidend, welche Story du darüber erzählst.

Eine durchgängige Story, warum die Dinge sind, wie sie sind. Wie die Dinge in einer besseren Zukunft sein könnten. Und was dafür zu tun ist, wann und von wem.

Natürlich kannst du auch versuchen, ohne so eine Story zu führen, zu lehren oder zu beraten.

Aber: Die durchgängige, stimmige Story ist extrem nützlich.

Vertrau deinem zukünftigen Ich

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Laura Vanderkam sagt: “Your Future Self will not be incompetent.”

Stimmt. Dein zukünftiges Ich wird nicht dümmer sein als heute, sondern klüger – mehr Erfahrung, mehr Kontext, bessere Entscheidungsgrundlagen. Trotzdem machen wir uns jetzt schon verrückt, grübeln über Szenarien, die vielleicht nie eintreten, und zweifeln daran, ob wir das dann irgendwie schaffen werden.

Dabei könnten wir uns darauf verlassen: Unser zukünftiges Ich wird die Situation schon meistern.

Zweifache Sichtbarkeit

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Sichtbarkeit hat zwei Richtungen.

Die eine kennt man: Sichtbarkeit nach außen. Wie du dich präsentierst, wie du verkaufst, wie andere dich wahrnehmen. Das klassische Marketing-Thema. Daran arbeiten die meisten.

Die andere ist entscheidender: Sichtbarkeit nach innen. Wie gut du dich selbst kennst. Wie klar du siehst, wo du strahlst. Ob du überhaupt weißt, was du zeigen willst.

Denn was nützt die beste Außen-Präsentation, wenn du nicht weißt, wer du eigentlich sein willst?

[Danke Carolin Anne Schiebel für diese Unterscheidung]

Wo sind die Demonstranten?

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In der letzten Zeit war ganz schön was los rund um die WKO.

Ich habe ja ein, sagen wir mal, eher zwiespältiges Verhältnis zu meiner Interessensvertretung und habe schon öfters kritisch über sie geschrieben (z. B. hier, hier oder hier – aber hier auch mal positiv).

Um meine Kammerumlage als Gründungsberater zu verdienen, muss ich ca. 2 Stunden pro Jahr arbeiten. Das ist nicht das Problem.

Aber: Es braucht die Umlagen von ca. 1.770 EPU wie mich, um nur mal das Gehalt des WKO-Präsidenten (inkl. Lohnnebenkosten) zu bezahlen. Und dann gibt es da ja noch die neun WK-Landespräsident:innen. Ich schätze, dass es die Umlagen von ca. 10.000 EPU braucht, um alleine diese 10 Gehälter zu finanzieren.

Dieses Geld wüsste ich gerne sinnvoller eingesetzt. Und wahrscheinlich viele, viele, viele andere EPU in Österreich auch.

Nur: Wo ist die aufgebrachte Menge, die sich vor der WKO-Zentrale an der Wiedner Hauptstraße sammelt? Wo sind die Protestmärsche von Tausenden unzufriedenen EPUs? Wo ist der Druck von der Basis, der echte Veränderungen einfordern würde?

Nirgends. Und es wird auch nicht passieren. Weil sich die österreichischen EPU viel zu klein und zu machtlos fühlen, um in so einer großen Organisation, in so einem undurchsichtigen System wirklich etwas zu bewirken. Dafür ist die WKO selbst verantwortlich, aber nicht nur.

Wir Österreicher regen uns auf, aber behalten die geballten Fäuste in unseren Taschen. Wir matschgern, aber wirklich was verändern wollen wir nicht. Wer weiß, was nachkommt.

Deshalb wird in der WKO alles so bleiben, wie es ist. Der Wind wird sich legen, und in einem halben Jahr kräht kein Hahn mehr danach.

Ich hoffe, ich irre mich.

Turbulenter Herbst

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Unlängst habe ich mit einer Gründerin gesprochen und gemeint, dass bei mir im Business gerade Hochsaison und viel los ist.

Darauf sie: “Schön! In intensiven Zeiten kann man so richtig schön zeigen, was man kann.”

Ich war von ihrer Antwort total geflasht, weil sie so unerwartet kam. Nämlich so unerwartet positiv und bestärkend. Kein Mitleid, kein Mitjammern, einfach die Botschaft: Günter, du wirst das hinkriegen. Du bist noch längst nicht am Limit.

Ein unglaublich wertvoller Gedanke.

Der Reiz des Unspektakulären

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Der Installateur kommt, macht seine Arbeit, stellt die Rechnung. Kein Drama. Keine revolutionäre neue Herangehensweise an Sanitärtechnik. Keine LinkedIn-Posts über seine “transformative Customer Journey”. Er hat ein “Boring Business“, wie es Maggie Patterson nennt: vorhersehbare Kund:innen, vorhersehbare Probleme, vorhersehbare Lösungen. Und genau das macht ihn erfolgreich.

Aber uns Solopreneuren wird eingeredet, wir müssten fancy sein. Thought Leader. Disruptor. Game Changer. Jeder Launch eine Revolution, jedes Angebot ein Signature Program.

Die ganze Online-Business-Welt schreit: Sei spektakulär – oder stirb! Und wir glauben das. Brennen aus für die Performance, während der Installateur um 16 Uhr Feierabend macht.

Das wirklich Rebellische heute wäre, ein “langweiliges” Business zu haben. Eines, wo du weißt, was nächsten Monat passiert. Wo deine Kund:innen wiederkommen, weil du solide Arbeit machst – nicht weil du sie mit dem neuesten Funnel-Automatisierungs-Hack geködert hast. 

Predictable ist das neue sexy. Auch wenn’s auf Instagram niemand liken würde.

Bezahlte Denkarbeit

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Unlängst habe ich mit Camillo diskutiert, was an einer Anstellung besonders leiwand ist: Dass man fürs Nachdenken und Konzipieren bezahlt wird.

In der Selbständigkeit ist das anders. Da gibt’s immer dieses Quirks mit der Entwicklungszeit. Wie verrechnest du die Stunden, die du für die Konzeption eines Workshops aufwendest? Berechnest du sie dem Kunden oder nicht? Und wenn ja, in welcher Höhe? Und wie rechtfertigst du das?

In der Anstellung stellt sich diese Frage nicht. Du denkst nach, du entwickelst, du konzipierst – und am Monatsende kommt das Gehalt. Ohne Diskussion, ohne Rechtfertigung.

Das ist nicht wenig wert.

Der Irrtum der demokratischen Zeit

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“Es ist besser, die Studenten warten auf uns als umgekehrt”, sagt unlängst eine Lehrbeauftragten-Kollegin. Klingt arrogant, ist aber die rationale Sichtweise jedes BWLers.

Ihre Zeit ist – gemessen am produktivem Output pro Minute – objektiv wertvoller. Wenn sie auf 20 Studierende wartet, verschwendet sie hochproduktive Zeit. Wenn 20 Studierende ein paar Minuten auf sie warten, nutzen die meisten diese Minuten für Instagram oder zum Plaudern. Der volkswirtschaftliche Schaden tendiert gegen null.

Nicht alle Minuten sind gleich viel wert. Das mag arrogant klingen, negiert aber nicht die Tatsache. Die simple Frage dahinter: Was würde in dieser Zeit sonst produziert?

Eine unsichtbare Option

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Wenn die Eltern selbstständig sind, dann kann man sich als junger Mensch unter “Selbständigkeit” was vorstellen. Man kennt die Realität. Man weiß, dass Arbeitszeiten und Einkommen unregelmäßig sein können. Aber man weiß auch: Es ist ein Lifestyle, den man selbst gestaltet. Dieser Alltag ist normal.

Für alle anderen ist der Unternehmer-Liestyle unsichtbar.

Wer niemanden kennt, der unternehmerisch tätig ist, entwickelt keine Vorstellung davon. Selbstständigkeit bleibt eine abstrakte Kategorie – etwas, das andere machen. Etwas Riskantes. Etwas Fremdes.

Wer keine Vorbilder hat, für den wird die Option “Selbständigkeit” vielleicht niemals sichtbar. Das ist keine Frage von unternehmerischem Talent oder Fleiß. Es ist schlicht eine Frage von Zugang.

Nicht jeder muss selbständig sein. Aber jeder sollte die Chance haben, es überhaupt in Erwägung zu ziehen.

Schwächen ausnützen

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Der Markt gibt Unternehmen einen starken Anreiz, auf die Schwächen der Menschen einzugehen und von ihnen zu profitieren — und nicht, diese Schwächen zu mindern oder gar zu beseitigen.

Davon lebt z.B. nicht nur die Tabak-Unternehmen, sondern auch große Teile der Lebensmittelindustrie.

Es wird immer Unternehmen geben, die dem Menschen das liefert, was er gerne möchte — auch, wenn es ihm eigentlich schadet.

Weil es sich (noch?) zu sehr lohnt.

Gründungsberatung braucht Stallgeruch

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Es gibt einen Unterschied zwischen jemandem, der über Selbständigkeit redet, und jemandem, der sie lebt.

Die Wirtschaftskammer hat angestellte Gründungsberater:innen. Die Fachhochschulen haben hauptberufliche Lehrbeauftragte, die Entrepreneurship unterrichten. Alles gut ausgebildete Leute mit solidem Wissen. Aber: Sie sind angestellt. Sie kennen die Selbständigkeit aus Büchern, Studien und Konzepten – nicht aus der eigenen Realität.

Was fehlt? Der Stallgeruch. Das Wissen, wie es sich anfühlt, wenn du selbst dafür verantwortlich bist, wie viel Geld reinkommt. Die Erfahrung, dass du deine Sozialversicherung selbst zahlst. Der Moment, wo du merkst, dass niemand außer dir entscheidet, ob du heute arbeitest oder nicht.

Die Zukunftsforscher-Familie Horx nennt das in einem anderen Kontext Doing Future – nicht nur über Zukunft reden, sondern in ihr leben.

Für Gründungsberatung würde das heißen: Doing Selbständigkeit. Wie Prof. Günter Faltin mit seiner Teekampagne. Theoretisches Wissen ist wichtig. Aber wenn du jemandem erklären willst, wie Entrepreneurship funktioniert, solltest du es selbst erlebt haben. Nicht als Experiment, sondern als Realität.

Doing Selbständigkeit ist der Unterschied zwischen Gründungsberatung, die sich richtig anfühlt, und Gründungsberatung, die nur richtig klingt.

Kleine Menschlichkeiten

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Man kann leicht den Endruck gewinnen, dass wir in einer schlechten Welt leben. Dass alles vor die Hunde geht.

Wenn’s dir gerade so geht, dann rate ich dir: Mach deine Augen auf für die vielen kleinen Menschlichkeiten, die jeden Tag passieren: Ein Lächeln, ein freundliches Wort, eine kleine witzige Situation.

Es sind diese kleinen Momente, die uns spüren lassen: Wir sind alle Menschen, und wir sind uns alle viel ähnlicher, als wir denken.

Wir wollen alle nur glücklich sein, und wir geben alle unser Bestes.

Das Paradoxon der Zufriedenheit

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Viele Solopreneure horten.

Sie sammeln Wissen, perfektionieren ihre Angebote, warten auf den idealen Moment. Sie optimieren ihre Website, feilen an ihrer Positionierung, konsumieren noch einen Kurs.

Der Weg des Unternehmers ist jedoch, das weiterzugeben, was du hast. Nicht irgendwann, wenn’s (vielleicht) perfekt ist. Heute, mit dem, was schon da ist. Der umperfekte Blogpost, der aber jemandem hilft. Das Gespräch ohne ausgearbeiteten Gesprächsleitfaden, das aber einen wichtigen Gedanken klärt. Deine anekdotischen Erfahrungen, die du teilst, statt sie zu horten.

Wer wartet, bis er fertig ist, wird nie zufrieden sein. Wer gibt, was er hat, merkt plötzlich, dass er von Anfang an genug hatte.

Akzepiere, dass es nicht perfekt ist

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Nichts in der Welt ist perfekt. 

“Perfekt” ist keine Kategorie der Natur. “Perfekt” ist etwas, das sich unsere Egos ausgedacht haben. 

Der 25-Jahre-Horizont

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Ich glaube, wir Solopreneure haben ein Problem mit unseren bedeutsamen Business-Projekten: Wir setzen uns insgeheim völlig unrealistische Deadlines. Das sechsstellige Jahreseinkommen bis nächstes Jahr. Die komplette Automatisierung in drei Jahren. Der Durchbruch zum Marktführer noch vor dem nächsten runden Geburtstag.

Was, wenn du dir stattdessen 25 Jahre gibst? Ein Vierteljahrhundert für dein Solopreneurship. Klingt nach ewig, aber genau das ist der Trick. Der lange Zeitraum nimmt den Druck raus.

Plötzlich muss nicht jeder Funnel perfekt sein, nicht jedes Produkt ein Sitzer. Du kannst dir erlauben, ein paar Marketing-Baustellen ruhen zu lassen, während du dich auf das konzentrierst, was Seth Godin als smallest viable breakthrough bezeichnen würde – vielleicht erstmal nur eine einzige Kundin richtig glücklich machen. Oder endlich den Stundensatz durchsetzen, der dir zusteht.

Das Paradoxe daran: Mit dem 25-Jahre-Horizont baust du wahrscheinlich schneller ein nachhaltiges Solo-Business auf als mit der Hauruck-Methode.

Die reine Orientierung an der großen Vision vom ortsunabhängigen passiven Millionen-Business birgt nämlich eine Gefahr: Am eigenen Ideal zu zerbrechen.

Die Lauten kaufen nicht

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Björn Tantau sagt: Die “lauten” Follower auf Social Media sind meist nicht die Leute, die bei dir kaufen.

Deine Fans, die alles liken, die kaufen meistens nichts. Die tun vielleicht deinem Ego gut, weil sie dich leiwand finden, aber Umsatz machst du mit ihnen nicht.

Deine Kunden sind die “Stillen”. Die schauen sich an, was du machst, aber sie haben gar kein Interesse daran, irgendwas zu liken oder zu kommentieren. Sie wollen, dass du ihnen bei ihrem Problem hilfst — nicht, dass sie von dir entertaint werden.

“Kaufbereite Menschen sind oft still — aber aufmerksam!” Sie interessieren sich aber nicht für deinen Like-Zähler, sondern für deinen Tonfall, für deine Haltung und für deinen einzigartigen Point of View.

Namen merken

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Ich habe jedes Jahr ca. 150 neue Student:innen. Und jedes Jahr setze ich mir das Ziel, mir die Namen dieser jungen Menschen zu merken. Um zu zeigen: Für mich bist du nicht nur eine Matrikelnummer. Ich nehme dich als Menschen wahr.

Das ist keine leichte Aufgabe, die ich mir da stelle, und ich schaffe es längst nicht, mir jeden Namen zu jedem Gesicht zu merken.

Ein Muster ist mir dabei aufgefallen: Am leichtesten merke ich mir die besonders Guten und die besonders Schlechten. Mit der Mitte tue ich mir am schwersten.

Was herausragt, wird leichter gemerkt. Was in der Mitte liegt, geht in der Masse unter. So geht es mir beim Namen-Merken, und so geht es den Kund:innen auf einem Markt.