Rory Sutherland: The Psychology Of Irrationality

Modern Wisdom Podcast #255, 7. Dezember 2020

Link zum Video

Warum Menschen bereit sind, hunderte Euro für einen Kurs zu zahlen, aber nicht für ein Buch (Diskussion mit Chris Williamson):

  • Ein Buch wird nicht als Weiterbildung angesehen, ein Kurs schon. (Vgl. betriebliche Weiterbildung: Es ist praktisch nie okay zu sagen: Ich lese ein Buch, das ist meine Weiterbildung. Ein Seminar zu besuchen, das geht.)
  • Potenziell bietet ein Buch sogar mehr Inhalt als ein Seminar. Kein Autor hält Inhalte zurück und denkt sich, die spare ich mir zum Monetarisieren in Seminaren oder Keynotes auf. „It’s not like you hold back in your book. You give everything. You put everything into your book.“
  • „Synchronicity has a value“: Etwas mit anderen Menschen gleichzeitig zu machen, hat „emotional value“.
  • „There may be a degree of labour component to it“: Die Kosten für ein weiteres Buchexemplar sind praktisch null. Die Kosten für ein weiteres Seminar sind weit höher, und man ist bereit, diesen höheren (zeitlichen) Aufwand auch zu bezahlen.
  • „People are concerned with outcomes rather than the process of going through it.“ (CW): Durch den Kurs glaubt man, dass die angestrebten/gewünschten Ergebnisse/Veränderungen leichter oder wahrscheinlicher zu erreichen sind als durch das Lesen eines Buches. Ein Kurs erscheint „effektiver“.
  • Der Kurs gibt dir ein Teilnahmezertifikat („a piece of paper that tells you you completed the course“), ein Buch nicht. „You can’t put on your CV: I read a book.“
  • „You’re paying for the course as a commitment device“: Wenn man viel Geld ausgibt für einen Kurs, dann strengt man sich auch mehr an. Das gilt auch für teure Berater: Wenn man die engagiert, dann ist das nicht zuletzt auch ein Signal an sich selbst, dass man diese Sache tatsächlich auch ernst nehmen sollte, schließlich zahlt man ihm ja auch eine „shitload of money“.

Gedanken zu Entrepreneurship

  • Der Hausverstand verleitet uns dazu, Produkte zu erzeugen und anzubieten, die „kind of okay“ sind.
  • Aber: „People are not interested in „okay“ because they’ve already solved the problems „okay“ solves. What they haven’t solved are the problems that „weird“ solves.“

Buch: Rory Sutherland: Alchemy